GLOSSAR, LEXIKON, OKONOMISCHEN FACHWORTER, LEXIKON, GLOSSAR, OKONOMISCHEN FACHWORTER
Qualitatszertifikate
Die internationalen Belohnungen
Empfehlungen der Spezialisten
00 375 33 69 777 86 - Minsk, Belarus
in  
Erwahlt Web - Karte E-mail
NIRGOS holding gmbh
Industrieabgabepreis vom Lagerhaus

Minimalen Vertrag = 50 000 euro
preis DDU, Deutschland / Germany - 5 %
preis DDU , Usti nad Labem , Czech Republik - 5 %
preis EXW , Moskau, Russische Federation - 25 %
preis EXW, FCA , Minsk, Republik Belarus - 25 %



glossar, lexikon

GLOSSAR: A - H GLOSSAR: I - Z

A


Abachi:

Kein ausgeprägter Kernholz, hellgelb mit verschidenen breiten Zuwachszonen, Markstahlen deutlich sichtbar.Besonders typisch ist die auffählige Querstreifung im Tangential- oder Sehnenschnitt.Hervorragend als Deck-, Innen- und Absperrfurnier in der Sperrplattenfabrikation. Gutes Tischlerholz (Rahmenbau, Klavierbau, Modelbau). Karosserie- und Flugzeugbauholz. Als Papierrohstoff geeignet.

Abbeilen:

Entfernen starker Wurzelanläufe vor dem Fällen eines Baumes. Hierdurch wird das Anlegen eines Fällschnittes begünstigt, außerdem das nachfolgende Rücken, Beladen, der Transport, die Entrindung und der Einschnitt des Stammes im Gatter erleichtert. Das Abbeilen wird mit der Axt vorgenommen (auch als Behauen oder Beihauen bezeichnet). Wird das Fällen mit der Motorsäge durchgeführt, ist Entfernung der Wurzelanläufe damit günstiger.

Abbeizen:

Das Lösen eines Anstrichs, von [Lack] oder Farbresten durch [Abbeizmittel] oder Laugen. Der alte [Anstrich] quillt stark auf und kann mit einem Spachtel entfernt werden. Alternative zu chemischen Abbeizmitteln sind z.B. Heißluftpistolen.

Abbinden:

Das Verfestigen der Klebschicht zwischen den zu verklebenden Fügeteilen. Das Abbinden beruht entweder auf physikalischen oder auf chemischen Vorgängen: Physikalisches Abbinden erfolgt z.B. durch Abwandern von Dispersions- oder Lösemitteln (wie bei Weißleimen) oder durch Abkühlen (wie bei Schmelzklebern); zu den chemischen Abbindevorgängen, die auch als Härtung, Aushärtung oder Vernetzung bezeichnet werden, gehören Gerinnung (z.B. Blutalbuminklebstoffe), Polykondensation (z.B. Harnstoff-, Melmain-, Phenolharze) und Polyaddition (z.B. Polyurethanklebstoffe).

Abbinden:

Die Vorbereitung einer Holzkonstruktion wie Zuschneiden usw. wird als Abbinden bezeichnet.

abbinden:

Verfestigung des Klebstoffes (Aushärtung) durch physikalische oder chemische Prozesse

Abbindezeit:

Zeitspanne, innerhalb der die Klebefuge eine für die auftretende Belastung ausreichende Festigkeit erreicht

Abbohren:

Holzverbindung, z. B. Zapfen oder Blatt durchbohren und Holznagel einschlagen

Abbruch:

Der Abbruch von Gebäuden und Teilen von Gebäuden ist in der Regel genehmigungspflichtig. Ohne Genehmigung abgebrochen werden können Gebäude und Gebäudeteile bis zu 300 Kubikmeter Rauminhalt, Mauern und Einfriedungen, Schwimmbecken, Stellplätzen und ähnlichen untergeordneten baulichen Anlagen oder Gebäuden. Bei allen übrigen Gebäuden ist ein förmlicher Abbruchantrag bei den zuständigen Bauaufsichtsbehörden einzureichen der das Vorhaben des Abbruchs und die hierfür geplanten Techniken erläutert. Außerdem ist der für den Abbruch zuständige Abbruchunternehmer zu benennen, der die notwendige Sachkunde und Erfahrung auf den Gebieten Standsicherheit, Immissionsschutz, Arbeitsschutz und Unfallverhütung für diese oft schwierigen und gefährlichen Arbeiten nachweisen kann. Die verschiedenen Abbruchmaterialien müssen voneinander getrennt entsorgt oder wiederverwendet werden. Näheres zum Abbruchantrag und den jeweiligen Anforderungen regeln die Landesbauordnungen.

Abbruchanordnung:

Ist ein Gebäude über längere Zeit ungenutzt und im Verfall begriffen, können Bauordnungsämter den Abbruch verlangen. Dies kann zum Beispiel bei Wohnhäusern der Fall sein, die seit längerem unbewohnt und bei denen aufgrund des schlechten baulichen Zustands akute Einsturzgefahr und die Gefährdung für Menschen besteht.

Abdachung:

abschrägen

Abdichtungsbahnen:

sind für die Abdichtung von Bauwerken oder Bauteilen unter der Geländeoberkante notwendig. Sie schützen vor Bodenfeuchtigkeit, vor Sicker- oder Schichtenwasser und vor drückendem Grundwasser. Dichtungsbahnen bestehen gemäß DIN 18190 aus beidseitig mit einer stärkeren Bitumenschicht versehenen Trägerbahn aus Rohfilz, Jute, Glasvlies, Kupfer- oder Aluminiummetallband oder PETP-Folie, die mit Feinsand bestreut sind.

Abfasen:

Abfasen bzw. Anfasen bezeichnet die Ausbildung eines schrägen Abschnitts, der sogenannten Fase, bei rechteckigen Kanten an Bauteilen.Dies geschieht durch Abschleifen, Abfräsen bzw. Anhobeln der Kanten von Holzbauteilen - Holzstützen, Bretter, Bohlen Bei Natursteinen (z.B. Granittreppenstufen mit Abfasung) durch Schrägschnitt des Materials Bei Stützen und Bauteilen aus Beton (z.B. Fertigbetonelemente und Ortbetonelemente) werden in die Schalung des zu betonierenden Bauteils in den Eckbereichen dreieckige Holzleisten eingelegt, um eine saubere Abschrägung an den Eckpunkten zu erreichen.

Abgangserhebung:

Die Abgangserhebung ist ein Teil der statistischen Ermittlungen über die Bautätigkeit durch die Bauaufsichtsbehörden im Verbindung mit Baugenehmigungsverfahren.Sie erfasst sämtliche Nutzungsänderungen, Nutzungswegfälle (z.B. durch Brandschaden, bauaufsichtsrechtliche Maßnahmen - Nutzungsuntersagung, Abbruchanordnung) und Abbrüche von Gebäuden und Teilen von Gebäuden.In Verbindung mit einem Abbruchantrag und der daraus resultierenden Genehmigung wird zum Beispiel in Zusammenhang mit der Abgangserhebung die Veränderung oder das Wegfallen von baulichen Nutzeinheiten statistisch erfasst. Statistische Erfassung der Bautätigkeiten Baugenehmigungen Baufertigstellungen Bauüberhang Abgangserhebung. Im Ergebnis zeigen diese Statistiken in Ihrer Gesamtbetrachtung den jährlichen Zuwachs an baulichen Nutzungen (z.B. Wohnungszuwachs).Außerdem ist eine Aussage über die Wohnungs- und Gewerbegrößen, den Verhältnissen zwischen Wohneigentum und Mietwohnungen möglich.

Abgehängte Decke:

Abgehängte Decken (auch Abhangdecken) sind unter vorhandene Decken montierte Decken Oftmals werden abgehängte Decken bei der Altbausanierung mit vorhandenen großen lichten Raumhöhen oder zur Verbesserung der Trittschalldämmung (mit Einbringung einer zusätzlichen Lage mineralischer Dämmung) eingesetzt.Vor allem im gewerblichen Bereich werden abgehängte Decken bevorzugt ausgeführt, da sie optimale Möglichkeiten zur Leitungsführung bieten (Elektro-, Lüftungs- und Sanitärleitungen)

Abgratung:

Oberkante des Sparren oder Gratsparrens abschrägen

Abholzigkeit:

Verringerung des Durchmessers des Rundholzes auf seiner Gesamtlänge, die die normale Durchmesserabnahme von 1cm je 1m Länge (Vollholzig)übersteigt.

Abiotische Schäden:

Entstehen durch Frost, Sturm, Schnee, Dürre oder auch Waldbrand.

Abklebung:

Eine Abklebung ist erforderlich um eine luftdichte Gebäudehülle zu erzielen, oder um Eindringen von Feuchte zu verhindern. An der Innenbeplankung sind stets alle Stoßfugen abzukleben. An der Außenbeplankung sind nur Durchdringungen und Anschlüsse abzukleben. Dabei sind nur geeignete Klebebänder zu verwenden

Ablaufplan:

Alle Maßnahmen und Aktivitäten zur Planung. Koordination und Steuerung des Bauablaufes bei Bauvorhaben bezeichnet man als Ablaufplan (auch Bauablaufplanung oder Bauzeitenplan). Der Bauablaufplan ist sowohl auf der Seite des Planenden (in der Regel Architekt) als auch von ausführenden Unternehmen zu erstellen.Bauablaufpläne werden oftmals in grafischer Form dargestellt, hierbei sind drei Formen möglich, die die einzelnen für die Errichtung des Bauvorhabens notwendigen Abläufe in der richtigen zeitlichen Reihenfolge darstellen sollen.

Abluft:

Aus dem Trockner abgeführtes Trocknungmittel. Wird als Trocknungsmittel Gas verwendet, so spricht man von Abgas. Begriff gilt sinngemäß für alle lufttechnischen Anlagen.

Ablängen:

Genauer Längenzuschnitt von Werkstücken.

Ablüftzeit:

Zeitspanne beim Kontaktkleben, während der das Lösungsmittel aus dem beidseitig aufgetragenen Klebstoff-Film verdunsten muss, um eine Soforthaftung zwischen den Fügeteilen zu ermöglichen

Abmaß:

Die Differenz zwischen dem festgestellten Istmaß und dem Nennmaß (auch Sollmaß oder geplantes Maß) eines Bauteils bezeichnet man als Abmaß. ˇ Istmaß: tatsächliches der Baustelle festgestellte Abmessung eines Bauteils ˇ Nennmaß (Sollmaß): In den Bauzeichnungen eingetragenes geplante Abmessung eines Bauteils Beispiel: Geplante Lichte Breite einer Türöffnung im Mauerwerk ist 88,5 cm Nach Aufmaß ergibt sich ein tatsächlich fertiggestelltes Maß von 86,5 cm Das Abmaß beträgt somit -2 cm Entscheidend für die masslich fachgerechte Ausführung von Bauteilen sind die jeweiligen in verschiedenen DIN-Normen ausgedrückten zugelassenen Abweichungen, den sogenannten Toleranzbereichen (Bautoleranzen)

Abnahme:

Der Besteller hat beim Werkvertrag gemäß § 640 BGB die Hauptpflicht, das vertragsgemäß hergestellte Werk abzunehmen. Abnahme bedeutet die körperliche Hinnahme des Werkes und die Anerkennung der erbrachten Leistung als im wesentlichen vertragsgemäß. Soweit eine körperliche Hinnahme nicht in Betracht kommt, reicht die Billigungserklärung. Die Abnahme muß der Bauherr oder sein Vertreter vornehmen. An die Abnahme knüpft der BGB-Gesetzgeber eine Reihe von Rechtswirkungen: Die Abnahme läßt regelmäßig die Vergütung fällig werden (§ 641 BGB ) und die Verjährungsfristen (§ 638 BGB) beginnen . Gewährleistungsansprüche (§§ 633, 634, 635 BGB ) treten an die Stelle des ursprünglichen Erfüllungsanspruches. Bei zufälliger Vernichtung oder Beschädigung des Werkes muß der Besteller dennoch die Vergütung zahlen (§ 644 BGB, Ausnahme § 645 BGB). Kündigungsrechte entfallen. Vertragsstrafen sind nur noch möglich, wenn Sie sich diese bei Abnahme vorbehalten haben (§ 341 BGB). Bei nicht vertragsgemäßer Herstellung des Werkes, kann die Abnahme nach § 320 BGB verweigert werden. Der Besteller kommt bei unberechtigter Abnahmeverweigerung in Gläubigerverzug, unter den Voraussetzungen der §§ 283 ff. BGB zugleich in Schuldnerverzug und macht sich u.U. schadenersatzpflichtig. Bevor Sie die Abnahme eines Werkes wegen eventueller Mängel unberechtigt verweigern, empfiehlt sich daher die Einholung von Rechtsrat. Besonderheiten für den VOB-Vertrag: Der Unternehmer kann nach Fertigstellung Abnahme verlangen, § 12 Nr.1 + 2 VOB/B. Die Abnahmefrist beträgt dann 12 Werktage.

Abnahmefälligkeit:

Die Abnahmefälligkeit gibt an, zu welchem Zeitpunkt der Bauherr vom Unternehmer die Abnahme des vertragsgemäß hergestellten Werks verlangen kann. Gemäß § 640 Abs. 1 BGB ist die Abnahme des vertragsgemäßen Werks beim Bauvertrag eine Hauptpflicht des Bestellers. Abnahme bedeutet die körperliche Hinnahme des Werks verbunden mit der Anerkennung der erbrachten Leistung als im wesentlichen vertragsgemäß. Sofern die Vertragsparteien nichts anderes vereinbart haben, hat beim BGB-Bauvertrag die Abnahme grundsätzlich zu erfolgen, sobald das Werk vertragsgemäß hergestellt wurde und der Unternehmer den Besteller zur Abnahme aufgefordert hat, §§ 640, 271 Abs. 1 BGB. Beim VOB-Bauvertrag kann der Unternehmer nach Fertigstellung vom Auftraggeber Abnahme verlangen, §§ 12 Nr. 1 und 2 VOB/B. Die Abnahmefrist beträgt dann 12 Werktage, sofern keine andere Frist vereinbart wird. Kommt der Auftraggeber der Aufforderung des Auftragnehmers zur Abnahme innerhalb der in § 12 Nr. 1 VOB/B festgelegten Frist von 12 Werktagen oder der sonst zwischen den Vertragsparteien vereinbarten Frist nicht nach, gerät der Auftraggeber - auch ohne Verschulden - in Annahmeverzug (Gläubigerverzug). Infolge dieses Verzugs geht die Gefahr einer zufälligen Beschädigung oder Zerstörung des Bauwerks auf den Auftraggeber über, § 644 Abs. 1 S. 2 BGB . Weiterhin haftetet der Auftragnehmer von diesem Zeitpunkt ab nur noch für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, § 300 BGB . Unter den Voraussetzungen der §§ 283 ff. BGB gerät der unberechtigt nichtabnehmende Auftraggeber zugleich in Schuldnerverzug und macht sich u.U. schadensersatzpflichtig.

Abnahmeverweigerung:

Gemäß § 12 Nr. 3 VOB/B kann (muß also nicht) der Auftraggeber / Bauherr die Abnahme verweigern, solange wesentliche Mängel der vertraglich geschuldeten Bauleistung vorliegen, die beseitigt werden müssen. Unwesentliche Mängel berechtigen beim VOB-Vertrag nicht zur Abnahmeverweigerung. Anders ist dies beim BGB-Werkvertragsrecht. Hier berechtigt jeder Mangel zur Abnahmeverweigerung, Grenze § 242 BGB. Ein wesentlicher Mangel liegt vor, wenn die Bauleistung im Einzelfall die vertraglich zugesicherten Eigenschaften nicht hat, nicht den anerkannten Regeln der Technik (Bautechnik) entspricht oder sonst mit beachtlichen Fehlern behaftet ist, der den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach den Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder wesentlich mindern. Die Abnahmeverweigerung ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung , die der Auftraggeber gegenüber dem Unternehmer oder seinem Vertreter abgeben muß. Aus Beweisgründen sollten Sie die Abnahmeverweigerung schriftlich gegen Empfangsbekenntnis aussprechen. Bei berechtigter Abnahmeverweigerung treten die Abnahmewirkungen nicht ein. Dann scheidet auch eine fiktive Abnahme nach § 12 Nr. 5 VOB/B aus. Der Besteller ist nach § 320 BGB berechtigt, die Zahlung der Vergütung zu verweigern , ohne in Verzug zu geraten. Erfolgt eine Abnahmeverweigerung unberechtigt, gerät der Auftraggeber - auch ohne Verschulden - in Annahmeverzug/Gläubigerverzug. Dann geht die Gefahr des zufälligen Untergang des Bauwerkes auf den Auftraggeber über, § 644 Abs. 1 BGB. Gemäß § 300 Abs. 1 BGB haftet der Auftraggeber nur noch für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Der Unternehmer kann Ersatz seiner Mehraufwendungen für die Erhaltung des Bauwerkes verlangen, § 304 BGB. Bei schuldhafter unberechtigter Abnahmeverweigerung kann der Bauherr nach Mahnung zudem in Schuldnerverzug geraten, da die Abnahme eine Hauptpflicht des Bestellers ist. In diesem Fall muß der Bauherr dem Unternehmer zudem den Verzugsschaden ersetzen. Der Unternehmer kann nach § 326 BGB vorgehen.

Abrasivität:

Eigenschaft eines Werkstoffes, die Werkzeugschneiden zu verschleißen.

Abrichten:

Spanendes Bearbeitungsverfahren zum Herstellen ebener Flächen oder rechtwinkliger Schmalflächen(Kanten) durch Hobeln (manuell) oder Fräsen (masschinell) als Bezugsflächen für weitere Bearbeitungsgänge.

Abrichtmaschine:

Holzbearbeitungsmaschine zum Herstellen ebener Flächen, insbesondere bei verzogenem und winschiefen Hölzern.

Abrichtwerkzeuge:

Zur Aufrechterhaltung und Erneuerung der Schneidfähigkeit von Schleifscheiben, sowie zur Wiederherstellen des ursprünglichen Schleifscheibenprofils geeigneter Werkzeuge.

Abriebfestigkeit:

DIN- und EURO-Normen legen Gruppen von 1 bis 5 für sehr leichte bis sehr starke Beanspruchung fest.

Abriebprüfung:

Abriebprüfung beschichteter Oberflächen: Werkstoffe aus Holz werden in der Regel durch besondere Behandlung geschützt, mit besonderen Effekten versehen oder mit Schichten aus anderen Werkstoffen belegt. Äußere Einwirkungen während des Gebrauchs verursachen einen Verschleiß der Oberflächenbeschichtungen. Gemessen wird der Abrieb nach 100 Umdrehungen in g oder die Anzahl der Umdrehungen bis zum Durchschliefen.

Absatzaushöhlmaschine:

Horizontal arbeitende Spezialfräsmaschine für die Fertigung von Holzabsätzen. Mit Formmessern verschidener Profillierung wird die zur Befestigung am Schuh bestimmte obere Fläche des Absatzes ausgehöhlt. Die Lage des Werkstückes zum Werkzeug wird in spezieller Aufnahmeeinrichtung mit Anschlägen gesichert. Das zweite Wellenende der Maschine ist mit einer Kreissäge bestückt, mit der in einer Spanneinrichtung die Lauffläche des Absatzes geschnitten wird.

Absatzfrontfräsmaschine:

Vertikal arbeitende Spezialmaschine für die Fertigung von Holzabsätzen zur Bearbeitung der senkrechten, der Sohle des Schuhes zugekehrten Fläche des Absatzes. Die Maschinen sind Dopppelfräsen gebaut und mit Spanneinrichtungen für ein oder zwei Absatzformen bestückt.

Absauganlage:

Rohrleitungssystem mit Ventilator und Abscheider für das Absaugen von Staub und Spänen an Bearbeitungsmaschinen und zur Förderung dieser Abfälle in Sammelbunker. Von den einzelnen Bearbeitungsmaschinen führen Zweigleitungen mit schräger Einmündung zur Hauptleitung, deren Querschnitt mindestens so groß sein muß wie die Summe aller Querschnitte der Zweigleitungen.

Absaugkanal:

Bei Elektrowerkzeugen mit Absaugmöglichkeit ist ein separater Kanal im Gehäuse integriert. Durch diesen werden der Staub oder die Späne in den Staubsack befördert.

Absaugschlauch:

Elektrowerkzeuge mit Absaugmöglichkeit können über einen Absaugschlauch mit einem Absauggerät (siehe auch: Allessauger) verbunden werden. Absaugschläuche sind in den Durchmessern 28 mm, 35 mm und 58 mm erhältlich. Dadurch wird ein nahezu staubfreies Arbeiten ermöglicht.

Abschilfern:

Abblätern von Materialoberflächen.

Abschlagszahlung:

Eine Abschlagszahlung ist eine vorläufige Vergütung der vom Auftragnehmer erbrachten Leistungen. Der Anspruch des Auftragnehmers auf Abschlagszahlungen bedarf beim BGB-Bauvertrag einer ausdrücklichen vertraglichen Vereinbarung. Im Bereich des VOB-Bauvertrags ergibt sich der Anspruch des Auftragnehmers auf Abschlagszahlungen aus § 16 Nr. 1 VOB/B. Abschlagszahlungen setzen zunächst eine entsprechende und nachgewiesene vertragsgemäße Leistung des Auftragnehmers voraus (§ 16 Nr. 1 Abs. 1 S. 1 VOB/B ). Der Auftragnehmer muß also die vergütet verlangten Teile der vertraglich vereinbarten Leistung bereits erbracht haben. Vertragsgemäß ist die Leistungserbringung nur, wenn die nicht mangelhaft ist, andernfalls kann der Bauherr einen angemessenen Teil bis zur Mängelbeseitigung zurückbehalten (§ 320 BGB ). Abschlagszahlungen sind in Höhe des Wertes der erbrachten Leistungen zu entrichten. Der Auftragnehmer muß Abschlagszahlungen beantragen, d.h. beim Auftraggeber anfordern. Nach § 16 Nr. 1 Abs. 1 S. 3 VOB/B kann der Auftragnehmer grundsätzlich auch Abschlagszahlungen für eigens angefertigte und bereitgestellte Bauteile sowie die auf der Baustelle angelieferten, aber noch nicht eingebauten Baustoffe und Bauteile beanspruchen. In diesem Fall muß dem Auftraggeber / Bauherren aber zusätzlich zu den o.g. Voraussetzungen nach seiner Wahl entweder das Eigentum an den betreffenden Baustoffen und Teilen übertragen werden oder hinsichtlich der geforderten Abschlagszahlung eine entsprechende Sicherheit (näher § 17 VOB/B) gegeben werden. Die Fälligkeit ergibt sich aus § 16 Nr. 1 Abs. 3 VOB/B

Absoluter Luftfeuchtegehalt:

Die Masse des Wasserdampfes pro Volumeneinheit der Luft, in g/mł (siehe auch Relative Luftfeuchte).

Absorbtion:

Die Aufnahme von freiem Wasser durch die Zellhohlräume (siehe auch Relative Luftfeuchte).

Absorbtion:

Die Aufnahme von freiem Wasser durch die Zellhohlräume

Absperrfurniere:

Bei Sperrholz mit mehr als drei Lagen die Furniere unmittelbar unter den Deckfurnieren;ihre Faserrichtung verläuft rechtwinklig zu derjenigen der Deckfurniere.

Abstandsfläche:

Abstandsflächen sind die Flächen vor den Außenwänden bis zur Grundstücksgrenze oder zur Straße, die von Bebauung freizuhalten sind. Ihre Größe richtet sich nach der Länge und Höhe der Wand sowie nach der Art des Baugebietes. Sie dienen in erster Linie dem Brandschutz, der Lüftung und Beleuchtung durch Tageslicht, dem Schutz der Nachbarn vor Belästigungen. Garagen und Nebengebäude bis zu einer bestimmten Größe brauchen keine Abstandsfläche. Vorbauten (z.B. Erker) dürfen in die Abstandsfläche hinein ragen. Einzelne Bundesländer haben spezielle Länderregelungen zu Abstandsflächen getroffen

Abziehpolitur:

Eine Verdünnungsmischung, die zum Ablösen eines bereits aufgetragenen Oberflächenmittels verwendet wird.

Adapterstange:

Adapter=Anpassungsstück Die Adapterstange bezeichnet hier eine an die Aufgabe angepaste Verlängerung für den Schaltergriff vorn am Drehbankbett.

Adern:

Als Adern bezeichnet man schmale, dünne Furnierstreifen, welche als Begrenzung größerer Furnierflächen eingelegt werden. Adern sind sowohl mit quadratischen als auch mit flachen Querschnitten erhältlich.

Adhäsion:

Bindekräfte zwischen den Fügeteilen und der Klebstoffschicht

Adsobtion:

Die Aufnahme von gebundenem Wasser durch die Zellwand aus der Umgebungsluft (siehe auch Desorption)

Adsobtion:

Die Aufnahme von gebundenem Wasser durch die Zellwand aus der Umgebungsluft

Aerobe Klebstoffe:

Klebstoffe, welche durch Lufteinwirkung aushärten

Agallocheholz:

(Adlerholz, Paradiesholz, Aloeholz, frz. Bois aigle, engl. Satin wood). Diesen Namen führen drei verschiedene Holzarten, die jedoch in unserem Handel fast nicht mehr vorkommen. Alle drei zeichnen sich durch einen starken, aber verschiedenen Geruch aus, weshalb man sie in Ostindien als Räuchermittel benutzt. Die eine Sorte ist dicht, sehr schwer und von rötlichbrauner Farbe, stammt von Excoecaria Agallocha und wird auch Colambacholz genannt. Eine zweite Sorte, von Aquilaria Agallocha, ist dunkelbraun und bitter, und die dritte, die Aquila brava der Portugiesen, von Aquilaria malaccensis aus Sumatra und der Halbinsel Malakka, besitzt eine schmutzig gelbe bis grünliche Farbe.

Ahorn:

siehe Feldahorn, Bergahorn und Spitzahorn

Ahornholz:

(frz. Erable, engl. Maple). Das Holz der verschiedenen Arten von Ahornbäumen (Acer) wird zu feinen Tischler- und Drechslerarbeiten verwandt, teils geschnitzt, teils zu Furnieren.

Ailanthholz:

(Anghikaholz), das Holz des Götterbaums (Ailanthos glandulosa), der in Ostindien heimisch, in Deutschland akklimatisiert ist und die seidenliefernde Raupe des Ailanthusspinners beherbergt, ist sehr hart, von rötlicher, mit breiten, goldgelben, dunkelroten und grünlichen Adern durchzogener Farbe und sehr politurfähig und kommt in 0,5 - 1 m langen, etwa 20 cm dicken Bohlen in den Handel.

Akazienholz:

(Acacienholz, Robinienholz, frz. Bois d'acacie, engl. Acacia wood). Das Holz der in Nordamerika heimischen, bei uns jetzt überall verbreiteten Robinia Pseudacacia ist von gelblicher Farbe, feinkörnig, biegsam, zäh und fest, läßt sich gut polieren und leicht färben und widersteht der Fäulnis und dem Wurmfraße sehr gut. Unter Wasser hält es sich von allen Holzarten am besten. In Europa benutzt man es zu Tischler- und Drechslerarbeiten sowie namentlich zu Radspeichen, Radkämmen, Weinpfählen und Hammerstielen, in Amerika auch zum Schiffsbau sowie vor allem zu Schiffsnägeln (bis 75 cm).

Akklimatisierung:

Holz lebt und arbeitet. Damit Dielen nach der Verlegung nicht "schüsseln" und sich verziehen, müssen die Böden akklimatisiert werden. Dazu legen Sie die Pakete in den Raum, in dem der Boden verlegt werden soll. Lassen Sie die Pakete in ihrer Originalverpackung mindesten 24 Stunden in diesem Raum. Dann können Sie mit der Verlegung beginnen.

Alabaasterer:

Handwerkliche Sonderqualifikation. Alabasterdreher, Steindreher, wie sie heute noch in größerer Zahl wegen der guten Vorkommen in der Toskana, besonders in Volterra, anzutreffen sind.

Alerceholz:

ist das Holz einer in Chile wachsenden Konifere (Fitzroya patagonica), deren Stämme oft eine sehr bedeutende Dicke erreichen und wegen der schlechten Transportverhältnisse gewöhnlich im Walde selbst zerschnitten werden. Das meist ohne den weißen, dünnen Splint in den Handel kommende rote Kernholz ist sehr dauerhaft, zieht und wirft sich nicht und läßt sich leicht spalten. Ausfuhrhafen für Alercebretter ist Puerto Mont, von wo sie nach Coquimbo, Valparaiso und Peru gelangen. In Chile wird auch das Harz dieses Baumes (Alerceharz) zur Bereitung von Lacken benutzt.

Alerze:

Holz fleischrot bis rötlich. Die Jahrringe sind oft wellig, sehr eng, deutlich. Im Radialschnitt glänzend und durch Markstrahlen quergestreifig. Sehr geschätztes Möbelholz.

Aliformes Parenchym:

Bestimmte Anordnung der Längsparenchymzellen auf dem Hirnschnitt, und zwar augenförmig um die Poren orientiert mit seitlichen flügelartigen Ausdehnungen.

Allerheiligenholz:

ist die in manchen Gegenden gebräuchliche Bezeichnung für Bahiarotholz.

Altbestände:

Waldbestände werden nach ihrem Entwicklungsstand in natürliche Altersstufen eingeteilt. Man unterscheidet beispielsweise Kultur, Jungwuchs, Dickung, Stangenholz, Baumholz und Altbestände. Letztere haben den für die Holzverwendung angestrebten Zieldurchmesser erreicht.

Alter, natürlich:

Tatsächliches Alter

Alter, wirtschaftlich:

Wird über die Höhe der Bäume berechnet, die infolge von äußeren Einwirkungen (Frost, Wild, Lage, Wasserversorgung, Konkurrenzdruck, etc.) erreicht wurde, obwohl der Bestand aufgrund seines Alters wesentlich höher sein müsste.

Altersklassenwald:

Im Altersklassenwald stehen die verschieden alten Bäume nicht innig gemischt auf einer Fläche, sondern räumlich voneinander getrennt in etwa gleich alten Waldbeständen. Entstanden ist diese Form der Waldbewirtschaftung in erster Linie aus der Notwendigkeit einer nachhaltigen Planung der Holznutzungen. Diese waren im innig gemischten Plenterwald seinerzeit nicht exakt festlegbar, im Altersklassenwald gab es schon sehr früh erste Ansätze einer nachhaltigen Holznutzung. Durch den Anbau der Nadelhölzer nach starken Waldverwüstungen seit Beginn des 19. Jahrhunderts auch auf labilen, sturmwurfgefährdeten Standorten bekam der Altersklassenwald eine entscheidende Bedeutung.

Alterung:

Die Alterung von Holz ist eine Folge sämtlicher physikalischer und chemischer Vorgänge; sie ist einerseits die Folge der Veränderbarkeit der Holzsubstanz selbst und andererseits die Wirkung äußerer Einflüsse.

Altlasten:

sind umweltgefährdende Stoffe auf oder unter Grundstücken, wie beispielsweise Chemieablagerungen oder Mülldeponien. In Bauleitplänen besteht Kennzeichnungspflicht, wenn Gefährdungen durch Altlasten zu befürchten sind.

Altpapierdämmstoffe:

Wärmedämmflocken (zum Einblasen in Hohlräume) oder -platten aus zerfasertem Altpapier, geeignet für Dächer, Wände und Decken, diffusionsfähig, normal entflammbar, beständig gegen Schimmel und Ungeziefer, Wärmeleitfähigkeit ca. 0,045 W/(m K).

Amarant:

Holz rötlichviolett (etwa wie unreife Pflaumen), später violettbraun Zerstreuporig.Hirn-, Querschnitt mit helllen Pünktchen, die mitunter zu schrägen kurzen Bändern zusammenlaufen, hierin Gefäse, Markstrahlen sehr fein. Radialschnitt deutlich nadelrissig z.T. widerspänig. Wertvolles Luxusholz für Möbel und Vertäfelung.

Amarantholz:

(Purpurholz, Luftholz, Violettholz, lat. Lignum purpurinum, frz. Bois pourpre, engl. Purpled heart), das Holz einer südamerikanischen Zäsalpinee, Copaifera bracteata, besitzt einen dichten, schweren Kern von pfirsichblutroter bis tiefschwarzer Farbe, während der Splint heller ist. Man erkennt es leicht daran, daß es an siedendes Wasser keinen Farbstoff abgibt, zum Unterschiede von Blauholz, und mit Salmiakgeist befeuchtet schmutzig grün wird. Das. A. findet in der feinen Kunsttischlerei Verwendung.

Amesthyst:

(griech.)Violette Varietät der Quarzes(SiO2), \"Drusen\" Vorkommen: Brasilien, Uruguay, früher auch in Idar-Oberstein.

Aminoplaste:

Sammelbezeichnung für Polykondensationprodukte von Aldehyden, z.B. Formaldehyd und z.B. Harnstoff oder Melamin.

Anaerobe Klebstoffe:

Klebstoffe, welche unter Luftabschluss durch katalytische Wirkung (eines Metalls) aushärten

Anakuhuiteholz:

(lat. Lignum anacuhuitae, frz. Bois de Anacuite, engl. Anacuite wood), ein sehr bald wieder der Vergessenheit anheimgefallener Artikel des Drogenhandels, das Stammholz eines mexikanischen Baumes, der Cordia Boissieri, sollte gegen Lungenschwindsucht helfen.

Anblattung:

Holzteile mit einem Blatt verbinden

Anbolzung:

Hölzer mittels Gewindestab oder Passbolzen verbinden

Andreaskreuz:

Aussteifung, diagonal kreuzende Hölzer

Anfangshaftung:

Abbindezustand innerhalb einer Zeitspanne, nach derer die Fixierungen von der Klebestelle entfernt werden können, die endgültige Belastung der Klebestelle aber noch nicht erfolgen darf

Angel:

(Werkzeugangel)zu flach konischem Verlauf spitz ausgeschmiedetes Ende eines Werkzeuges, das jeweils in das Heft geschlagen wird.

Angiospermen:

Gehören zu der Pflanzengruppe, deren Samen von einer vollkommen geschlossenen Hülle umgeben sind (bedecktsamige Pflanzen); hierzu zählen neben den Monokotyledonen (Einkeimblätter, Z.B. alle Gräser) die Dikotyledonen (Zweikeimblätter), worunter wiederum alle Laubbäume fallen.

Angolaholz:

Was unter diesem Namen zuweilen aus Westafrika in den Handel kommt, ist nichts weiter als Camwood, s. Kamholz.

Anleimer:

Eine Leiste aus Massivholz, welche an die Kanten von Holz- oder Holzwerkstoffplatten geleimt wird um diese zu schützen und das Blindholz zu verdecken.

Anpressdruck:

Druck auf die Klebeverbindung bei Kontaktklebern, damit die Klebeverbindung zustande kommt

Anriß:

Anriß (Bleistiftlinie) zum Markieren einer Ausmessung

Anrührleim:

Wer frei von irgendwelchen Kunststoffen leimen möchte, greift am besten auf den altbewährten Anrührleim zurück. Er hat ebenfalls eine sehr hohe Bindekraft, braucht aber länger zum Trocknen. Sie müssen ihn immer in der genau benötigten Menge anrühren. Bereits angerührter, nicht benötigter Anrührleim härtet aus und wird unbrauchbar.

Anschlussstütze:

Anschlussstützen werden zusätzlich zum Standardstützenraster für anzuschließende Wände eingebaut.

Anstrichbläue:

Blaßblaue bis schwarze Verfärbung des Splintholzes der Nadelbäume, hervorgerufen von einer Gruppe holzbewohnender Pilze (Ascomycetes oder Fungi imperfecti), die bereits (natürlich oder künstlich) getrocknetes, dann aber erneut durchfeuchtetes Holz (z.B. Fenster) befallen

Apfelbaum:

Zerstreutporig. Splint rötlichweiß, Kern rotbraun mit dunkelerem Spätholz, wodurch er unruhiger wirt als der Kern der Birne. Mit Markflecken durchsetzt. Gefäße und Markstrahlen nicht zu erkennen. Holz ziemlich matt. Weniger begehrt als Birne; Tischler-, Drechseler- und Schnitzholz.

Apfelbaumholz:

Das sehr harte, hellbraune Holz nimmt eine schöne Politur an und wird zur Herstellung von Möbeln und kleineren Gegenständen, wie Hobelgestellen, Werkzeuggriffen usw. verwendet.

Arbeiten:

Volumenänerung des Holzes bei Aufnahme oder abgabe von Feuchtigkeit (siehe Quellung, Schwindung) und der daraus resultierenden Neigung zu inneren Spannungen.

Arbeiten des Holzes:

Holz verändert seinen Zustand, es verzieht sich, kann reißen, schwinden oder quellen. Das müssen Sie bei der Verarbeitung unbedingt berücksichtigen.

Artillerieholz:

nennt man die zur Herstellung der Holzteile an Feldkanonen geeigneten rohen Holzarten. Für Felgen, Speichen und Naben der Kanonenräder benutzt man das gewöhnliche Stellmacherholz, namentlich von Buchen, Hainbuchen, Eschen, Ulmen, Eichen und Ahorn. Das Lafettenholz wird am besten aus Ulmenholz, womöglich von Ulmus suberosa, geschnitten. Wegen der Seltenheit dieses Holzes werden auch astfreie Eichen und starke Rotbuchen verarbeitet.

Arvenholz:

(Zirbelkiefernholz, Zirbelföhrenholz), das Holz der Arve, Pinus cembra, ist grob und wenig glänzend, aber dauerhaft. Man erhält es aus den Alpen und verwendet es zu Resonanzböden.

Assacu:

Kein Kern. Holz gelbbraun bis hell olivgrau. Zuwachszone in unregelmäßigen Abständen. Sehr schlicht. Gefäße wenig, groß, mit hellem Inhalt.Nadelrissen grob. Holz zum Teil widerspänig. Für einfache billige Tischlerarbeiten, wenig geignet für Bauzwecke im Freien. Geeignet für Sperrholzplatten (wie Pappel). Kisten- und Spankorbholz.

Ast:

Eine Seitenachse der Baumachse (Stamm) des Baumes. Äste tragen als feinere Auszweigungen die Zweige, deren jüngste Triebe genannt werden. Äste und Zweige zusammen bilden die Baumkrone. Äste sind die wichtigsten Merkmale der Gütesortierung von Rund- und Schnittholz. Bei Schnittholz sind Äste die vom weiterwachsenden Holzgewebe eingeschlossenen Teile ehemaliger Äste (siehe auch Durchfallast, Schwarzast, Verwachsener Ast, Flügelast, Punktast, Astquirl).

Astquirl:

Etwa in gleicher Höhe am Stamm gebildete Äste, die im Querschnitt sternförmig erscheinen; nur bei Nadelhölzern.

Auenwälder:

Wälder, die im Bereich der Grundwasserschwankungen/Überflutung eines Flusses oder Baches liegen. Bei Überschwemmungen speichern sie Wasser und geben es in Trockenzeiten gleichmäßig wieder ab.

Auflassung:

Gemäß § 873 Abs. 1 BGB bedarf es zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück der Einigung der Beteiligten über den Übergang des Eigentums und der Eintragung der Rechtsänderung im Grundbuch, kurz: Einigung und Eintragung. Das Gesetz bezeichnet die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück erforderliche Einigung zwischen Veräußerer und Erwerber nach § 925 Abs. 1 BGB mit einem besonderen Namen: Auflassung. Die Auflassung ist bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile in der Regel vor dem Notar zu erklären. Stellvertretung ist zulässig. Zwar genügt allein zur Auflassung die mündliche Erklärung. Damit aber die Voraussetzungen für die spätere Eintragung im Grundbuch ( 29 GBO) vorliegen, erfolgt die Auflassung regelmäßig zusammen mit dem Grundstückskaufvertrag und wird notariell beurkundet. Die Auflassung kann nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung / Befristung geschlossen werden. Die Auflassung allein bewirkt noch nicht dem Eigentumsübergang am Grundstück, hinzukommen muß noch die Eintragung im Grundbuch.

Aufliegende Dachrinne:

Aufliegende Dachrinnen sind Aufdachrinnen, auch Liegerinnen genannt, und Sonderformen. Die aufliegende Dachrinne verläuft, um das nötige Gefälle zu erreichen, im Gegensatz zur vorgehängten Dachrinne, auf der Dachfläche schräg oberhalb der Traufe. Sie ist in Abhängigkeit von der Dachneigung mit ausreichendem Gefälle zu verlegen

Aufmaß:

Ist die genaue Ermittlung der Öffnungs- und Anschlagmaße. Türhöhe x Türbreite x Mauerstärke.

Aufmaß:

Hierbei handelt es sich um die für die Rechnungsaufstellung und Rechnungsprüfung notwendigen Feststellungen der wirklich geleisteten Vordersätze nach Zahl, Maß und Gewicht durch den Auftragnehmer. Das Aufmaß ist ein tatsächlicher Vorgang, welcher zeitlich vor der Rechnungsaufstellung erfolgt und dessen Vorbereitung dient. Die Feststellung, ob die erbrachte Leistung vertragsgerecht und mangelfrei ist, gehört nicht zum Aufmaß, sondern ist eine Angelegenheit der Abnahme. Grundsätzlich kommt ein Aufmaß nur beim Einheitspreisvertrag, nicht beim Pauschalpreisvertrag in Betracht. Rechtsgrundlage ist § 14 Nr. 2 VOB/B . Das Aufmaß ist entsprechend dem Fortgang der Leistung möglichst gemeinsam aufzustellen. Der Auftraggeber muß Gelegenheit haben, am Aufmaß teilzunehmen und ist daher binnen angemessener Frist von dem vorgesehenen Aufmaßtermin zu benachrichtigen. Dem Auftraggeber wird es hierdurch ermöglicht, den Rechnungsinhalt am Objekt selbst zu überprüfen. Die gemeinsame Erstellung dient der Klärung von Zweifelsfragen und Vermeidung von Streitigkeiten. Die ordnungsgemäße Aufstellung eines Aufmaßes ist beim Einheitspreisvertrag eine Voraussetzung für die Fälligkeit der Schlußvergütung und den Eintritt der Zahlungspflicht des Auftraggebers. Die gilt auch für den BGB-Bauvertrag, § 641 BGB. Zwar besteht grundsätzlich keine rechtliche Verpflichtung zum gemeinsamen Handeln; die Verweigerung der Mitwirkung kann aber zu einer Unterbrechung oder Behinderung der Leistung führen. Wird das Aufmaß gemeinschaftlich genommen und dann im beiderseitigen Einverständnis der Abrechnung zugrundegelegt, so ist diese Aufmaßerstellung für beide Vertragsparteien bezüglich der festgestellten Maße bindend.

Aufsattelung:

Auf ein Flachdach ein Steildach aufbauen

Aufschiebling:

Pfostenaufsatz am Sparrenfuß, Dachknick im Traufbereich, bei einfacher Ausführung mittels Dachlatte etc. seitlich an Sparren genagelt

Aufschlagen:

Aufrichten des Daches oder einer Holzkonstruktion

Aufsparrendämmung:

geeignet für den Neubau und Verbesserung der Wärmedämmung im Gebäudebestand, wenn Deckung und Lattung erneuert werden. Die Dämmschicht wird direkt auf den Sparren oder einer Holzschalung verlegt und mittels Konterlattung (parallel zu den Sparren) befestigt. Quer zu den Konterlatten werden die Dachlatten als Unterkonstruktion für die Dachdeckung aufgebracht. Es ist zudem möglich, großformatige Dämmelemente in verschiedenen Dämmstoffdicken aus Hartschaum-Dämmkern und oberer/unterer Holzwerkstoffplatte direkt auf den Sparren zu verlegen zur Aufnahme von Dachziegel-, Dachstein-, Schiefer- und anderen Dachplattendeckungen.

Aufsteckhülsen:

Dort, wo die Türen an der Zarge befestigt sind, sind Bänder (Kloben) zu erkennen. Diese können, da häufig nur einfach vernickelt, mit verschiedenen Zierhülsen (Aufsteckhülsen schlicht oder mit Zierkopf, z.B. in Messing matt oder Messing poliert) verschönert werden.

Auftrag:

Beschichtung der Klebefläche mit dem Klebstoff

Auftrennen:

Als 'Auftrennen' bezeichnet man den Vorgang des Aufsägens eines Brettes parallel zur Holzfaser.

Augung:

Speziell bei Volgeaugenahorn die Bezeichnung der augenförmigen Zeichnung des Furniers.

Aus dem Herz Schälen:

Furniertechnik -> Schältechnik. Im Gegensatz zum Riftschälen kann der Block beispielsweise auch gedrittelt und der Schälvorgang von innen heraus, also "aus dem Herz", begonnen werden. So erzielt man nicht nur breitere Furniere mit besonders hohem Anteil an blumiger Zeichnung sondern auch eine besonders hohe Ausnutzung.

Ausbau:

Ausbau eines Gebäudes ist das Schaffen von Wohnraum durch Ausbau des Dach- oder Kellergeschosses oder durch eine unter wesentlichem Bauaufwand durchgeführte Umwandlung von Räumen, die nach ihrer baulichen Anlage und Ausstattung bisher anderen als Wohnzwecken dienen. Dazu gehört auch der unter wesentlichem Bauaufwand durchgeführte Umbau von Wohnräumen, die infolge Änderung der Wohngewohnheiten nicht mehr für Wohnzwecke geeignet sind. • Die Erweiterung eines bestehenden Gebäudes ist das Schaffen von Wohnraum durch Aufstockung des Gebäudes oder durch Anbau an das Gebäude.

Ausbaustufen:

Die erste Ausbaustufe bezeichnet das aufgestellte Ständerwerk mit einseitiger Beplankung. Der Bauherr kann dann die Dämmung selbst einlegen und die zweite Beplankung aufbringen. Ist dieseine tragende Beplankung, muss auf eine sorgfältige Ausführung seitens des Bauherren geachtet werden. Die zweite Ausbaustufe bezeichnet das fertiggestellte Bauwerk, an dem der Bauherr im Innenausbau noch Gipskartonplatten und das Finish aufbringen muss.

Ausbleichen:

Verblassen der natürlichen Färbung beim trockenen Kernholz durch starke Belichtung. Hierbei kann es auch zu einer Farbänderung kommen.

Ausbleichen:

Verblassen der natürlichen Färbung beim trockenen Kernholz durch starke Belichtung. Hierbei kann es auch zu einer Farbänderung kommen

Ausfachung:

Ausfüllen eines Gefaches mit Holz, Lehm, Stein

Aushärtezeit:

Zeitspanne, welche ein Reaktionsklebstoff benötigt, um zu einer vollständig ausgehärteten Kunststoffschicht zu polymerisieren. Die Aushärtezeit beginnt bei Einkomponentklebern mit dem Auftragen des Klebers auf die Klebefläche, bei Zwei- oder Mehrkomponentenklebern mit dem Mischen der Komponenten

Auskehlen:

rinnenförmig aushöhlen, "Gegenteil" der Abgratung

Ausklinken:

Rechtwinkliger Eckausschnitt, ähnlich wie Absetzen, jedoch nicht als Stufe in der Werkstückfläche, sondern als Ausschnitt in der Werkstückkante.

Ausklinkung:

Ausstemmen, Aussägen, um ein anderes Holz einzulassen

Ausreißen:

Wenn beim Bohren, Fräsen oder Sägen das Werkstück durch unsachgemäße Handhabung des Werkzeugs beschädigt wird oder der Bohrer oder Fräser auf der Rückseite des Werkstücks austritt, reißt das Holz an dieser Stelle auf. Bei Sägen mit der Stichsäge kann ein sog. Splinterschutz das Ausreißen des Werkstückes an der Oberfläche verhindern.

Ausstechen:

Zum Ausstechen von [Holz] benötigen Sie einen [Stechbeitel] und einen [Schreinerklüpfel]. Das Werkstück sollte auf einer schwingungsfreien Unterlage sicher befestigt werden. Vor dem Stemmen zeichnen Sie mit einem [Bleistift] genau den auszustechenden Bereich an.

aussteifende Wände:

scheibenartige Bauteile zur Aussteifung des Gebäudes oder zur Knickaussteifung tragender Wände. Aussteifende Wände sind stets auch tragende Wände

Aussteifung:

Sicherung gegen Verschiebung (z. B. mit Kopfbändern)

Austauschhölzer:

Holzarten, die für einen oder auch mehrere Verwendungszwecke - nach Aussehen oder technischen Eigenschaften - statt schon bekannter Arten einsetzbar sind.

Austreiber:

Schraubenköpfe können auch versenkt werden. Hierfür müssen Sie das Loch mit einem Austreiber entweder manuell oder mit einem speziellen Aufsatz für die Bohrmaschine trichterförmig auf die Größe des jeweiligen Schraubenkopfes erweitern.

Austrocknungskapazität:

Die mögliche Verdunstungsmenge an Wasser eines Bauteils während der Verdunstungsperiode. Diese ist in der DIN 4108-3 definiert.

Außenbau:

Bereiche, in denen Bauteile den Witterungseinflüssen, wie Regen, Sonne u. a. ausgesetzt sind wie z.B. bei Fassaden (siehe auch: Witterungsfestigkeit).

AVA:

Abkürzung für "Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung". In Deutschland setzte die Diskussion um EDV im Bauwesen gegen Ende der 60er Jahre ein. Der Schwerpunkt wurde dabei auf die standardisierte Beschreibung von Bauleistungen gelegt, die im Bereich Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung (AVA) eingesetzt werden konnten. Ein "Gemeinsamer Ausschuß für Elektronik im Bauwesen" (GAEB), in dem Vertreter aus Bauindustrie, Verwaltung und Architektenschaft zusammen saßen, überprüfte die Anwendungsmöglichkeiten und brachte Anfang der 70er Jahre das Standardleistungsbuch (StLB) heraus.

B


Backenschmiege:

schräger Schifterschnitt am Gratsparren

Bakelit:

Preßmasse, hergestellt aus alkalisch kondensierten Phenol-Formaldehyd-Harzen(Resolen) mit Zusatz von organischen oder anorganischen Füllstoffen, insbesondere Holzmehl. Beständig gegen verdünnte Säuren sowie gegen Temperaturerhöhung bis etwa 130°C. Die Bakelit wurde 1907 von dem Belgischen Chemiker Baekeland erfunden und waren die ersten industriell erzeugten vollsynthetischen Poymere

Bakterien:

Bakterien befallen extrem feuchtes Holz. Bei Befall entsteht kein Festigkeitsverlust. Die Folge von Bakterienbefall ist eine fleckige Verfärbung des Holzes.

Balken:

Schnittholz, dessen größte Querseite indestens 20 cm beträgt (siehe auch Kantholz, Bohlen, Bretter).

Balken- und Stützenraster:

Das übliche Raster im Holzrahmenbau beträgt e = 62,5 cm. Auf dieses Raster sind auch die meisten der heute erhältlichen Plattenwerkstoffe abgestimmt.

Balkenkopfschutz:

Maßnahme zur Verhinderung von Fäulnis an den im Mauerwerk befindlichen Teilen vom Balken. Geeignet ist sowohl die Anwendung von Holzschutzmittel als auch von Sperrmaßnahmen zum Fernhalten von Feuchtigkeit

Balkenlage:

Mehrere in einem bestimmten Abstand voneinander horizontal verlegte Einzelbalken.

Balkenlage:

Gesamtheit der Deckenbalken Gebälk / Längs-, Querbalkenlage

Balkenstoß:

Verbindung von zwei Balken in Längsrichtung. Angwendet werden die im Holzbau üblichen Längsverbindungen, Stahllaschen oder Klammerverbindungen.

Balsam:

Sammelbezeichnung für harzige Substanzen in Form von Pflanzenexudaten oder -extrakten, die eine natürliche Mischung von Kolophonium und etherischen Ölen oder aber neben Harzen Benzoe- oder Zimtsäure enthalten.

Baluster:

Geländerstütze, meist bauchig Voluminös (Balustrade)

Bandparenchym:

Gruppenweise Anordnung von Längsparechym auf dem Hirnschnitt in Form von schmalen, tangential gerichteten, hellerfarbigen Linien (wie z.B. bei Eiche).

Bannwälder:

Wälder, die aufgrund der Forstgesetze der Länder unter besonderen Schutz gestellt werden. Verbot jeglicher forstlicher Nutzung.

Bast:

Über den Bast (Energieleiter) werden Nährstoffe in die einzelnen Baumteile transportiert.

Bau-Furniersperrholzplatten:

(Stabsperrholzplatten)Bau-Furniersperrholzplatten (BFU) nach DIN 68 705 bestehen aus mindestens drei kreuzweise aufeinandergeleimten in den Faserrichtungen jeweils um 90 Grad versetzten Holzlagen (Furnieren), sofern die Platte nur Aussteifungszwecken dient – sonst fünf Furnierlagen. Die außen liegenden Decklagen weisen einen gleichgerichteten Faserverlauf auf.

Bau-Tischlerplatten:

Bau-Tischlerplatten können analog zu Bau-Furnierholzplatten betrachtet werden. Sie bestehen jedoch aus beidseitigem Deckfurnier und einer Mittellage aus aneinandergeleimten Holzleisten oder Holzstäben.

Bauanfrage:

Die Bau(vor)anfrage dient der verbindlichen Klärung der rechtlichen Zulässigkeit eines beabsichtigten Bauvorhabens bezüglich ganz bestimmter, einzelner Fragen durch einen schriftlichen Bescheid, den sogenannten Vorbescheid. Die Bauvoranfrage ist keine unverbindliche Anfrage des Bauinteressenten. Mit der soganannten Bau(vor)anfrage erstrebt der Bauherr eine partielle, d.h. nur auf die Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit bestimmten Normen ausgerichtete Kontrolle des beabsichtigten Bauvorhabens durch die Baugenehmigungsbehörde. Der ergehende Vorbescheid gilt 2 Jahre. Die Geltungsdauer kann auf Antrag um ein Jahr verlängert werden, z.B. §§ 71 Abs. 2, 77 Abs. 2 BauO NW. Der Vorbescheid beantwortet vorweg einzelne Fragen, die sonst im Rahmen einer Baugenehmigung zu entscheiden sind. Er bedeutet insoweit eine verbindliche Festlegung der Bauaufsichtsbehörde . Diese ist innerhalb der Geltungsdauer des Vorbescheides an ihre Beurteilung bei einer späteren Entscheidung über einen Bauantrag gebunden. Die Voranfrage kommt immer dann in Betracht, wenn die Durchführung des gesamten Bauvorhabens von der Entscheidung zu einem bestimmten Problem abhängig ist. Die Voranfrage kann sich auf die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens (d.h. die Bebaubarkeit des Grundstückes) oder bestimmte bauordnungsrechtliche Fragen (Welche Abstandsflächen sind zu beachten?) beziehen. Der praktisch bedeutsamste Fall ist die Bauvoranfrage mit dem Ziel der Abklärung der Bebaubarkeit des Grundstücks. In diesem Fall ergeht eine sogenannte ""Bebauungsgenehmigung"", die die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Bauvorhabens verbindlich feststellt und somit einen Teil der späteren Baugenehmigung vorwegnimmt, allerdings noch nicht zum Bauen berechtigt. Zulässigkeit und Verfahren einer Bauvoranfrage ist für jedes Bundesland gesondert in den einzelnen Landesbauordnungen der Länder geregelt, für NRW: siehe § 66 BauO NW. Rechtlich ist der auf die Bauvoranfrage ergehende Bauvorbescheid ein Verwaltungsakt mit Drittwirkung , der auch von betroffenen Nachbarn mit Rechtsbehelfen (Widerspruch, Klage) angefochten werden kann. "

Bauantrag:

Soweit ein genehmigungspflichtiges Bauvorhaben vorliegt, wird das Genehmigungsverfahren durch den Bauantrag des Bauherrn eingeleitet. Dieser ist in NRW schriftlich bei der Bauaufsichtsbehörde ( 69 Abs. 1 BauO NW) einzureichen. Mit dem Bauantrag sind alle für die Beurteilung des Bauvorhabens und die Bearbeitung des Bauantrages erforderlichen Unterlagen, die sogenannten Bauvorlagen, einzureichen. Bauherr und Entwurfsverfasser haben den Bauantrag zu unterschreiben, vgl. § 69 Abs. 2 BauO NW. Mit ihrer Unterschrift übernehmen sie die Verantwortung für die Richtigkeit ihrer Angaben. Bauanträge können jederzeit wiederholt werden . Das genaue Verfahren, die zuständige Behörde und die beizufügenden Unterlagen variieren von Bundesland zu Bundesland. Nähere Auskünfte erteilt Ihnen das Bauverwaltungsamt Ihrer Gemeinde oder Ihres Kreises.

Bauelement:

Eine Vielzahl von größerformatigen Bauelementen erleichtern die Bauarbeiten: Fenster. und Türöffnungen werden mit Stürzen überdeckt – man unterscheidet nichttragende und tragende Stürze mit unterschiedlicher Belastbarkeit, flache und hohe Stürze. gedämmte und ungedämmte Stürze. Für Mauerbögen gibt es spezielle einbaufertige Bogenstürze. Auch Rollladenkästen werden in gedämmter und ungedämmter Ausführung angeboten. Vorgefertigte Treppenelemente ermöglichen dem Heimwerker inzwischen auch den Bau von Treppen, Schornsteinbausätze sogar den Bau von Schornsteinen. Aus Deckensteinen und Trägern können Sie selbst Massivdecken herstellen, außerdem können Sie Deckenfertigteile einsetzen, die zum Teil auch schon in verputztem Zustand erhältlich sind.

Baufeuchte:

Baufeuchte ist als Eigen- und/oder Einbaufeuchtigkeit von Baustoffen vorhanden

Baugenehmigung:

Die Baugenehmigung ist einem Bauantragsteller zu erteilen, wenn einem genehmigungspflichtigen Bauvorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen, vgl. § 75 Abs. 1 BauO NW. Es handelt sich hierbei um eine gebundene Erlaubnis: Liegen die Voraussetzungen vor, hat die Behörde die Baugenehmigung zu erteilen. Ein Ermessen steht der Behörde nicht zu . Der Bürger hat dann Anspruch auf Erteilung der Baugenehmigung. Die Baugenehmigung wird schriftlich erteilt, vgl. § 75 Abs. 1 BauO NW. Vor Zugang der Baugenehmigung darf mit den Bauausführungen nicht begonnen werden, § 75 Abs. 5 BauO NW. Mit der Baugenehmigung wird festgestellt, daß dem Bauvorhaben öffentlich-rechtliche Vorschriften, insbesondere Vorschriften des Bauplanungs- und Bauordnungsrechts, nicht entgegenstehen. Die Baugenehmigung ergeht jedoch unbeschadet der Rechte Dritter. Insbesondere kann ein Bauvorhaben trotz erteilter Baugenehmigung nach zivilrechtlichen Vorschriften unzulässig sein : Vorschriften des privaten Nachbarrechts oder vertragliche Bindungen sind zu beachten. Die Baugenehmigung hat nur begrenzte Gültigkeitsdauer . In NRW erlischt die Genehmigung, wenn nicht innerhalb von 2 Jahren nach ihrer Erteilung mit der Ausführung des Bauvorhabens begonnen wird. Das gleiche gilt, wenn die Bauausführungen ein Jahr unterbrochen werden. Die Frist kann auf schriftlichen Antrag bis zu einem Jahr verlängert werden, vgl. § 77 BauO NW. In den letzten Jahren wurden die Bauordnungen vieler Bundesländer mit dem Ziel der Beschleunigung und Vereinfachung von Bauvorhaben reformiert. So ist beispielsweise die Bauordnung des Landes NRW zum 01. Januar 1996 wesentlich überarbeitet worden. Die in § 65 BauO NRW genannten Anlagen und Einrichtungen sind von einem präventiven bauaufsichtlichen Verfahren völlig befreit (generelle Freistellung). Die in § 67 genannten Wohngebäude geringer und mittlerer Höhe sind in den dort genannten Fällen von der Genehmigungspflicht freigestellt, sofern nicht die Gemeinde ein Genehmigungsverfahren anordnet (genehmigungsfreie Wohngebäude, Stellplätze und Garagen). Vorhaben nach § 68 BauO NW unterliegen einem vereinfachten Genehmigungsverfahren. Sonstige, nicht unter §§ 64 bis 80 BauO NW fallende Bauvorhaben bedürfen weiterhin einer vollen präventiven bauaufsichtlichen Prüfung im normalen Baugenehmigungsverfahren. Zu beachten ist, daß diese Beschleunigungsgesetze vielfach für Wohngebäude geringer und mittlerer Höhe im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplans anstelle der Pflicht zur Einholung einer Baugenehmigung nunmehr die Durchführung eines vorherigen Anzeigeverfahrens bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde vorsehen. Widerspricht die nach Landesrecht zuständige Behörde dem anzeigepflichtigen Bauvorhaben dann nicht innerhalb einer bestimmten Frist (z.B. für NRW innerhalb eines Monats, § 67 Abs. 2 BauO NW), darf nach Fristablauf mit dem Bauvorhaben begonnen werden. Ob ein beabsichtigtes Vorhaben der Genehmigungspflicht unterliegt oder lediglich anzeigepflichtig ist, bedarf der Prüfung in jedem Einzelfall.

Baumkante:

Auch Fehlkante oder Waldkante genannt. Gütemerkmal; am besäumten Schnittholz verbliebener Teil der Stammoberfläche. Baumkante ist nicht identisch mit Rinde oder Bast, sondern gibt bei besäumten Schnittholz an, wieviel Holz zum rechteckigen Querschnittsmaß fehlt.

Baurundholz:

nur geschältes ("entrindetes"), nicht geschnittenes rundes Holz

Baurundholz:

Baurundholz muss im eingebauten Zustand entastet und entrindet sein. Die Gütebedingungen und die Sortierung sind in der DIN 4074-2 festgelegt. Wegen des durchgehenden Faserverlaufs dürfen gem. DIN 1052-1 bei Rundholz mit ungeschwächter Randzone die zulässigen Biege- und Druckspannungen (parallel zur Faser) um 20 % erhöht werden.

Bauschnittholz:

Für Bauschnittholz werden aus einem Stamm Kanthölzer mit unterschiedlichen Querschnitten herausgesägt. Geliefert wird Bauschnittholz sägerau. Die Gütebedingungen sind in der DIN 4074-1 geregelt. Die Sortierung erfolgt maschinell oder visuell. Merkmale für die visuelle Sortierung sind z.B. Äste, Risse, Jahrringbreite und Krümmung. Die Sortierklasse ist mit der früheren Güteklasse (GK) gleichzusetzen. Es wird unterschieden zwischen den Sortierklassen S7, S10, S13 (visuell) und die Sortierklassen MS7, MS10, MS13, MS17 (maschinell). Dabei bedeuten die Abkürzungen S7, MS7 ( = GK III) Bauschnittholz mit geringer Tragfähigkeit; S10, MS10 (=GK II) Bauschnittholz mit normaler Tragfähigkeit und S13, MS13, MS17 (=GK I) Bauschnittholz mit überdurchschnittlicher Tragfähigkeit. S7 steht z. B. für eine zulässige Biegespannung von zul sB = 7 N/mm˛.

Bauseitig:

Bauseitig Leistungen werden von Dritten erbracht

Baustoffe brennbar:

B-Baustoffe: Da sich brennbare Baustoffe erheblich am Brandgeschehen beteiligen können, wird ihre Verwendung vom Gesetzgeber zum Teil eingeschränkt. Leichtentflammbare Baustoffe (DIN 4102 - B3: leichtentflammbar) dürfen im Bauwesen grundsätzlich nicht verwendet werden. Dies gilt nicht für solche Baustoffe, die in Verbindung mit anderen Baustoffen nicht mehr leichtentflammbar sind (§ 17 Abs. 2 Musterbauordnung). Verwendbarkeitsnachweis: Entweder Verwendung von allgemein gebräuchlichen Baustoffen (=klassifizierte Baustoffe nach dem "Katalog" DIN 4102-4 Abschnitt 2.3) oder von Baustoffen mit einem besonderen Verwendbarkeitsnachweis. Dieser besteht bei B 1-Baustoffen aus einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung und bei B 2-Baustoffen aus einem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis. Baustoffe, die in keine andere Klasse einzuordnen sind, gelten als leichtentflammbar.

Baustoffe nichtbrennbar:

A-Baustoffe: Nichtbrennbare Baustoffe nach DIN 4102-1 mit den Unterklassen A1 und A2. Durch die Verwendung von nichtbrennbaren Baustoffen wird die bauliche Brandlast reduziert, was sich günstig auf den vorbeugenden baulichen Brandschutz auswirken kann. Verwendbarkeitsnachweis: Entweder Verwendung von allgemein gebräuchlichen Baustoffen (=klassifizierte Baustoffe nach dem "Katalog" DIN 4102-4 Abschnitt 2.2) oder von Baustoffen mit einem besonderen Verwendbarkeitsnachweis. Dieser besteht bei A 1-Baustoffen ohne brennbare Bestandteile aus einem allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnis und bei A 1-Baustoffen mit brennbaren Bestandteilen sowie bei A 2-Baustoffen aus einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung.

Baustoffklasse:

Alle Baustoffe werden nach einer Prüfung in eine Baustoffklasse eingeteilt, die das Brandverhalten charakterisiert. Baustoffe der Klasse A gelten als nichtbrennbar. Baustoffe der Klasse B gelten als brennbar wobei unterschieden wird in die Klassen B1( schwerentflammbar), B2 (normalentflammbar) und B3 (leichtentflammbar). Massives Holz ist generell in die Baustoffklasse B2 einzuordnen.

Behelfsabdichtungen:

Unter Behelfsabdichtung versteht man den vorübergehenden Schutz einer Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen. Behelfsabdichtungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür geeignet sein. Je nach Art und Ausführung können auch Dampfsperren oder erste Lagen von mehrlagigen Dachabdichtungen als Behelfsabdichtung verwendet werden.

Behelfsdeckungen:

Unter Behelfsdeckung versteht man den vorübergehenden Schutz einer Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen. Behelfsdeckungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür geeignet sein. Je nach verwendetem Material und ggf. mit zusätzlicher Wind-Sog-Sicherung kann beispielsweise eine Vordeckung als Behelfsdeckung dienen.

Beize:

Mit Beizen können Sie die Holzfarbe verändern. Sie werden mit einem breiten Pinsel gleichmäßig aufgetragen, dringen ins Holz ein und verleihen ihm die gewünschte Farbe. Beizen gibt es in den üblichen Holztönen und auch bunt in allen Farbabstufungen. Beim Beizen sollten Sie vorsichtshalber mit Gummihandschuhen arbeiten, da sich die Farbpigmente nur sehr schwer von der Haut abwaschen lassen.

Beizen:

Beizen sind Farbstofflösungen, meist auf Wasserbasis, die das Holz einfärben. Mit Holzbeizen können Sie die Eigenfarbe des Holzes betonen. Wenn Sie die Holzoberfläche farblich umgestalten wollen, stehen dafür mehrere Farbtöne zur Auswahl. Einige Beizen sind in Pulverform erhältlich, die meisten werden allerdings gebrauchsfertig angeboten. Die Maserung des Holzes bleibt nach dem Beizen erhalten.

Bekleidung:

Fassaden aus Brettverkleidungen (z.B. Boden-Deckelschalung) sind Bekleidungen, die nur vor z.B. Witterungseinflüssen schützen sollen, aber keine tragende Funktion haben. Eine Bekleidung kann keine tragende bzw. aussteifende Funktion übernehmen.

Belüftetes Dach:

(frühere Bezeichnung „Kaltdach“) ist eine Dachkonstruktion mit einer oberen und einer unteren Schale mit einem dazwischenliegenden von außen belüfteten Dachraum.

Beplankung:

Eine Beplankung ist eine Wandschale - z.B. aus Holzwerkstoffplatten -, die auf einem Ständerwerk aus Holz oder Metall angebracht ist. Eine Beplankung kann tragende bzw. aussteifende Eigenschaften haben. Unter aussteifend wird ein Sichern gegen ein seitliches Ausweichen (z. B.: Kopfauslenkung der Stiele) oder Kippen (Ausweichen des biegedruckbeanspruchten Untergurts) verstanden. Als tragend wird ein Bauteil bezeichnet, das planmäßige Lasten weiterleitet.

Berufsbild:

Beschreibung der Berufsfelder und Aufgaben eines Berufs, Grundlagen für die Ausbildungsordnung.

Beschichtungswerkstoffe:

Neben den natürlichen (z.B. Furniere) die Vielzahl der chemischen Stoffe zur Oberflächenveredelung, unterteilt in flüssige (z.B. Beizen und Lacke) und in feste Beschichtungen. Bei der festen Flächebeschichtung stehen Filme (Melmin-, Phenol-, Harnstoffharzfilme), Papiere (z.B. Japanpapiere), Folien (z.B. PVC), Polyesterschichtstoffe sowei deforative Schichtpreßstoffplatten (zusammengesetzt aus Overlay, Dekorfilm, Barrierepapier, mehreren Kernpapieren und Gegenzugpapier) im Vordergrund.

Beschichtungswerkstoffe:

Neben den natürlichen (z.B. Furniere) die Vielzahl der chemischen Stoffe zur Oberflächenveredelung, unterteilt in flüssige (z.B. Beizen und Lacke) und in feste Beschichtungen. Bei der festen Flächebeschichtung stehen Filme (Melmin-, Phenol-, Harnstoffharzfilme), Papiere (z.B. Japanpapiere), Folien (z.B. PVC), Polyesterschichtstoffe sowei deforative Schichtpreßstoffplatten (zusammengesetzt aus Overlay, Dekorfilm, Barrierepapier, mehreren Kernpapieren und Gegenzugpapier) im Vordergrund.

Beschlag:

Unter dem Begriff Beschläge sind eine Vielzahl von Verbindungsformen, Scharnierarten, Griffen, Schubkastenführungen usw. zusammengefaßt. Die Palette ist so vielfältig, daß Sie für jeden Einsatzbereich und Geschmack das Passende finden werden.

Besäumen:

Das Entfernen der Waldkante (Baumkante) auf einer Säge.

Bezugsfläche:

Die plangehobelte Fläche eines Bretts, von der aus alle weiteren Maße genommen werden.

Biegefestigkeit:

Zum Bruch eines Stabes führende Beanspruchung (N/mm˛) auf Biegung. Die in der Literatur angegebenen Biegefestigkeiten stellen Mittelwerte dar, die an fehlerfreien, in Faserrichtung orientierten Stäben bei etwa 12% Holzfeuchtigkeitsgehalt ermittelt wurden. Früher wurde hierfür die Bezeichnung kp/cm˛ verwendet (1 N/mm˛ = 10 kp/cm˛).

Biegsame Welle:

Ein durch einen Gummi- oder Gummi-Stahl-Mantel bewehrtes Stahlseil(Stahlseele), das über einen Anschlußzapfen angetrieben wird. Bei hohen Umdrehungszahlen und entsprechendem Werkzeug lassen sich sehr gut freie Formen fräsen, raspeln, feilen.

Bimsmehl:

Eine leicht vulkanische Gesteinsart, die zu einem feinein Pulver zermahlen zum Schleifen einer bereits behandelten Holzoberfläche benutzt wird.

Binder:

Komponente, welche bei Mehrkomponenten-Reaktionsklebstoffen den Grundstoff darstellt

Binder:

Gespärre mit Säulen, Zangen, Stühlen und Streben Binderarten: Parallel-, Pultdach-, Nagelbrett-, Scherenbinder

Biomasse:

Gewicht der zu einer gegebenen Zeit vorhandenen Organismen in einem Ökosystem oder in Teilen davon, bezogen auf Raum- oder Flächeneinheiten. Bei Pflanzen: Phytomasse, bei Tieren: Zoomasse.

Biotische Schäden:

Durch Lebewesen verursachte Waldschäden. Bekannteste Beispiele sind Schäden durch Borkenkäfer oder Wild, unter anderem gehören dazu aber auch verschiedene Insekten, Pilze, Mäuse und Krankheitserreger wie Viren, Bakterien, Mykoplasmen usw.

Biotope:

Bezeichnung für den charakteristischen Lebensraum von Pflanzen und Tieren in einem bestimmten Gebiet, z. B. Feuchtbiotop.

Biozid:

Wirkstoff zur Vorbeugung vor oder zur Bekämpfung von Befall durch Schadorganismen, gewöhnlich in Form spezieller Zubereitungen (Lösungen, Emulsionen, Patsen usw.) angewandt

Biozönose:

Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren in einem bestimmten Biotop.

Birkenholz:

(lat. Lignum betulae, frz. Bois de bouleau, engl. Birch-wood), das Holz verschiedener Birkenarten, besonders der gewöhnlichen Weißbirke (Betula alba), zeichnet sich durch geringe Härte, Leichtigkeit und Zähigkeit aus, trocknet aber schwer aus, quillt leicht auf, fault im Freien und unterliegt dem Wurmfraß. Das im jungen Zustande weiße, im älteren rötliche Holz, dessen sehr feine Spiegel kaum zu erkennen sind, wird als Werkholz, zu Wagenteilen und Stühlen und als sehr gutes Brennholz benutzt. Die Zuckerbirke (B. lenta) liefert ein schön rosenrotes, in Nordamerika verarbeitetes Nutzholz. Birkenrinde von der Weißbirke wird zum Gerben angewandt

Birnbaumholz:

(lat. Lignum piri, frz. Bois die poirier, engl. Pear wood), das Holz der verschiedenen Abarten des Birnbaums, Pirus communis, ist fein, sehr dicht und mäßig hart, mit kleinen, nicht auffallenden Spiegeln und wenig hervortretenden Jahresringen, die etwas wellig verlaufen. Das Mark erscheint auf dem Querschnitt rund und weiß und hat 1 - 2 mm im Durchmesser. Das Kernholz ist gleichmäßig bräunlichrot, zuweilen etwas geflammt. Wegen seiner gleichförmigen Textur läßt es sich leicht und nach allen Richtung hin, ohne auszubröckeln, schneiden und wird daher gern zu Bildhauerarbeiten und Formen für den Zeug- und Tapetendruck sowie von Tischlern und Drechslern verarbeitet. Es schwindet nur wenig, läßt sich gut beizen und wird aus diesem Grunde auch zur Nachahmung von Ebenholz viel benutzt. Das Holz des wilden Birnbaums ist noch fester und dauerhafter als das des kultivierten. Beide sind leider dem Wurmfraß sehr unterworfen.

Blatt:

Holzverbindung (Druck-, Eck-, Hakenblatt)

Blauholz:

(Kampescheholz, Blutholz, lat. Lignum campechianum, frz. Bois de campęche, engl. Log- wood), das wichtigste aller Farbhölzer, stammt von Haematoxylon campechianum, einem großen, zur Familie der Zäsalpineen gehörigen, in Zentralamerika und dem nördlichen Teile von Südamerika heimischen Baume, der später auch in den niederländischen Kolonien Ostindiens angebaut worden ist. Die vom weißlichen Splinte befreiten großen Blöcke haben außen eine dunkelblutrote bis braunrote Farbe, die innen heller, rötlichbraun bis gelblichbraun erscheint, an der Luft aber nachdunkelt. Das Holz ist hart und dicht, läßt sich schwer spalten, und besitzt einen schwachen, entfernt veilchenähnlichen Geruch und zusammenziehenden Geschmack. Man unterscheidet das eigentliche Kampescheholz oder Laguna-Kampesche, Jamaikablauholz und das Domingoblauholz, und von letzterem wieder mehrere Sorten, nämlich Monte-Cristo-Blauholz, Fort Liberté und Aux Cayes. Martinique- und Guadeloupe-B. sind nur geringwertige Sorten. Der das Färbevermögen bedingende Stoff, das Hämatoxylin, bildet im reinsten Zustande fast farblose Kristalle, die aber an der Luft bald rötlich werden und schließlich in den eigentlichen Farbstoff, das Hämateďn, übergehen. Weil dieser Farbstoff in dem frisch geraspelten B. nur in geringer Menge entwickelt ist, läßt man an der Luft fermentieren, wodurch es die gewünschte Farbe erst erhält und einen eigentümlichen metallischen gelblichgrünen Glanz annimmt. In unfermentiertem Zustande findet B. bisweilen medizinische Verwendung. Hauptsächlich wird es aber zur Herstellung feiner Tischlerarbeiten sowie in der Färberei und Tintenfabrikation benutzt. Für letztere Zwecke bedient man sich meist des Blauholzextraktes (lat. Extractum ligni campechiani, frz. Extrait de bois de campęche, engl. Extract of Log-wood), welches sowohl in fester als auch in flüssiger Form (s. Farbholzextrakt) einen wichtigen Handelsartikel bildet. Besonders geschätzt sind die Sanford- und französischen Sorten. Das feste Extrakt wird in Kisten von 20 - 100 kg aus Neuyork eingeführt, doch sind auch in Deutschland und Frankreich Fabriken entstanden.

Blende:

Mit Blende bezeichnet man senkrechte oder nahezu senkrechte Abdeckungen aus Metall an Traufe oder Ortgang, z. B. unterhalb des Metalldachabschlussprofils, unter vorgehängten Dachrinnen oder als Bekleidung innenliegender Dachrinnen.

Blindfurnier:

Unterste Qualitätskategorie bei Furnieren. Blindfurniere finden meist nur noch Verwendung als Absperrfurniere oder für nicht sichtbare Flächen.

Blindfußboden:

(auch Blindboden). Bretterlage, die als Untergrund für Parkettboden dient.

Blindholz:

Sammelbegriff für Holz, das als nicht sichtbares Konstruktionsholz verwendet wird, z.B. als Trägermaterial von Furnieren.

Blockbohlenbauweise:

Der Blockbohlenbau ist eine traditionelle Bauweise, um Bauwerke herzustellen. Dabei werden Blockbohlen als Rund- oder Schnittholz übereinander geschichtet und an den Ecken durch sogenannte Verkämmungen miteinander verbunden. Man unterscheidet zwischen Vollblockwänden, die an Unter- und Oberkante gefast und genutet und als Außenwand durch Dichtungsbänder gegen Wind geschützt und innenseitig gedämmt werden und zweischaligen Blockbohlenwänden mit einer innenseitigen Dämmung. Als Decken kommen überwiegend Holzbalkendecken zur Ausführung. Bei der Konstruktion ist zu beachten, dass durch die Schwindungen des Holzes Setzungen entstehen, die den Dachstuhl nicht beschädigen dürfen. Daher sollten die Sparrenauflager auf den Blockaußenwänden gleitend ausgeführt werden. Generell müssen alle verwendeten Bauhölzer sorgfältig ausgesucht und getrocknet sein. Die maximale Wandlänge zwischen den Verkämmungen muss durch einen statischen Nachweis überprüft werden. Der bauliche Holzschutz ist u.a. durch große Dachüberstände zu gewährleisten.

Blockhaus:

Holzhaus mit massiven Wänden aus Stämmen oder Kantholz

Blockware:

Unbesäumtes Nadel- und Laubschnittholz, aus stärkeren Stammstücken erzeugt, Stapelung und Verkauf blockweise.

Blume:

Durch unterschiedliche Farbzonen oder Struktüren, wie z. B. Porenringe, hervorgerufene "Bilder" auf tangentialen Flächen.

Blutende Hölzer:

Bei einigen "Bunthölzern" und vor allem Importhölzern setzen Lösungsmittel der Lacke Farbstoffe aus den Zellen frei. Die Verfärbungen erwecken den Eindruck, das Holz würde bluten. Diese Hölzer müssen, will man die Oberflächen nicht verschleiern, gut durch Grundierung abgesperrt werden.

Blutringe:

Mit meist dunklen Kernstoffen angefüllte Zellreihen oder feine Spalten, die sich auffällig abzeichnen und bei bestimmten Hölzern häufiger vorkommen können, wie z.B. bei Kirsche, Zebrano und Dibetou. Sie sind auf dem Querschnitt meist als 1 mm breite Ringe (Blutringe) oder Bögen erkennbar, die auf dem Längsschnitt als Adern oder Fladern erscheinen.

Bläue:

Eine durch bestimmte Pilzarten verursachte graue bis schwarz - blaue Verfärbung durch Bläuepilze. Sie kann im feuchten Splint jeder Holzart beziehungsweise in nicht verkernenden Hölzern entstehen; sie führt aber zu keiner Minderung der Festigkeitseigenschaften (siehe auch: Reaktionsverfärbung).

BMF:

Hersteller von ("ingenierumäßigen") Holzverbindungen wie Sparrennägel, Winkel, Dübel, Sparrenpfettenanker etc.

Bocoholz:

ein feines Nutzholz für die Kunsttischlerei von der in Guyana wachsenden Bocoa provacensis, besitzt einen braunschwarzen Kern mit unregelmäßigen Kontüren.

Bodenschicht:

Wechselnde Zusammensetzung und innige Vermischung aus mineralischen Bestandteilen (Gesteine, Minerale), organischen Bestandteilen (Bodentiere und -pflanzen, zersetztes und unzersetztes organisches Material), Wasser und Luft.

Bohle:

Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz mir einer Mindestdicke von 40 mm und einer Breite von mehr als der zweifachen Dicke

Bohlen:

Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz mir einer Mindestdicke von 40 mm und einer Breite von mehr als der zweifachen Dicke (siehe auch Bretter, Kantholz).

Botanische Bezeichnungen:

Sie sind zur möglichst klaren Kenntlichmachung einer Holzart erforderlich und bestehen für eine botanische Art aus einem zweiteiligen Namen, wie z. B. Entandrophragma utite für Sipo. Hierbei bezeichnet das erste Wort (Entandrophragma) die botanische Gattung und das zweite Wort (utile) die Art innerhalb der genannten übergeordneten Gattung. Eine Zugehörigkeit zur gleichen Gattung läßt ähnliche Eigenschaften erwarten, wie z.B. zwischen Sapelli und Sipo, die beide der gleichen Gattung Entandrophragma angehören. Nahe verwandte Gattungen werden zu einer botanischen Familie zusammengefaßt; die Zugehörigkeit zu ihr kann ebenfalls auf ähnliche Eigenschaften hinweisen, wie z. B. bei Amerikanischem Mahagoni und bei Khaya Mahagoni, die, wie alle Mahagoni-Hölzer, der Familie der Meliaceen angehören.

Botanische Bezeichnungen:

Sie sind zur möglichst klaren Kenntlichmachung einer Holzart erforderlich und bestehen für eine botanische Art aus einem zweiteiligen Namen, wie z. B. Entandrophragma utite für Sipo. Hierbei bezeichnet das erste Wort (Entandrophragma) die botanische Gattung und das zweite Wort (utile) die Art innerhalb der genannten übergeordneten Gattung. Eine Zugehörigkeit zur gleichen Gattung läßt ähnliche Eigenschaften erwarten, wie z.B. zwischen Sapelli und Sipo, die beide der gleichen Gattung Entandrophragma angehören. Nahe verwandte Gattungen werden zu einer botanischen Familie zusammengefaßt; die Zugehörigkeit zu ihr kann ebenfalls auf ähnliche Eigenschaften hinweisen, wie z. B. bei Amerikanischem Mahagoni und bei Khaya Mahagoni, die, wie alle Mahagoni-Hölzer, der Familie der Meliaceen angehören.

Botanybaiholz:

(Ochsenfleischholz, frz. Bois de Botanybay, engl. Boeuf-wood). Diesen Namen führen 1. ein aus Australien in Scheiten und Brettern zu uns kommendes, von verschiedenen Kasuarineen abstammendes Holz); 2. ein aus Ostindien kommendes, von der Leguminose Dalbergia latifolia abstammendes, anfangs blaues, später tiefschwarz werdendes Holz (ostindisches Rosenholz, engl. Black-wood). Das letztere führt also den Namen B. mit Unrecht. Beide werden zu feinen Tischler- und Drechslerarbeiten benutzt. - Botanybaiharz s. Akaroďdharz.

Braunfäule:

Auch Destruktionsfäule genannt; Holzzerstörung durch bestimmte Pilze, die vorwiegend die hellere Cellulose und weniger das dunkle Lignin abbauen, wodurch die typische Braunfärbung der befallenen Holzes stammt (siehe auch Weißfäule).

Brett:

bis 4 cm Stärke

Bretter:

Besäumtes oder unbesäumtes Schnittholz von mindestens 8 cm Breite und einer Dicke von mindestens 8 mm und weniger als 40 mm (siehe auch Bohlen, Kantholz).

Brettschichtbinder:

Brettschichtbinder sind Träger aus Brettschichtholz. Es gibt folgende unterschiedliche Formen: Parallelgurt-, Pultdach-, Satteldachträger mit geradem und gekrümmtem Untergurt, mit konstanter oder veränderlicher Trägerhöhe sowie Bogenträger und Sonderformen, wie den Voutenträger.

Brettschichtholz:

Brettschichtholz (BSH) besteht aus mindestens 3 miteinander verleimten Brettlamellen aus Nadelholz. Diese Lamellen werden in Pressen unter Druck miteinander verleimt und in der Länge durch Keilzinken miteinander verbunden. Holzfehler, wie Astigkeiten, werden durch gesteuertes Rausschneiden verringert. Durch diese Vergütungsmaßnahme ist die Festigkeit bei verleimten Hölzern allgemein höher als bei normalen Kanthölzern. Weitere Vorteile sind die Maßhaltigkeit, Formbeständigkeit, das geringere Eigengewicht und die verminderte Trockenrissbildung.

Brettwurzeln:

Rippenartige Wurzelanläufe bis zu 3 m Höhe am Baum.

Brinell:

Maßeinheit zur Berechnung der Holzhärte, so genannt nach dem Erfinder des Meßverfahrens, dem schwedischen Metallurgen J. A. Brinell (1849 - 1925).

Brinellhärte:

Gibt die Härte des Holzes an. Je höher der Wert, desto härter das Holz.

Brittle-heart:

Englische Bezeichnung für brüchiges Kernholz, eine im inneren Stammbereich liegende Zone kurzbrüchigen Holzes, auf Querschnitten häufig durch eine ausbrechende Oberfläche erkennbar. Diese Kurzbrüchigkeit kann besonders in starken Stämmen leichter bis mäßig schwerer tropischer Holzarten auftreten und die Verwendbarkeit derartiger Kernholzteile wesentlich einschränken.

Bruchspannung:

Die mechanische Spannung, die zum An- oder Durchbrechen der Probe führt.

Brust:

Verstärkung der Tragfähigkeit eines Holzes / -brett, -holz, -riegel, Brustzapfen

BSH:

auch BS-Holz, Brettschichtholz, aus Brettlamellen ca. 4 cm keilgezinkt verleimt, getrocknet ca. 15 %, gehobelt und gefaßt, übliche Sortierkl. BS11 und BS14, es wird unterschieden in sichtbare und nicht sichtbare (Industrie-) Qualität; Verdrehungen, Risse und sonstige otische Mängel sind weitestgehend ausgeschlossen

Buchdrucker:

Besonders an Fichten sehr schädlicher Borkenkäfer.

Buchs:

Zonen bei Nadelhölzern, welche durch unregelmäßigen Aufbau der Jahresringe entstehen. Sie zeichnen sich durch besondere Härte aus und sind daher nur schwierig als Furnier weiterzuverarbeiten.

Buchsbaumholz:

(Buchsholz, frz. Bénit, engl. Box-wood) von Buxus sempervirens, ist ein sehr wertvolles, hartes, äußerst dichtes und haltbares Holz von gelblicher bis gelber Farbe. Das europäische B., aus Italien, Südfrankreich und Spanien sowie das etwas dunklere westindische B. wird zu Drechslerarbeiten und zur Verfertigung musikalischer Instrumente, Flöten und Oboen benutzt. Das türkische und kleinasiatische sowie das aus Persien und dem Kaukasus dagegen, welches sich durch eine größere Gleichmäßigkeit auszeichnet, wird für Holzschnitte angewandt und zu diesem Zwecke in, der Hirnfläche parallele, Scheiben geschnitten. Es kommt über Konstantinopel und geht meist nach England, zum kleineren Teile nach Triest.

Bund:

der (-balken / trägt eine Mauer)

Bundwerk:

Holzgefüge mit Bretterhinterschalung

Bundzeichen:

Bezeichnung der abgebundenen Hölzer mit römischen Zahlen, Ruten u. a.)

Bunthölzer:

Nicht verbindliche Bezeichnung für einheimische farbige Hölzer, meist Obsthölzer: Kirsch-, Apfel-, Birn-, Nuss- und Pflaumenbaum.

Burano:

Insel in der Lagune von Venedig. Seit dem 15. Jh. berühmt für Ihre Nadel- und Klöppelspitzen.

Büge:

(Bug) Strebe oder Kopfband

C


C02-Bindung:

Holz hat die natürliche Eigenschaft, das umweltschädliche C02 zu binden. Mit Ihrem Fertighaus in Holzbauweise sind Sie also "öko-aktiv": Ein Holzhaus bindet soviel C02, wie ein Auto auf 100.000 km freisetzt!

Cellulose:

Gerüstsubstanz der Zellwände. In der Natur am häufigsten vorkommende organische Verbindung. Chemisch gesehen handelt es sich um ein hochpolymeres Polysaccarid mit kettenförmiger Molekülstruktur.

Chemischer Holzschutz:

Unter chemischem Holzschutz versteht man das Aufbringen, Imprägnieren oder Tränken von Holzbauteilen mit gegen Holzschädlinge wirksamen Holzschutzmitteln. Holzschutzmittel werden in salzhaltige, wasserlösliche Mittel und lösemittelhaltige oder ölige Mittel unterschieden.

Chemisches Holzschutzmittel:

Gerade für Holzbehandlung und Holzschutz gilt: Der einfachste Weg ist nicht immer der sicherste. Nachdem in der Vergangenheit oft bedenkenlos hochgiftige chemische Holzschutzmittel in großem Maßstab angewendet wurden, ist man heute umsichtiger geworden. Es gilt heute als erwiesen, daß die früher in lösemittelhaltigen und öligen Holzschutzmitteln enthaltenen organischen Pestizide (z.B. Lindan, PCP, Endosulfan, Phenylquecksilber) schwerste Schäden bei Mensch und Umwelt hervorrufen können. Nachdem die nicht sachkundigen Anwender, vor allem wohlmeinende Heimwerker, jahrzehntelang in Sicherheit gewogen wurden, ist heute in Deutschland ein Großteil dieser giftigen Wirkstoffe für eine Verwendung in Holzschutzmitteln verboten. Prinzipiell sollte sowohl im eigenen als auch im Interesse unserer Umwelt auf die Anwendung von chemischen Holzschutzmitteln so weit wie irgend möglich verzichtet werden.

ContiFinish:

Von Kronoply geschützter Begriff. ContiFinish ist die unbehandelte Oberfläche eine Kronoply OSB. ContiFinish ist ein dünner Film aus Klebstoffen und Holzharzen, welcher sich beim Verpressen zwischen dem Pressblech und der OSB-Platte bildet. Diese Oberfläche hat Feuchte- und Wasser-abweisende Eigenschaften.

ContiRoll:

Geschützter Markenname der Siempelkamp AG für ein kontinuierliches Herstellungsverfahren zur Produktion von Holzwerkstoffplatten. ContiRoll sind bis zu 80 m lang und ermöglichen bis zu 3 m breite Plattenformate. Der Vorteil der ContiRoll-Technologie liegt, bedingt durch den kontinuierlichen Herstellungsprozess, in der hohen Formatvariabilität, die mit Mehretagenpressen nicht zu erreichen ist.

Crabholz:

von Guyana stammt von Xylocarpus caraba und ist ein verhältnismäßig leichtes, aber doch gutes Nutzholz, welches zu Masten, Rahen, Sparren, Dielen und Türen verwandt wird.

D


Dachabdichtungsbahn:

Dachabdichtungsbahnen müssen ausreichenden Schutz darunterliegender Bauteile (Holzschalung, Sparren etc.) vor durchdringender Feuchtigkeit gewährleisten.

Dachabläufe:

zur Dachentwässerung flacher Dächer, erhältlich aus Zink, verzinktem Stahl, Kupfer, Aluminium, Kunststoff oder Edelstahl, mit Wärmedämmung zur Vermeidung von Kondenswasserbildung, auch mit eingebauter Heizung, um im Winter Vereisung zu vermeiden. Ein Schmutzfang verhindert Verstopfungen durch Laub und Schmutz

Dachaufbauten:

Unter Dachaufbauten versteht man Gauben und sogenannte Laternengeschosse*. (* Laternengeschoss = Aufbauten am Dachfirst) Sie dienen der Belichtung und Belüftung von Nutzräumen und der Erweiterung des nutzbaren Raums im Dachbereich. (Zugewinn an lichter Raumhöhe im Bereich der Dachaufbauten) Dachaufbauten tragen durch die Gliederung des Daches wesentlich zur Gestaltung des Daches bei und sind bei nachträglicher Ausführung durch den Ausbau von Dachgeschossen grundsätzlich genehmigungspflichtig.

Dachausmittlung:

Ermittlung der Firstlinien am Grundriss

Dachausstiegsfenster:

Fenster in der Dachfläche (liegende Dachflächenfenster) die aufgrund Ihrer Abmessung und Einbauhöhe den Ausstieg auf das Dach ermöglichen.

Dachbruch:

Knick / Unterbrechung der Neigung durch Aufschieblinge

Dachformen:

Es gibt verschiedenste Dachformen, z.B. Krüppelwalmdach, Mansarddach, Pultdach, Satteldach, Sheddach, Tonnendach, Walmdach, Zeltdach

Dachgraben:

Mit Dachgraben bezeichnet man die Verschneidungslinie zweier giebelständiger Gebäude oder Gebäudeteile sowie die Kehle bei Sheddächern. Die Ausbildung des Dachgrabens erfolgt meist als Stufenrinne mit Gefälle. Die Ausbildungen von Dachgräben ohne Stufen müssen wasserdicht sein.

Dachknick:

Der Dachknick ist der Übergang zweier verschieden geneigter Dachflächen. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Übergang von einer unteren steilen zur oberen flachen Dachneigung (Mansarddachknick) und von einer unteren flachen zur oberen steilen Dachneigung (Schleppdachknick).

Dachprofil:

Vorlage für die Austragung der Sparren (Sparrenmaße)

Dachprofil:

Ähnlich dem Spitzstab (seihe dort), mit längeren Flanken, dachähnliches Profil.

Dachschmuck:

Zierelemente aus Metall (Edelstahl, Kupfer, Zink), Keramik oder Beton für Dächer, z.B. • Wetterfahnen • Türmspitzen und -kugeln • Kirchturmhähne • Dachspitzen und -kreuze • Wasserspeier • dekorative Rinnenkästen

Dachsteine:

Dachsteine aus hochverdichtetem Spezialbeton mit granulierter oder glatter Oberfläche in vielen verschiedenen Formaten, Formen und Farben, geeignet für Dachneigungen von 22° bis 90°. Bei Verwendung zusätzlicher Unterdachkonstruktionen ist eine Reduzierung unter 22° möglich. Unterschiedliche Formen: • Biberschwanz, ebener Dachstein ohne Falz • Flachdachsteine, mit und ohne Kopfverschluß • Falzdachsteine

Dachzziegel:

Dachziegel aus gebranntem Ton, unglasiert (naturrot), engobiert, glasiert und gedämpft, in verschiedenen Naturfarben lieferbar, geeignet für Dachneigungen von 22° bis 90°. Bei Verwendung zusätzlicher Unterdachkonstruktionen ist eine Reduzierung unter 22° möglich. Häufige Formen: • Flachdachpfannen • Reformpfannen • Falzziegel • Krempziegel • Biberschwanzziegel • Verschiebeziegel mit variabler Decklänge (speziell für die Dacherneuerung unter Beibehaltung der alten Dachlattung).

Dampfbremse:

Dampfbremse verhindert Kondensatbildung zwischen Außenwand und Innenbekleidung

Dampfsperre:

Bei nicht unterkellerten Räumen ( z. B. Wintergärten, Bungalow) muß eine Feuchtesperre gelegt werden. Legen Sie eine mindestens 0,2 mm PE - Folie auf den Untergrund, darauf die Trittschalldämmung und darauf dann das Parkett ("schwimmende Verlegung"). Sollte keine Dampfsperre gelegt werden, kann es passieren, daß das Parkett durch die hohe Feuchtigkeit Schaden nimmt.

Dampfsperre:

Dampfsperre wie Dampfbremse, nur dicht geschlossen

Darrgewicht:

Gewicht bzw. Masse des Holzes im absolut trockenen Zustand (Feuchtigkeitsgehalt 0%). In der Praxis wird häufig auch die Rohdichte des Holzes (= Masse bezogen auf Volumen) als Gewicht oder spezifisches Gewicht bezeichnet; Angabe in kg/mł oder g/cmł.

Darrtrocken:

Praktisch wasserfreier Zustand des Holzes nach Trocknung gemäß Darrmethode (Lagerung im Wärmeschrank bei 103°C +/- 2°C bis zur Gewichtskonstanz).

Dauerhaftigkeit:

Die Dauerhaftigkeit des Holzes ist der Widerstand gegen Pilzangriffe; sie wird durch chemische und biologische Faktoren bestimmt.

Dauerhaftigkeit:

Widerstandsfähigkeit von Holz, Holzwerkstoffen oder Bauteilen gegenüber einem Befall sowie nachfolgendem Abbau durch Organismen. Sie kann bedingt sein durch natürliche Holzinhaltsstoffe, durch die Holzanatomie, durch Holzschutzmaßnahmen oder andere materialbezogene Maßnahmen. Anm.: Dauerhaftigkeit ist eine Materialeigenschaft und nicht zu verwechseln mit Lebensdauer

Dauerhaftigkeit, natürliche:

Durch Ihre Anatomie und/oder ihre Inhaltsstoffe (holzeigene chemische Substanzen) bedingte Widerstandsfähigkeit einer Holzart gegen holzzerstörende Organismen (z.B. Pilze oder Insekten) oder holzverfärbende Pilze

Dauerhaftigkeitsklasse:

Klassifizierungsbegriff nach DIN EN 460 bezogen auf die Anforderungen an die Dauerhaftigkeit von Holz in den europäischen Gefährdungsklassen. Identisch mit der jeweiligen Stufe in dem Klassifizierungssystem der natürlichen Dauerhaftigkeit von Holz gemäß DIN EN 350-1 und -2

Deckfurnier:

Bildet eine der beiden Sichtflächen (Außenlagen) von Sperrholz oder anderen furnierten Holzerzeugnissen. Dabei wird unterschieden zwischen Außenfurnier (bildet Fertigerzeugnis die sichtbare Außenfläche) und Innenfurnier oder Rückseite (Innenfläche, z.B. eines Schrankes).

Deckleiste:

gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen

Deckunterlage:

Eine Deckunterlage dient zur Aufnahme der Deckung oder Abdichtung und muss auf den zur Anwendung kommenden Werkstoff abgestimmt sein, z. B. Lattung, Schalung u. ä.

Dehnung:

Durch eine Normalspannung (Zug, Druck) bewirkte Längenänderung einer Probe oder eines Bauteils, bezogen auf die Ausgangslänge (reine Verhältniszahl).

Dehnungsfuge:

Bei großflächigen Bauteilen können sich die Dimensionsänderungen durch den Einfluß von Wärme und Kälte so stark auswirken, daß es zu Rißbildungen kommt. Hiervor schützen Dehnungsfugen. Sie trennen große Flächen in kleinere Einzelfelder, innerhalb derer die auftretenden Druck- und Zugspannungen von der Eigenfestigkeit des Materials aufgefangen werden können. Dehnungsfugen werden in der Regel dauerelastisch oder auch dauerplastisch verfugt. Vorhandene Dehnungsfugen müssen bei Renovierungsarbeiten erhalten bleiben. Bei bereits vorhandenen Rissen können zusätzliche Dehnungsfugen Abhilfe schaffen.

Dekoroberfläche:

Ansprechende Farboberfläche oder Holznachbildung (Repro). Entweder direkt beschichtet oder mit Hochdrucklaminat belegt. Eine extrem abrieb- und strapazierfeste Oberfläche, die so hart wie eine Arbeitsplattenoberfläche sein kann und besonders für Haushalte mit Kindern oder Haustieren geeignet ist.

Delaminierung:

Die Trennung von Einzelschichten in Lagenhölzern (z.B. Brettschichtholz, Sperrholz), verursacht durch Versagen (Aufgehen, "Delaminieren") der Klebfuge.

Delaminierung:

Die Trennung von Einzelschichten in Lagenhölzern (z.B. Brettschichtholz, sperrholz), verursacht durch Versagen (Aufgehen, "Delaminieren") der Klebfuge.

Deposition:

Hiermit werden alle Vorgänge der Schadstoffablagerung umschrieben. Es handelt sich um die Ablagerung von Schadstoffen im oder am Boden, an Pflanzen oder an Gebäuden. Sie kann naß oder trocken erfolgen. Bei nasser Deposition werden durch Niederschläge gelöste Schadstoffe in Form von Gas- und Staubpartikeln in die Wassertropfen eingeschlossen (rain out). Regentropfen lagern beim freien Fall gas- und staubförmige Bestandteile an, und waschen die Atmosphäre aus (wash out). Schwefel- und Stickoxide werden als Saurer Regen naß deponiert.

Derbholz:

Die oberirdische Holzmasse über 7 cm Durchmesser.

Desorption:

Die Abgabe von gebundenem (adsorbiertem) Wasser aus der Zellwand im Feuchtebereich unterhalb Fasersättigung (siehe auch Adsorption).

Desorption:

Die Abgabe von gebundenem (adsorbiertem) Wasser aus der Zellwand im Feuchtebereich unterhalb Fasersättigung (siehe auch Adsorption).

Dexel:

Querbeil. Das leicht gerundete Werkzeug steht quer zum Stiel, früher in mehreren Breiten üblich.

Dichte:

Die Masse eines Körpers oder Stoffes, bezogen auf eine Volumeneinheit. Bei Holz und Holzwerkstoffen spricht man von der Rohdichte (im Volumen sind die Zellhohlräume mit enthalten).

Dickenquellung:

Die Dickenquellung ist abhängig von Plattenart, -aufbau und –dicke, sowie Holzart, Verklebung, Hydrophobierung, Rohdichte und Festharzanteil sowie Feuchte der Platte. Die Dickenquellung entspricht keiner praktischen Beanspruchung. Die Prüfung der zulässigen Dickenquellung von Spanplatten nach 24h-Wasserlagerung der Quellproben ist in der DIN 68 763 auf q24 = 16% für V20 und auf q24 = 12% für V100 und V10 G begrenzt. Werden die zulässigen Feuchtebeanspruchungen nach DIN 68 840-2 und der jeweils zulässigen Werte für die Plattenfeuchte eingehalten, sind Beeinträchtigungen der Bauteile aus einer Dickenquellung nicht zu erwarten.

Dickung:

Dichter, geschlossener Waldbestand vor Beginn der natürlichen Astreinigung.

Dielenböden:

Dielenböden aus Hobeldielen (gespundete, mit Nut und Feder versehene Bretter aus Nadelholz), die auf Lagerhölzern, Holzbalkendecken oder einem Blindboden verdeckt oder sichtbar genagelt oder geschraubt werden. Holzarten: Fichte/Tanne, Lärche, Eiche, Kiefer und Douglasie. Die Oberfläche wird gewachst, geölt, versiegelt, lackiert oder mit einem deckenden Anstrich versehen. • aus Massivholzdielen; industriell vorgefertigte Dielen aus massivem Holz, die unbehandelt oder endbehandelt (geölt, gewachst, versiegelt) geliefert und auf "schwimmend" verlegten Lagerhölzern mit dazwischen liegender Schüttung, z.B. aus Cellulose, verlegt werden. Verringerung der Aufbauhöhe des Bodens durch Verlegung eines Blindbodens als Unterkonstruktion (statt der Lagerhölzer) oder durch schwimmende Verlegung auf Betonboden oder Estrich; Befestigung der Dielen mit Klammern. • aus Landhausdielen; insdustriell vorgefertigte Elemente wie Fertigparkett, dreischichtig abgesperrt, in Dielenform. Verlegung nach Herstellervorschrift. Landhausdielen auch als Massivholzdielen.

Diffusion:

Durchgang von Wasserdampf oder Gasen durch Stoffe

Dikotyledonen:

Gehören zu der Pflanzengruppe, deren Samen von einer vollkommen geschlossenen Hülle umgeben sind (bedecktsamige Pflanzen); hierzu zählen neben den Monokotyledonen (Einkeimblätter, Z.B. alle Gräser) die Dikotyledonen (Zweikeimblätter), worunter wiederum alle Laubbäume fallen.

Dimensionsstabilisierung:

Behandlung des Holzes, um sein quelllen und Schwinden zu minimieren

DIN:

Abkürzung für "Deutsches Institut für Normen e.V." DIN-Normen regeln u.a. die Beschaffenheit von Baustoffen und die Ausführung von Bauleistungen. Die vom DIN aufgestellten Normen werden in numerierten Normblättern veröffentlicht. Sie sind nicht Gesetzen gleichgestellt, werden in der Rechtsprechung aber oft als Entscheidungshilfen hinzugezogen

DIN:

Abkürzung für "Deutsches Institut für Normung" und "Deutsche Industrie-Norm" • grundlegend für die Standards bei vielen Produkten aus der Industrie.

DIN 4076/T1:

Im Oktober 1985 zuletzt aufgestelltes Formblatt für "Benennungen und Kurzzeichen auf dem Holzgebiet". Es enthält 257 einheimische und ausländische Nadel- und Laubhölzer mit den zu verwendenden Namen, der Verbreitung und Dichte (g/cmł).

Dispersion:

In einer Flüssigkeit eingelagerte (nicht gelöste) Feststoffpartikel

Drechselbank:

Drechselbank: Es gibt sie als eigenständige Maschinen mit Geschwindigkeitsregler oder als Vorrichtung, die Sie mit einer normalen Bohrmaschine betreiben und an der Werkbank befestigen können.

Drechselbankbett:

Ein aus zwei Wangen und den Füßen gebildetes Untergestell für die Drehmaschinengarnitur.

Drechseleisen:

Drechseleisen: Die verschieden geformten Werkzeugteile haben einen langen schmalen Griff.

Drehbankfutter:

Aufspannvorrichtung, die auf dem Aufnahmegewinde der Spindel oder in der Pinole das Werkzeug, z.B. Bohrer im Futter, oder das Drehgut spannen.

Drehfutter:

Aufspannvorrichtung, die auf dem Aufnahmegewinde der Spindel oder in der Pinole das Werkzeug, z.B. Bohrer im Futter, oder das Drehgut spannen.

Drehwuchs:

Schraubenförmiger statt mit der Stammachse gleichlaufender Faserverlauf, der das Stehvermögen beeinträchtigt; nicht zu verwechseln mit Wechseldrehwuchs.

Drempel:

auch Kniestock oder Stempel - Aufkantung am Fußgelenk des Daches, kniehohe Wand über der obersten Decken(balken)lage

Druckblatt:

Ein Eckblatt, das nur schräge Auflagerflächen besitzt und somit sich selbst zusammenzieht. Ist unter Druck (Fachwerkwand) nicht zu lösen.

Druckfestigkeit:

Zum Bruch führende Druckbeanspruchung (N/mm˛) des Holzes auf die Hirnflächen. Die hier angegebenen Druckfestigkeiten stellen Mittelwerte dar, die an fehlerfreien Proben bei etwa 12% Holzfeuchtigkeitsgehalt bestimmt wurden. (siehe: Biegefestigkeit).

Druckholz:

Anormales, den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussendes Holzgewebe, tritt auf dem Stammquerschnitt einseitig in etwa halbringförmigen Schichten auf. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitige äußere Einwirkungen (z.B. Schiefstellung am Hang, Wind, Schnee).

Drücker:

Mit Drückern öffnet und schließt man Türen, es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen, z.B. Kurzschild-, Langschild- oder Rosettengarnitüren.

Durchdringung:

Durchdringungen sind Bauteile oder Elemente in runder oder eckiger Form, die bei einer Aussparung in der Bauteilfläche erforderlich werden, z. B. Dachausstiege, Dachgully, Antennendurchgänge u. ä.

Durchfallast:

Die meist schwarzen Äste ohne Verbindung zum umgebenden Holz fallen nach der Trocknung aus den Brettern heraus (siehe auch Schwarzast, verwachsener Ast).

Durchforstung:

Aushieb von Bäumen in Stangen- oder Baumhölzern zur Erreichung leistungsfähiger, gesunder und stabiler Waldbestände. Wichtige Aufgaben der Durchforstung sind: Verbesserung des Standraumes verbleibender Bäume, Steigerung des Zuwachses dieser Bäume, Regulierung der Baumartenmischung, Förderung des Unterstandes, Erhaltung des Traufs, Vorbereitung der Naturverjüngung.

Dämmstoffe:

Isolierung (ökologisch: Holzfaserdämmstoffe, Baumwolle, Zellulosedämmstoffe)

Dämmstoffe:

Dämmstoffe dienen zum Wärme-, Schall- und Feuerschutz. Sie werden aus unterschiedlichen Stoffgruppen hergestellt: anorganische, in der Natur vorkommende Dämmstoffe sind z.B. Bims; anorganische, künstlich hergestellte Dämmstoffe sind Blähton (Perlite), Blähschiefer, Blähglimmer (Vermikulit), Schaumlava, Schaumglas, Steinwolle, Glasfasergespinst. Außerdem gibt es organische, in der Natur vorkommende Dämmstoffe, wie Kork, Kokosfaser, Holzfaser, Schafwolle, Baumwolle und Torf sowie organische, künstlich hergestellte, wie Polyurethanschaum, Polystyrolschaum, Phenolharzschaum, Holzfaserdämmstoffe, Holzwolle, Altpapierdämmstoffe (Zellulose) und transparente Dämmstoffe. Alle auf dem Markt angebotenen Dämmstoffe müssen eine Zulassung besitzen, die eine Eignungsprüfung enthält. Diese Eignung muss in Güteüberwachungen durch geeignete Institute auch nach der Zulassung überprüft werden.

Dämmung:

Unter Dämmung versteht man alle Maßnahmen der Außen- und Innendämmung zur Wärme- und Schalldämmung. Bei der Außendämmung unterscheidet man zwischen Kerndämmung, die direkt auf das Mauerwerk verlegt wird, und der Dämmung mit hinterlüfteter Fassade, bei der zwischen Fassade und Dämmschicht ca. 2 cm Luftraum frei bleiben. Bei der Fassadendämmung mit Vollwärmeschutz(VWS)-Systemen kann die aufgebrachte Dämmung direkt verputzt oder mit Flachverblendern versehen werden. Ein Hinterlüftungsabstand oder zusätzliches Vormauerwerk sind nicht nötig. VWS-Systeme sind deshalb besonders für die Altbau-Renovierung geeignet. Sie werden auch als Wärmedämm-Verbundsysteme bezeichnet. VWS-Systeme bestehen aus genau aufeinander abgestimmten Komponenten, i. d. R. Dämmaterial und Träger für Putz oder Flachverblender. Die Trittschalldämmung von Böden gewinnt gerade als Renovierungs-Maßnahme an Bedeutung, z.B. beim Ausbau des Dachgeschosses. Gleiches gilt für die Wärmedämmung des Dachgeschosses. Hier unterscheidet man eine Zwischensparrendämmung mit Hinterlüftung und eine Sparrenvolldämmung ohne Hinterlüftung. Die Verlegung der Sparrenvolldämmung sollte unbedingt dem Handwerker vorbehalten bleiben. Die Aufsparrendämmung bietet durch eine Verlegung der Wärmedämmung oberhalb der Sparren die Möglichkeit, Wohnräumen unterm Dach besondere Akzente zu verleihen - durch sichtbare Sparren und eine Schalung aus Nut- und Federbrettern

Dübel:

(Dolle) rundes Verbindungsmittel (Einlass-, Einpressdübel). Früher aus Holz.

E


E1-Qualität:

Mit diesem Begriff werden Laminate, Paneele und Spanplatten bezeichnet, die in die Emissionsklasse E1 eingeordnet werden. Das bedeutet: bei diesem Material wird der für den Wohnbereich zulässige Grenzwert von 7 mg Formaldehyd in 100 mg unbearbeitetem Holz nicht überschritten (Formaldehyd-Emission nach EN 120/92).

Ebenholz:

(frz. Bois d'ebčne, engl. Ebony). Unter diesem Namen kommt eine größere Anzahl fremder dunkelfarbiger Holzarten im Handel vor, doch versteht man darunter gewöhnlich ein dichtes, schweres und schwer zu bearbeitendes, in Wasser untersinkendes Holz von schwarzer Farbe, das als ein geschätztes Material für die Kunsttischlerei, zu Drechslerwaren, Blasinstrumenten, Klaviertasten usw. gilt und von verschiedenen Bäumen Indiens, der ostindischen Inseln und Afrikas gewonnen wird. Das von Zeylon und Madagaskar eingeführte schwärzeste Holz stammt von Diospyrus Ebenaster, das von Bombay und Sumatra liefert D. Melanoxylon, das von der afrikanischen Westküste D. Ebenum. Das nicht sehr starke Holz besteht nur aus dem Kern des Stammes, während der weißliche und weiße Splint vorher abgeschlagen wird und nur zuweilen noch in kleinen Resten anhängt. Es gibt jedoch eine schwarz und weiß gestreifte oder marmorierte Sorte aus Ostindien und der Insel Bourbon von D. montana, an welcher auch der Splint hart und brauchbar ist. Ein bräunlichgrünes Holz, welches so fest wie das schwarze ist und vielfach zu eingelegten Arbeiten gebraucht wird, kommt aus Ostindien von Aspalathus Ebenus. Was sonst als rotes, grünes, braunes, blaues und gelbes E. aufgeführt wird, hat wenig Bedeutung.

Echt Quartier Messern:

Furniertechnik -> Messertechnik. Aufteilung des Rundholzstammes in Viertelblöcke. Der Schnitt des Messers erfolgt im rechten Winkel zu den Jahresringen. Die Furniere zeigen ein ausgesprochen streifig gezeichnetes Furnierbild.

Eckhakenblatt:

Holzverbindung auf Zug und Schub

Eckverbindung:

Für die Ausklinkung bei der Eckverbindung sägen Sie mit der Feinsäge oder einem Fuchsschwanz den Balken bis zur Hälfte ein. Die Ausklinkung muß in der Breite genau der Dicke des zweiten Balkens entsprechen. Mit dem Stechbeitel tragen Sie den angesägten Abschnitt Schicht für Schicht von der Stirnholzseite her ab. Beim Gegenstück wiederholen Sie den Vorgang.

Eichenholz:

(frz. Bois de chęne, engl. Wood of oak), unter den einheimischen Hölzern das wichtigste Nutzholz, stammt von zwei Arten von Eichen, der Steineiche oder Wintereiche (Quercus sessiliflora) mit fast stiellosen, sitzenden Früchten, und der Stieleiche oder Sommereiche (Quercus pedunculata) mit langgestielten Eicheln. Die erstere liebt die Berge, während die zweite gewöhnlich in feuchten Flußniederungen vorkommt. Das Holz beider Arten ist sehr hart und zähe, schwer, von hellgelblichbrauner Farbe, leicht kenntlich an seinen großen Poren und Spiegeln und sehr widerstandsfähig gegen Nässe und Fäulnis. Die Verwendung des E. als Möbel- und Bauholz, namentlich für Wasserbauten, zum Schiffsbau und zu Fässern für Spiritus, Wein und Bier ist bekannt. Es wird auch in großen Mengen aus Ungarn und Serbien eingeführt.

Eigenfrequenz:

Die Eigenfrequenz = Resonanzfrequenz (Anzahl der Schwingungen je Sekunde), Einheit 1 Hertz (Hz) = 1 Schwingung je Sekunde; mit zunehmender Frequenz nimmt die Tonhöhe zu; eine Verdoppelung der Frequenz entspricht einer Oktave.

Einbaufeuchte:

Holzbauteile sollen mit dem Feuchtegehalt eingebaut werden, der als Mittelwert im fertigen Bauwerk zu erwarten ist. Als mittlere Gleichgewichtsfeuchte gelten: Im fertigen Bauwerk: geschlossen mit Heizung (9 ą3) %, geschlossen ohne Heizung (12 ą 3)%, offen überdeckt (15 ą 3)%, der Witterung ausgesetzt (18 ą 6)%. Für die Herstellung von BSH müssen die Bretter künstlich getrocknet werden.

Einbauteil:

Einbauteile sind Bauteile oder Elemente, die in Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen eingebaut werden, z. B. Dachflächenfenster, Lichtkuppeln, Sicherheitsdachhaken, Schneefanggitter, Wandhalterungen, Lüfter u. ä.

Einfriedung:

Grundstücksbegrenzung mit Zäunen, Mauern oder Hecken

Eingeschlossenes Splintholz:

Vor allem bei Eiche auch als "Mondringe" bezeichnete Jahrringe im Kernholz, deren Farbe und Eigenschaften hinsichtlich der Verwendung sich kaum von denen des Splintholzes unterscheiden.

Einholmtreppen:

Treppen, bei denen die Stufen von einem Holz- oder Stahlträger, der meist in der Mitte der Laufbreite angeordnet ist, unterstützt werden

Einlage:

Ist das Innenleben des Türblattes. Wesentliche Faktoren werden dadurch beeinflusst, z.B. Schalldämmung, Gewicht, Standfestigkeit und Belastbarkeit der Bänder

Einlauf:

Bei bestimmten Arten, besonders an den Enden von saftfrischen Stämmen, entstehende Farbänderungen. Sie werden durch Luftzutritt an noch lebenden Zellbereichen hervorgerufen, verursachen aber keine Minderung der Festigkeitseigenschaften und können mit Pilzbefall verwechselt werden.

Einschub:

Fehlboden, Streif- oder Zwischenboden. Früher häufig aus Stroh und Lehm erstellt.

Einzelpore:

Auf dem Hirnschnitt einzeln angeordnete Poren (Gefäße), die keine anderen Poren berühren, sondern allseits von anderen Zellarten umgeben sind.

Eisenholz:

(frz. Bois de fer, engl. Iron-wood). Diesen Namen führen im Handel verschiedene, durch ungewöhnliche Härte sich auszeichnende Hölzer. Fast jedes heiße Land hat seine besonderen Arten solcher hartholzigen Bäume, die zu den Klusiazeen, Laurazeen, Rubiazeen und Sapotazeen gehören. Der von der Botanik als ťechterŤ oder ťwahrerŤ bezeichnete Eisenholzbaum (Metrosideros vera) stammt von den Molukken. Die im Handel vorkommenden Hölzer sind gewöhnlich dunkelfarbig, so schwer, daß sie im Wasser sinken, und so hart, daß sie sich nur mit den besten Instrumenten bearbeiten lassen. Vorheriges Einlegen in heißes Wasser macht sie jedoch gefügiger. Sie dienen zu verschiedenen kleinen Handwerkszeugen, zu Walzen und Drechslerwaren und werden von Ostindien, Kotschinchina, Java, Sumatra, Madagaskar, Süd- und Westafrika, Mittel- und Südamerika und Australien eingeführt.

Elastizität:

Fähigkeit eines Materials, die durch äußere Kräfte bewirkte Verformung rückgängig zu machen, wenn die Lasteinwirkung aufhört.

Elastizitätsmodul:

Das Verhältnis von Spannung und Dehnung innerhalb des elastischen Bereiches eines Materials (siehe auch Hookesches Gesetz).

Elektrische Holzfeuchtemesser:

Meßgeräte zur schnellen Bestimmung der Holzfeuchte mit Hilfe elektrischer Verfahren (siehe auch Elektroden).

Elektroden:

Die Fühler von elektrischen Holzfeuchtemessern, die bei der Bestimmung der Feuchte die Oberfläche berühren oder in sie eindringen.

Emissionsklasse:

Die Emissionsklassen unterteilen sich in E1, E2 und E3. Diese Klassen werden in der "Formaldehydrichtlinie" definiert. Nach dieser Verordnung dürfen nur noch Holzwerkstoffe in den Verkehr gebracht werden, die der Emissionsklasse E1 entsprechen. Um dieser Emissionsklasse anzugehören, darf der Formaldehydgehalt nicht höher als 0,1 ppm (parts per million) sein.

Endbestand:

Zur Endnutzung heranstehender hiebsreifer Bestand nach Erreichen des vorgegebenen Zieldurchmessers. Waldbauliches Ziel ist die Verjüngung des Bestandes, der Blick geht daher auf die nächste Waldgeneration.

Endfestigkeit:

Maximale Festigkeit nach dem Aushärten des Klebstoffes. Diese wird in Newton pro Quadratzentimeter (N/cm2) angegeben. 10 N entspricht 1 kg

Energiebilanz:

Wie bei jeder Bilanz werden Einnahmen und Ausgaben verrechnet. Grundlage der Einnahmen ist die Photosynthese (gespeicherte Energie: Erdöl, Erdgas, Kohle aber auch Holz), Ausgaben sind u. a. für Verkehr, Haushalt und Industrie.

Energieholz:

Holz, das zur Energieproduktion eingesetzt wird, unabhängig von der Zustandsform (Stückholz, Hackschnitzel, Späne, Sägemehl etc.). Energieholz schließt Brennholz ein.

Engobe:

Eingebrannter Überzug, z. B. auf Dachziegeln aus eingefärbter Tonschlämme, die vor dem Brand durch Tauchen oder Spritzen aufgebracht wird.

Entspannen:

Abbau der während einer künstlichen Trocknung auftretenden Trocknungsspannungen durch ein unmittelbar an die Trocknung anschließendes Lagern in einem Klima, das mit dem gewünschten Holzfeuchtigkeitsgehalt im Gleichgewicht steht.

Entspannen:

Abbau der während einer künstlichen Trocknung auftretenden Trocknungsspannungen durch ein unmittelbar an die Trocknung anschließendes Lagern in einem Klima, das mit dem gewünschten Holzfeuchtigkeitsgehalt im Gleichgewicht steht.

Erikaholz:

Bruyčreholz, das ziegelrote und schön gemaserte Wurzelholz der in Südeuropa heimischen Erica arborea, läßt sich leicht polieren und wird daher gern zu Drechslerarbeiten (Pfeifenköpfen) und in der Kunsttischlerei verwandt.

Erle:

Die Erle liefert ein weiches, feinporiges Holz in einer schönen mittelrotbraunen Tönung.

Erlenholz:

(Ellernholz) findet sich in zwei Arten, und zwar in Deutschland fast ausschließlich als Schwarzerle (Else, lat. Alnus glutinosa, frz. l'Aune commune, engl. Sticky aldertree), während in den nördlichen Gegenden Ostpreußens und in den russischen Ostseeprovinzen auch die nordische Weißerle oder graue Erle (Alnus incana) vorkommt. Frisches E. wird an der Luft schnell orangerot, beim Trocknen aber wieder heller. Das Holz der Schwarzerle ist immer etwas mehr gefärbt als das der Weißerle, letzteres auch etwas dichter. Nächst dem Eichenholz besitzt das E. die größte Widerstandsfähigkeit gegen die Einwirkung der Feuchtigkeit. Schön gemaserte Stücke werden als Tischlerholz geschätzt. - Die Erlenrinde (lat. Cortex alni, frz. Ecorce d'aune, engl. Alder bark) dient bisweilen zum Gerben.

Erntealter:

Ab einem gewissen Alter, das bei den einzelnen Baumarten unterschiedlich ist, wird das Höhen- und Dickenwachstum eingestellt. Bis zum Absterben können die Bäume dann zwar noch lange existieren, wachsen jedoch nicht mehr oder nur noch sehr wenig in die Höhe. Deshalb liegt das Erntealter, die Hiebsreife der Bäume, vor dem tatsächlichen Alter, das sie theoretisch erreichen könnten.

Esche:

Oft verwendet wird auch das Holz der Esche. Dieses Holz ist stark gemasert; die Färbung reicht von hell bis dunkel. (Bei gleichmäßiger bräunlicher Färbung spricht man auch von der Olivesche.) Das Eschenholz ist grobporig. Daher sollte es nicht verwendet werden, wenn deckende Anstriche oder Dickschichtlasuren vorgesehen sind, da sich Spachtelungen nicht vermeiden lassen.

Eschenholz:

Das Holz der gemeinen Esche, Fraxinus excelsior (frz. Fręne, engl. Ash), besitzt von allen Holzarten die größte Zähigkeit und Elastizität, bekommt nicht leicht Risse, steht im Trocknen gut und hält sich auch im Wasser, dagegen nicht in der Erde. Es ist dicht, hart, hellfarbig und wird vorzugsweise von Tischlern, Wagnern usw. benutzt. Vorzüglich eignet es sich zu Rudern, Reckstangen, Deichseln u. dgl.

Express-Weißleim:

Bei kleinen Werkstücken können Sie auch den Express-Weißleim verwenden, der bereits in einigen Minuten anzieht. Bei größeren Holzstücken besteht allerdings die Gefahr, daß Teilstellen bereits angezogen haben, bevor Sie die Teile zusammenpressen. Nehmen Sie lieber längere Trockenzeiten dabei in Kauf. Muß die Verbindung wasserfest sein, besorgen Sie sich Weißleim nach der Norm B 3.

Exzentrisch- oder Halbrundschälen:

Furniertechnik -> Schältechnik. Der Block wird hier nicht exakt in der Mittelachse, sondern exzentrisch in die Schälmaschine eingespannt. Von anfangs tangentialer Schnittebene wandert diese allmählich zu radialer Lage und entspricht dem Messervorgang eines vollen oder halben Blockes. Auch das dadurch erzielte Furnierbild zeigt sich ähnlich dem gemesserten Furnier.

F


Fachwerk:

Zimmermannskonstruktion / -binder, -wand

Fachwerkbau:

Die tragenden Teile einer Wand bestehen aus einem Gerippe (Skelett) von Balken und Kanthölzern, dessen Zwischenräume (Gefache) mit Flechtwerk und Lehm oder Mauerwerk ausgefüllt werden.

Fachwerksanierung:

Bei einer Fachwerksanierung müssen alle von Insekten und Pilzen befallenen Holzteile großzügig entfernt werden. Nichtsichtbare Holzschäden können durch eine endoskopische Untersuchung erkannt werden. Bei größeren Schäden, wenn z.B. Balken ersetzt werden müssen, muß ein Statiker hinzugezogen werden. Die sanierten Bauteile müssen ausreichend austrocknen. Kein frisches Holz einbauen! Alle Teile des Fachwerks sind durch geeignete Holzschutzmittel gegen Fäulnis und Schädlingsbefall zu sichern. Spezielle, zum Teil auch ungiftige Verfahren von Fachfirmen ermöglichen den Holzschutz auch an schwer erreichbaren Bauelementen.

Falttüren:

Diese Tür besteht aus faltbaren Lamellen und läßt sich daher auf kleinstem Raum zusammenfalten. Das ermöglicht es, Räume abzutrennen, die aus Platzgründen keine normale Tür zulassen.

Falz:

Aussparung an der Kante eines Werkstückes. Ein Falz dient meist zur Verbindung von zwei Holzstücken, die sich überlappen.

Farbe:

Häufig im Kernholz besonders ausgeprägt; sie kann sich durch unterschiedliche Feuchte, Alter und Belichtung ändern. Da sie außerdem innerhalb der gleichen Art von unterschiedlicher Ausprägung sein kann, sind Angaben zur Farbe nur mit Vorbehalt möglich (siehe: Ausbleichen, Einlauf, Farbstreifen, Fladern, Splint).

Farbhölzer:

(frz. Bois de teinture, engl. Dyewoods), diejenigen Holzarten, welche einen zum Färben brauchbaren Farbstoff enthalten, bilden einen wichtigen Gegenstand des Drogen- und Farbwarenhandels und werden, mit Ausnahme des Fisetholzes, sämtlich von außereuropäischen Ländern eingeführt. Die Verladung geschieht lose in Blöcken, die Zerkleinerung in besonderen Farbholzmühlen oder Farbholzraspeleien, wie sie in Hamburg, Berlin, Leipzig usw. zu finden sind. Nach der Art der Zerkleinerung unterscheidet man im Handel: Späne, Locken, Nadeln und Pulver oder gemahlenes Farbholz. Späne und genadeltes Holz sind am gebräuchlichsten. Die zerkleinerten Hölzer werden vor dem Verkaufe gewöhnlich noch der Fermentation unterworfen und danach in fermentiertes und nichtfermentiertes Farbholz unterschieden. Dieses Fermentieren besteht darin, daß man die zerkleinerten F. in dunklen, aber luftigen Räumen aufschüttet und unter häufigem Benetzen mit Wasser und zeitweiligem Umschaufeln mehrere Wochen lang liegen läßt. Hierdurch bekommen sie ein lebhafteres Aussehen, indem sich der Farbstoff, der anfangs nur in geringer Menge fertig gebildet ist, aus den Chromogenen entwickelt. Die wichtigsten F. sind unter ihren Namen in besonderen Artikeln: Blauholz, Gelbholz, Rotholz, Sandelholz und Fustik besprochen. Trotz der großen Verbreitung, welche die Teerfarben gefunden haben, hat die Einfuhr von F. in Deutschland nicht abgenommen.

Farbstreifen:

Unterschiedliche Färbungen im Kernholz, die durch eine auf dem Querschnitt sich wiederholende, meist ringförmige Farbabstufung verursacht wird; während auf radialen Längsschnitten Farbstreifen entstehen, bilden sich beim Tangentialschnitt Farbfladern, wie z. B. bei Zebrano (siehe: Zeichnung, Glanzstreifen, Spätholz).

Farbtextur:

Durch unregelmäßige Einlagerungen von farbigen Inhaltsstoffen beweirkte farbliche Zeichnung oder Streifung des Holzes.

Farbzeichnung:

Durch unregelmäßige Einlagerungen von farbigen Inhaltsstoffen beweirkte farbliche Zeichnung oder Streifung des Holzes.

Faser:

Lange, englumige und dickwandige Zellen mir spitz auslaufenden Enden, die wesentlich zur Festigkeitsbildung des Holzes beitragen. Bei Laubholz vorweigend als Libriformfasern, bei Nadelholz als Tracheiden vorkommend. Bei der Papierherstellung als allgemeiner Begriff für die vereinzelten Holzzellen ("Fasern" bzw. Faserbündel) benutzt.

Faserausrisse:

Bearbeitungsfehler beim Hobeln, bei dem kleine Späne aus der Holzoberfläche unterhalb der Messerebene herausgerisssen werden, meist durch Arbeiten gegen die Faser verursacht.

Faserneigung:

Relative Abweichung der Faserrichtung von der Längskante eines Schnittholzes; wird als Verhältnis der Faserabweichung in Querrichtung zur Bezugskantenlänge (Meßstrecke in Längsrichtung) in Prozent angegeben.

Faserrichtung:

Die Richtung der Längsachsen der im Holz überwiegend längs zur Stammachse gerichteten Zellen oder "Fasern"

Fasersättigungsbereich:

Feuchtezustand des Holzes, bei dem nur die Zellwände mit Feuchte (mit gebundenem Wasser) gesättigt sind, die Zellhohlräume enthalten noch kein freies Wasser. Der Feuchtegehalt bei Fasersättigung schwankt je nach Holzart, Standort und Lage im Stamm zwischen etwa 22% und 35 %.

Fasersättigungsfeuchte:

Feuchtezustand des Holzes, bei dem nur die Zellwände mit Feuchte (mit gebundenem Wasser) gesättigt sind, die Zellhohlräume enthalten noch kein freies Wasser. Der Feuchtegehalt bei Fasersättigung schwankt je nach Holzart, Standort und Lage im Stamm zwischen etwa 22% und 35 %.

Fasersättigungspunkt:

Feuchtezustand des Holzes, bei dem nur die Zellwände mit Feuchte (mit gebundenem Wasser) gesättigt sind, die Zellhohlräume enthalten noch kein freies Wasser. Der Feuchtegehalt bei Fasersättigung schwankt je nach Holzart, Standort und Lage im Stamm zwischen etwa 22% und 35 %.

Faserzement:

groß- und mittelformatige Platten, kleinformatige Faserzement-Dachplatten und montagefertige Stülpschalungsplatten sowie Formteile und Rohre aus einer Mischung aus Zement, Synthetikfasern, Zellulose und Wasser, gepreßt und dampfgehärtet, mit wetterfester, kratzfester, anorganischer Farbschicht oder durchgefärbt. Faserzement ist stoßfest, schlagzäh, nicht brennbar, witterungsbeständig und beständig gegen Fäulnis und Korrosion

Fassonstahl:

Werkzeug, deren Form nur einer bestimmten Fasson (=Form)folgen und die auch nur diese Form schneiden können.

Faux Quartier Messern:

Furniertechnik -> Messertechnik. Bei dieser Aufarbeitungsart entstehen aus dem geviertelten Block Furniere mit einer halb-blumigen Textur. Denn die Jahresringe werden nur an einer Seite im flacheren Winkel angeschnitten. Durch das zusammenfügen (stürzen) dieser Furniere lasssen sich auch großflächig (z.H. im Objektbereich) blumige Zeichnungen erzielen.

Feder:

schwache Holzleiste zum Einlegen in eine Nut

Fehlboden:

Boden zw. Balken / Auffüllung, Papier, Lotte

Feine Textur:

Beschreibung von feinporigem Holz mit relativ kleinen Porendurchmessern, insbesondere im Hinblick auf die Oberflächenbehandlung.

Feinjährigkeit:

Holz ist feinjährig gewachsen, wenn die schmalen Jahrringe möglichst eng und gleichmäßig liegen.

Feng Shui:

ist die alte chinesische Geomantie- und Raumharmonielehre. In den Tigerstaaten Asiens werden ganze Bürokomplexe auf Feng-Shui-Tauglichkeit überprüft, denn im Geschäftsbereich werden hauptsächlich die Aspekte Erfolg, Energiefluss, Einrichtung, Betriebs- und Geschäftsklima beeinflusst. Immer mehr Privatleute, aber auch viele große Firmen nutzen die Erfahrungen dieser 3000 Jahre alten chinesischen Kunst auch hierzulande. Durch die undogmatische, gezielt systematische Untersuchung von Haus, Wohnung und anderen Räumlichkeiten können Verbesserungsvorschläge vor Ort herausgearbeitet werden, welche die jeweilige Raumenergie erhöhen, Schwächen abmildern und Stärken herausarbeiten, und somit einen positiven Einfluss auf Standort und Umgebung ausüben.

Fensterriegel:

waagerechtes Kantholz für Fenster im Fachwerk / Gaube

Fertigparkett:

Fertigparkett nennt man industriell gefertigte, oberflächenbehandelte Fußbodenelemente aus Holz. die, meist mit Nut und Feder versehen, durch Verleimen miteinander verbunden werden und nach dem Verlegen keiner Nachbehandlung mehr bedürfen. href="http://www.holzurm-page.de">www.holzurm-page.de

Fertigparkett:

Fertigparkett besteht aus Parkettelementen, die fertig Oberflächenbehandelt und versiegelt sind. Nach der Verlegung kann das Parkett sofort begangen werden. Durch den mehrschichtigen Aufbau sind die Elemente formstabil und eignen sich gut zur "schwimmenden Verlegung". Durch die hohe Nutzschicht kann dieses Parkett mehrmals renoviert werden.

Festigkeit:

Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffes oder Bauteiles gegen Bruch. Zahlenmäßig die mechanische Spannung, die zum An- oder Durchbrechen der Probe führt (auch als Bruchspannung bezeichnet).

Festigungsgewebe:

Zur Erfüllung ihrer verschiedenen Aufgaben im Holzkörper werden unterschieden: a. Leitgewebe für den Stofftransport (Saftströme), bestehend aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern; b. Speichergewebe für Stoffwechsel und Stoffspeicherung, bestehend aus Parenchymzellen; c. Stütz- oder Festigungsgewebe bestehend aus Fasern bei Laubhölzern d. Holzstrahlen bestehend aus leitenden und oft auch speichernden Zellelementen.

Feuchtegefälle:

Feuchteunterschiede über einen Holzquerschnitt; bei der Trocknung eines Brettes beispielsweise nimmt der Feuchtegehalt vom feuchteren Innenbereich zur trockeneren Brettoberfläche hin ab.

Feuchtegehalt:

Alte Bezeichnung: Holzfeuchtigkeit. Die Masse des Wassers in den Zellhohlräumen des Holzes, bezogen auf die wasserfreie (darrtrockene) Holzmasse, ausgedrückt in Prozent.

Feuchtegleichgewicht:

Diejenige Ausgleichsfeuchte, die bei hygroskopischen Materialien wie z.B. Holz oder Holzwerkstoffe annehmen, wenn sie lange einer bestimmten Temperatur und relativen Luftfeuchte ausgesetzt werden.

Feuchteverhalten von Holzwerkstoffen:

Holzwerkstoffe dehnen sich bei Änderung des Feuchtegehalts aus, allerdings in weit geringerem Maße, als Vollholz. Bei einer gleichmäßigen Feuchteaufnahme auf der gesamten Plattenstärke gilt: Bei einer Änderung des Feuchtegehalts von je 1 % muss mit einer Längenänderung von je 0,3 mm/m gerechnet werden. Diese Längenänderungen werden größtenteils über die Plattenfuge kompensiert.

Feuchttemperatur:

Auch Feuchtthermometertemperatur genannt. die mit einem Thermometer gemessene Temperatur, dessen Meßelement mit einem feuchetn saugfähigen Baumwollstrumpf überzogen ist; bei Verdunstung des Wassers (in einem Luftstrom) wird dem Thermometer Wärme entzogen (Verdunstungskälte), die Temperatur sinkt in Abhängigkeit von der jeweiligen relativen Luftfeuchte (siehe auch Trockentemperatur, Psychrometer).

Fichte:

Das wohl am meisten bei uns im Möbelbau verwendete Holz ist das der Fichte. Fichtenholz ist weich, in seiner Färbung weißlich bis hellgelb. Bei der Verarbeitung splittert es leicht und ist empfindlich gegenüber mechanischen Belastungen. Es dunkelt sehr stark nach.

Fichtenholz:

(frz. Bois de pin, engl. Pinewood), das Holz der Fichte oder Rottanne (Picea vulgaris), gehört zu den weichen Hölzern und ist weniger leicht spaltbar, aber fester, dauerhafter und namentlich im Witterungswechsel haltbarer als Tannenholz. Es wird als vorzügliches Bau- und Tischlerholz sowie als Brennholz verwendet. Die Fichtenrinde benutzt man wegen ihres Gerbsäuregehaltes in manchen Gegenden als Gerberrinde.

Finne:

Die Schmalseite, d.h. das zugespitzte Ende gegenüber der Bahn des (Hand-)Hammers.

First:

Oberkante des Daches (für den Zimmermann Oberkante Sparren)

Firstpfette:

Firstpfetten werden bei Pfettendächern eingesetzt. Sie dienen als oberes Auflager für die Sparren. Da sie die Hälfte der vertikalen Last des Daches abtragen müssen, werden sie bei hohen Spannweiten an geeigneten Stellen durch Stützen oder Wände abgestützt.

Fischgrät:

Fischgrät-Muster ist eine Verlegevariante. Die einzelnen Elemente werden schräg aneinander gelegt, um so ein schönes Muster zu erzielen.

Fischleim:

Syndetikon, nennt man dickflüssige, gelbe bis gelbbraune Klebstoffe, die in Norwegen, Rußland und anderen Ländern aus Fischabfällen, z. B. Eingeweiden und Schwimmblasen durch Auskochen gewonnen werden. F. stellt einen guten, zähen, flüssigen Leim dar, der vielfach auch künstlich, z. B. aus Zuckerkalklösung, nachgeahmt wird.

Fisetholz:

(Fustikholz, ungarisches Gelbholz, Zantegelbholz, junger Fustik, lat. Lignum fusticum, frz. Fustet, engl. Fustic). Der bei uns in Anlagen häufige Perückenbaum, eine im südlichen Europa heimische und auch hier und da kultivierte Sumachart (Rhus cotinus), enthält in seinem Holz einen gelben Farbstoff, der durch Alkalien rot gefärbt wird. Das grau- oder grüngelbliche Holz, von dem der weiße Splint abgelöst ist, kommt teils in Form dicker Knüppel, teils schon in Späne geschnitten aus Ungarn, Illyrien, Tirol und Italien in den Handel, wird jedoch, weil die Farbe nicht sehr echt ist, nur noch selten zum Gelbfärben, häufiger aber zur Herstellung gemischter Farben verwendet.

fixieren:

Zusammenhalten der Fügeteile mittels Hilfsmitteln (Klammern, Zwingen, Pressen) während des Aushärtens

Flach Quartier Messern:

Furniertechnik -> Messertechnik. Im Gegensatz zum Echt-Quartier-Messern wird der Viertelblock von außen zur Stammmitte hin so gemessert, daß die Jahresringe flach angeschnitten werden. Die dadurch produzierten Furniere haben wie beim Flachmessern einen fast reinen, blumigen "Kathedralaufbau".

Flachholzdübel:

Eine spezielle Verbindung ist die Verwendung von Lamellos (Flachholzdübel), die in kreissegmentförmige Nuten eingeleimt werden. Dazu benötigen Sie eine Schlitzfräse. Der Vorteil bei dieser Methode ist, daß Sie die Werkstücke anpassen können.

Flachliegendes Material:

Geschnittenes Holz, erkennbar am Jahrringverlauf.

Flachmessern:

Furniertechnik -> Messertechnik. Hierbei wird der Halbblock mit seiner Kernseite auf dem Messertisch befestigt. Die zu Beginn des Messerns anfallenden Furnierblätter haben noch einen lebhaften Fladeraufbau während zur Mitte hin zunehmend Furniere mit "blumigem" Aufbau entstehen.

Flachpressplatte:

Spanplatten (Flachpressplatten) werden aus zerkleinertem Rohholz unter Einwirkung von Wärme und Druck hergestellt. Als Zusatz werden Kunstharzbindemittel beigemischt.

Fladern:

Ein meist kegelartiges oder ovales Bild, das durch Farb- oder Strukturunterschiede beim "flachen" Anschnitt (tangential) hervorgerufen wird, bei den meisten Nadelhölzern und allen ringporigen Hölzern durch den Unterschied von Früh- und Spätholz, bei anderen Laubhölzern durch den Wechsel von Faserzellen und Speicherzellen, wie z. B. bei Wenge oder durch einen farblichen Wechsel bei Zebrano (siehe: Blume, Farbstreifen, Frühholz).

Fladerschnitt:

Auch Tangential-, Brett- oder Sehnenschnitt gennant. Längsschnitt parallel zur Stammachse und senkrecht zu den Jahrringen, wodurch die Jahrringe bzw. Zuwachszonen so angeschnitten werden, daß eine deutliche Zeichnung, die sogenannte Fladerzeichnung, Flader oder Fladerung entsteht, die mit zunehmendem Abstand der Schnittfläche von der Stammmitte lebhafter wird (siehe auch Seitenbretter).

Flammpunkt:

Niedrigste Temperatur, bei der eine Substanz (Lösungsmittel) durch Verdampfung ein zündfähiges Gemisch erzeugen kann

Fledermausgaube:

Fledermausgauben sind verhältnismäßig aufwendig in der Herstellung und deshalb etwas teurer als andere Gauben. Bei Fledermausgauben mit geschweiften Kehlen treten an manchen Stellen zwischen dem Haupt- und Fledermausgaubendach stumpfwinklige Knicke auf. Bei der Fledermausgaube mit geraden Kehlen kommen die stumpfwinkligen Knicke nicht vor. Die geschwungenen Dachflächen müssen aber mit sogenannten Keilbrettern hergestellt werden.

Flügelast:

Ein annähernd parallel zu seiner Längsachse aufgeschnittener Ast; er kann von der Markröhre bis zum Brettrand reichen (siehe auch Ast, Runder Ast).

Formaldehyd:

Formaldehyd ist ein stechend riechendes, farbloses Gas, das zu Reizungen der Augen und Schleimhäute führen kann. Werkstoffe, die mit Harnstoff- oder Melamin-Formaldehydharzen verleimt wurden (Flachpressplatten), können nachträglich Formaldehyd freigeben. Die Wahrnehmbarkeitsgrenze liegt zwischen 0,2 und 1,0 ppm (parts per million). Daher sind nur Holzwerkstoffe der Emissionsklasse E1 zugelassen. Zur Einstufung in diese Klasse darf der Formaldehydgehalt nicht größer als 0,1 ppm (entspricht 0,12 mg/mł) sein.

Formate:

Bei der Fertigung von Holzrahmenbauwänden werden verschiedene Platten eingesetzt. Um den Zuschnitt und die Arbeitsabläufe zu erleichtern, spielt die Formatidentität eine große Rolle. Alle Platten haben das gleiche Format. So kann das Raster 62,5 cm ohne Verschnitt mit 1,25 m breiten Platten beplankt werden.

Formenkanon:

Sich wiederholende Formfolgen und Deteilausbildungen.

Forsteinrichtung:

Mittelfristige, in der Regel 10jährige Planung im Forstbetrieb. Dazu werden zunächst über eine Inventur im Wald Holzvorrat und Zuwachs nach Beständen und Baumarten ermittelt. Nach diesen Daten wird der Hiebsatz festgelegt und die betrieblichen sowie waldbaulichen Ziele geplant.

Fraßgänge:

Auch "Wurmlöcher" gennant, sind Bohrgänge holzbewohnender Insekten bzw. deren Larven ("Würmer") in Rund- und Schnittholz. Durchmesser und Tiefe der Fraßgänge variieren je nach Insektenart erheblich.

Freies Wasser:

Holzfeuchte oberhalb des Fasersättigungsbereiches, als frei tropfbares Wasser in den Zellhohlräumen vorliegend; zu unterscheiden von dem in der Zellwand sorptiv gebundenem Wasser.

Freigespärre:

auch Sparrenknecht, Schwebegiebel, Flugsparrendreieck / vor Giebelwand gesetztes Sparrenpaar

Freilufttrocknung:

Auch als natürlich Trocknung bezeichnet, ist das älteste Verfahren der Holztrocknung, bei der das Schnittholz durch geeignete Lagerung (Stapelung) im Freien oder im offenen Schuppen unter Dach dem örtliche Klima ausgesezt wird (lediglich gegen Regen, Schnne und direkte Sonneneinstrahlunggeschützt). Feuchteentzug und erreichbare Restfeuchte sind vorwiegend von den jahreszeitlichen Klimaschwankungen abhängig (siehe lufttrocken). Für viele Verwendungsarten müssen die Hölzer anschließend noch in Trockenkammern auf eine niedrigere Endfeuchte fertiggetrocknet werden (siehe Technische Trocknung).

Freiwinkel:

Der Winkel zwischen der Rückseite des Messers (Freifläche) und dem Weg der Schneidkante (Schnittebene). Er wird üblicherweise mit dem griechischen Buchstaben alpha gekenntzeichnet.

Frisches Holz:

Beliebiger Holzfechtegehalt oberhalb der Fasersättigungsfeuchte; nicht zu verwechseln mit saftfrisch

Fräsrädchen:

Werkzeug der biegsamen Welle mit unterschiedlichen Profilen und unterschiedlichen Schneidenausbildungen. Grobe Fräser sind bei zu langsamen Lauf sehr gefährlich.

Frühholz:

Die meist hellere und weichere Schicht, die zu Beginn einer Wachstumsperiode (Frühjahr) entsteht und meistens bei Nadelhölzern besonders deutlich ausgebildet ist; häufig gekennzeichnet durch größere Zellen und niedrigere Rohdichte (siehe auch: Blume, Fladern und Spätholz).

FSC:

Abkürzung für Forest Stewardship Council. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die in Mexiko beheimatete Organisation kontrolliert über 1.000 Verarbeitungsbetriebe und ist auch in Deutschland vertreten.

Fugendeckleiste:

gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen.

Fugendicke:

Durchschnittlicher Abstand der verklebten Fügeteile = Dicke der Klebstoffschicht

Fungizid:

Biozid mit Wirkung gegen Pilze

Furnier:

Holz bis 5 mm Stärke

Furnierplatte:

Sperrhölzer sind Furnierplatten und bestehen aus mindestens drei kreuz und quer miteinander verleimten Holzplatten. Es gibt sie roh oder mit verschiedenen Holzfurnieren beschichtet. Bei den dünnen Platten sind alle drei Schichten etwa gleich dick. Bei den dickeren Platten ist die Mittelschicht meist dicker und besteht aus Fichte. Das mindert zwar die Qualität, ist aber eine preiswerte Lösung und reicht für die meisten Arbeiten aus. Furnierplatten, die aus bis zu 19 Schichten bestehen können, sind auch unter der Bezeichnung Multiplexplatten bekannt.

Furnierrisse:

Beim Schälen oder Messern von Furnier durch Biegebeanspruchung des Furnierblattes auf der dem Messer zugekehrten Seite in regelmäßigen Abständen entstehende feine, sichelförmige Risse (sog. Haarrisse). Die Rißtiefe ist von der Holzart, der Vorbehandlung, den Schneidbedingungen und der Furnierdicke abhängig (siehe auch Offene Seite und Geschlossene Seite).

Furnierschichtholz:

Furnierschichtholz besteht aus Furnierlagen. Diese Lagen mit einer Mindestdicke von 3 mm werden versetzt aufeinander geleimt. Die Fasern verlaufen in Längsrichtung oder könne auch kreuzweise aufeinander geleimt werden, um die Festigkeit zu erhöhen. Eingesetzt wird Furnierschichtholz bei stabförmigen Bauteilen. Die Verleimung erfolgt mit Phenolharzleim

Futter:

Aufspannvorrichtung, die auf dem Aufnahmegewinde der Spindel oder in der Pinole das Werkzeug, z.B. Bohrer im Futter, oder das Drehgut spannen.

Futterkonus:

Flach konisch verlaufende Ausdrehung in einem Einschlagfutter.

Futterscheibe:

Hilfsmittel zum Spannen. eine ausreichend große Querholzscheibe wird auf die Schraube gespannt und im Maß des Fußes der Schale, des Tellers usw. zylindrisch ausgedreht, um den Fuß darin zu halten.

Fußleiste:

Schutzleiste am unteren Ende einer Wand.

Fußpfette:

Fußpfetten (auch Schwellen genannt) werden bei Pfettendächern eingesetzt. Sie bilden den unteren Auflagerpunkt für den Sparren und liegen auf einer Massiv- oder Holzbalkendecke auf. Die Verankerung von Pfette und Sparren ist besonders sorgfältig vorzunehmen, da die horizontale Windlast auf das Dach von der Fußpfette aufgenommen werden muss. Die Verankerung gegen Abheben durch Windsog wird durch Sparrenpfettenanker vorgenommen.

Fußrähm:

Das untere waagerechte Konstruktionstragglied (Schwelle) einer Wandtafel wird in der Regel dimensionsgleich wie die "Rasterstütze" und das "Kopfrähm" ausgebildet.

Fäule:

Die Zersetzung des Holzes durch holzzerstörende Pilze.

Fäulnis:

Die Zersetzung des Holzes durch holzzerstörende Pilze.

Fügeteile:

Die zu verklebenden oder verklebten Werkstückteile

Füllung:

Ist das Innenleben des Türblattes. Wesentliche Faktoren werden dadurch beeinflusst, z.B. Schalldämmung, Gewicht, Standfestigkeit und Belastbarkeit der Bänder

G


Gabelwuchs:

Übernehmen nach der Zerstörung zwei oder mehrere Seitenknospen das Längenwachstum des Baumes, so entsteht eine Stammteilung. Gabelung (Zweiteilung der Stämme) entstehen auch häufig durch Vererbung. Zwieselwuchs entsteht, wenn drei oder mehrere Seitenknospen das Längenwachstum übernehmen.

Ganzholz:

einstieliges Verbandholz

Gaube:

Dachfenster / Spitz-, Schlepp-, Gaubenbank

Gauben:

Mit dem Einbau einer Gaube schaffen Sie - zusätzlich zum vermehrten Lichteinfall - auch eine Vergrößerung des Wohnraums mit voller Stehhöhe. Das [Fenster] wird weit nach außen gesetzt, im besten Fall auf den Drempel. Wo vorher nur eine Dachschräge war, unter der man bestenfalls kriechen konnte, entsteht zusätzlicher Wohnraum. Besonders bei flacheren Dächern, mit entsprechend geringem Stellplatz unter der Schräge, haben Sie einen enormen Raumgewinn (siehe Planskizze links). Vorteile haben Dachgauben gegenüber [Dachflächenfenstern] auch bei Wind und Wetter: So wird Ihnen auch bei starken Schneefällen nicht die Sicht versperrt, und Lüften ist auch bei Regen und schneebedeckten Dächern je nach Windrichtung nahezu problemlos möglich.

Gebinde:

Manchmal auch Gespärre. Wand-, Dach-, Voll-, Leer-, Frei-, Füll-, Zwischengesperre

Gebundenes Wasser:

An die Oberfläche der Zellwand hygroskopisch gebundenes Wasser; Feuchte im Holz unterhalb des Fasersättigungspunktes (siehe auch Freies Wasser).

Gebälk:

Konstruktion aus Balken.

Gefach:

Feld einer Fachwerkwand

Gefährdungsklasse:

Im Holzbau werden die Außenbauteile verschiedenen Gefährdungsklassen (GK) zugeordnet. Die GK gibt an, wie groß die Gefahr für ein Holzbauteil ist, aufgrund von Feuchtigkeit Schaden zu nehmen (z. B. Schimmel- oder Pilzbildungen, Verwerfungen usw.). Für Bauteile der GK 0 ist in der Regel kein chemischer Holzsschutz nötig. Durch zusätzliche Maßnahmen können die GK für Bauteile auch verbessert werden. Eine Fachwerkwand ist z. B. der GK 3 zugeordnet. Wenn jedoch eine Vorhangschale montiert wird, darf die Wand der GK 2 zugeordnet werden. In den meisten Fällen lässt sich der chemische Holzschutz aber auch durch bestimmte widerstandsfähige Holzsorten ersetzen. Fußrähme sind normalerweise der GK 2 zugeordnet, da dieser Bereich gesondert gefährdet ist. Für Schwellen empfiehlt sich daher im allgemeinen der chem. Holzschutz. Eine Alternative hierzu bietet die Verwendung von natürlich, dauerhaften Holzarten. Im Bereich der Schwelle kann bei Verwendung von z.B. splintfreiem Lärchenholz auf chemischen Holzschutz verzichtet werden. Siehe hierzu auch konstruktiver Holzschutz.

Gefäße:

Auch als Tracheen, im Querschnitt als Poren bezeichnet; charakteristische Zellart der Laubhölzer. Sie bestehen aus einzelnen röhrenförmigen Gliedern, die übereinander angeordnet sind und deren Querwände gleich nach der Entstehung der Zelle wieder aufgelöst werden, sodaß ihre Länge oft mehrere Meter erreichen kann. Sie dienen im Splintholz der Wasserleitung.

Gefüge:

Einzelheiten der Holzkonstruktion / konstruktive Gesamtheit

Gegen die Faser:

Bezieht sich auf die Schnittrichtung, z.B. beim Hobeln einer Brettoberfläche, wobei das Aufspalten des Holzes vor den Schneidmesser dem abwärts gerichteten Faserverlauf unter die angestrebte Schnittebene ins Holz folgt.

Gehrung:

Verbindung von zwei Werkstücken zum Winkel von 90°, wobei die einzelnen Werkstücke jeweils auf halbe Winkelgröße (= 45°) zugeschnitten werden.

Geißfuß:

Verbindung zw. Strebe und Firstpfette / oder Nageleisen (Brechstange)

Geißfuß:

V-förmige Bildhauerwerkzeug zum Einschneiden spitzkehlenartiger Formen.

Gelbholz:

(lat. Lignum flavum, Lignum citrinum, frz. Bois jaune, engl. Fustic-wood). Das echte Gelbholz, gelbes Brasilienholz, auch Fustik, und zwar alter Fustik, zum Unterschiede vom neuen Fustik oder Fisetholz (s. d.) genannt, stammt von dem westindischen und südamerikanischen Färbermaulbeerbaum, Morus tinctoria, und ist eins der vielgebrauchtesten Farbhölzer. Es erscheint im Handel teils in ganzen scheitlangen Stammabschnitten, teils zu Scheiten zerspalten, oder auch im Kleinverkehr geraspelt. Das Stammholz ist von Rinde und Splint befreit, da diese keine färbenden Bestandteile enthalten, während die Holzmasse auf frischem Schnitt hell zitronengelb mit vielen orangegelben Adern durchzogen erscheint. Von den verschiedenen Sorten dieses Holzes gilt das schwerste und am lebhaftesten gefärbte als das beste, vor allem das Kubaholz, das aber nicht nur von Kuba, sondern auch von den übrigen Antillen kommt. Weniger gehaltreich sind Tuspan, Tampico, Carmen, Tabasco und Domingo. Der Farbstoff besteht aus einem Gemisch von Maklurin (Moringerbsäure) mit Morinsäure (an Kalk gebunden), welche in heißem Wasser nicht löslich ist. Das Holz läßt sich daher durch Wasser nicht erschöpfen, sondern gibt nach völliger Extraktion mit Wasser auf Zusatz von Kalkmilch noch eine stark gelb färbende Lösung. Der Farbstoff bräunt sich in den Brühen durch Einwirkung der Luft, so daß diese rasch verbraucht werden müssen. Sie verleihen alaungebeizten oder auch schon ungebeizten Zeugen eine haltbare gelbe Färbung, die den Einwirkungen von Säuren besser als jedes andere Gelb widersteht, doch nicht sehr schön ist. Das Holz dient daher auch seltener für sich allein zum Gelbfärben, sondern wird meist in Verbindung mit anderen Stoffen zur Herstellung von Mischfarben, so mit Indigo zu Sächsischgrün, ferner zu hell und dunkler braunen und olivgrünen Farbtönen und zu Schwarz auf Wolle, Seide, Baumwolle in der Färberei und Kattundruckerei benutzt. Neben dem Holze kommt auch Gelbholzextrakt in den Handel, das wie Blauholzextrakt bereitet wird, aber nicht so spröde und glasartig ist und eine dunkel schmutziggelbe Farbe hat. Für die Zwecke der Zeugdruckerei endlich wird aus der wäßrigen Abkochung des G. durch Zusatz von Alaun und Ammoniak ein Farblack (Gelbholzlack, Kubalack) hergestellt, der als olivgrüner Teig in den Handel kommt. Dichtes hochfarbiges Gelbholz dient auch als Material in der Kunsttischlerei.

Gerberverbinder:

Gerberverbinder ersetzen die zimmermannsmäßige Ausbildung eines Gerbergelenkes, indem Träger stumpf gestoßen und mit einem Blechformteil verbunden werden.

Geschlossene Seite:

Schäl- und Messerfurniere besitzen eine offene und eine geschlossene Seite. Die Rißfreie Seite des Furniers, die während der Herstellung dem Messer gegenüberliegt, wird als geschlossene Seite bezeichnet (siehe auch Offene Seite, Furnierrisse).

Geschlossene Wartezeit:

Unter der geschlossenen Wartezeit versteht man die Zeit vom Zusammenlegen der Fügeteile bis zum Erreichen des vollen Preßdrucks. Die offene Wartezeit ist die Zeit vom Klebstoffauftrag bis zum Zusammenlegen (Vereinigen) der Werkstücke.

Gesimskasten:

Dachüberstand wird mit einer (Holz) Verschalung verkleidet

Gespundetes Holz:

Holzteil mit jeweils einer Nut- und einer Federverbindung.

Gesunder Ast:

Ein Aste ohne Anzeichen von Fäulnis, der (nach den Tegernseer Gebräuchen) mindestens auf einer Breitseite zur Hälfte des Umfanges fest verwachsen ist (siehe Verwachsener Ast).

Gesundes Holz:

In den Tegernseer Gebräuchen enthaltener aber nicht näher erläuterter Begriff. Holz wird allgemein als gesund bezeichnet, wenn es frei von Bohrgängen holzzerstörender Insekten ist und vor allem nicht durch Pilzbefall verfärbt, zersezt oder anderweitig verändert ist.

Gewebe des Holzes:

Auch Zellgewebe gennant. Zur Erfüllung ihrer verschiedenen Aufgaben im Holzkörper werden unterschieden: a. Leitgewebe für den Stofftransport (Saftströme), bestehend aus Gefäßen (Poren) bei Laubhölzern bzw. Frühholztracheiden bei Nadelhölzern; b. Speichergewebe für Stoffwechsel und Stoffspeicherung, bestehend aus Parenchymzellen; c. Stütz- oder Festigungsgewebe bestehend aus Fasern bei Laubhölzern d. Holzstrahlen bestehend aus leitenden und oft auch speichernden Zellelementen.

Gewichtsgruppen:

Die sich hauptsächlich aus der Artenvielfalt ergebende weite Gewichtsspanne wird meist in vier Gruppen aufgeteilt: - Gruppe 1: leichte Hölzer <0,40 g/cmł, - Gruppe 2: mäßig leichte Hölzer <0,55 g/cmł, - Gruppe 3: mäßig schwere Hölzer <0,70 g/cmł, - Gruppe 4: schwere Hölzer > 0,70 g/cmł. Die weitaus meisten Holzarten gehören den beiden mittleren Gruppen an.

Gewindebohrer:

Schneidwerkzeug für ein stets festgelegtes Innengewinde.

Gewindestrehler:

Gewindeschneidwerkzeug für die freie Handwerkzeug zur Fertigung eines Gewindes auf beliebigem Durchmesser. Die Formen des Gewindeganges sind geradlinig und poliert in das Werkzeug gefräst; stirnseitig für außen, linksseitig für innen. Die Gangzahlen für die Strehlerpaare beziehen sich auf Englische Zoll oder Millimeter.

Gipsfaserplatten:

Gipsfaserplatten bestehen aus einem Gemisch von Gips und Zellulosefasern, die die Platten bewehren. Dieses Gemisch wird unter Zugabe von Wasser unter hohem Druck verpresst. Gipsfaserplatten werden vorwiegend im Innenausbau eingesetzt, beispielsweise als Bekleidung von Wandelementen oder als Trockenestrichelemente. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist der Einsatz von zweischichtigen Bekleidungen für feuerhemmende und feuerbeständige Konstruktionen.

Gipskartonplatten:

Gipskartonplatten bestehen im Kern hauptsächlich aus Gips und sind mit Karton ummantelt. Gipskarton-Bauplatten (GKB), werden in erster Linie zur innenseitigen Bekleidung verwendet. Gipskarton-Bauplatten, die imprägniert sind (GKBi), haben durch ihren vergüteten Kern und Karton eine verzögerte Wasseraufnahme. Sie können in Feuchträumen eingesetzt werden und sind durch ihre grünliche Farbe erkennbar. Gipskarton-Feuerschutzplatten (GKF) besitzen im Kern Glasseidenrovings und dürfen keine brennbaren Zuschläge enthalten. Diese Platten können zur Ausbildung von feuerbeständigen Konstruktionen nach DIN 4102 herangezogen werden. Gipskarton-Feuerschutzplatten sind auch imprägniert erhältlich.

Glanzstreifen:

Sie entstehen durch die beim Wechseldrehwuchs verursachte streifige Reflexion des Lichtes auf den Radialflächen. Bei verändertem Standpunkt des Betrachters oder des Lichtes wechselt auch das Streifenbild, wie z.B. bei Sapelli, da dieses nicht auf Farbunterschieden beruht (siehe auch: Farbstreifen und Wechseldrehwuchs).

Glanzstreifen:

Sie entstehen durch die beim Wechseldrehwuchs verursachte streifige Reflexion des Lichtes auf den Radialflächen. Bei verändertem Standpunkt des Betrachters oder des Lichtes wechselt auch das Streifenbild, wie z.B. bei Sapelli, da dieses nicht auf Farbunterschieden beruht

Glaseinsätze:

Verschiedene Gläser können als fertiger Sprossenrahmen in den Lichtausschnitt einer Tür eingesetzt werden. Es gibt bunte, klare, matte, gravierte, etc.Gläser bis hin zu handsignierten Designergläsern. Möglich sind auch Spezialscheiben, wie z.B. das Sicherheits- oder Isolierglas bei Haustüren.

Glaswolle:

Glaswolle ist der handelsübliche Name für Mineralfaserdämmung, die aus Glasfasern besteht. Sie werden in der Regel als Platten oder Filz angeboten. Ihr Einsatzgebiet ist die Dämmung von Außenbauteilen zur Verbesserung des Wärme- und des Schallschutzes.

Gleichgewichtsfeuchte:

Wassergehalt von Holz in Luft bei konstanter Temperatur und Luftfeuchte

Gleichgewichtsholzfeuchte:

Diejenige Ausgleichsfeuchte, die bei hygroskopischen Materialien wie z.B. Holz oder Holzwerkstoffe annehmen, wenn sie lange einer bestimmten Temperatur und relativen Luftfeuchte ausgesetzt werden.

Gliederbogen:

Zur Überbrückung von Traufenüberständen können bei den Regenfallleitungen Gliederbogen eingesetzt werden. Diese bestehen aus zusammengelöteten einwärts oder auswärts geschwungenen Rohrteilstücken.

Goldener Schnitt:

Verhältnismaß. Es verhält sich die kleinere Strecke zur großen wie die größere zum Ganzen. Die in ein Verhältnis gesetzten Teilmaße sollen damit einen hohen Grad an "harmonischen Gefüge" erreichen.

Grenadillholz:

ein rotes Tischlerholz unbestimmter Abstammung aus Westindien, wird auch rotes Ebenholz genannt.

Grobe Textur:

Beschreibung von grobporigem Holz mit relativ großen Porendurchmessern, insbesondere im Hinblick auf die Oberflächenbehandlung (siehe auch Porenrillen).

Grobjährigkeit:

Holz mit breiten Jahrringen im Gegensatz zu feinjährigem Holz.

Gründach:

Begrünte Dächer sind in einigen Regionen Nordeuropas (Island, Finnland, Norwegen) als traditionelle Dachausführungen anzutreffen. Durch entsprechende technische Entwicklungen im Bereich der Dachabdichtungen und spezieller Dachbegrünungssysteme und der Einsatz entsprechender Dachbepflanzungen ist das Gründach auch im mitteleuropäischen Raum, selbst für geneigte Dächer, sinnvoll und technisch relativ unproblematisch auszuführen.

Grünfeucht:

Feuchte des Rundholzes unmittelbar nach dem Einschlag, entspricht etwa dem Feuchtegehalt im lebendem Baum; nicht zu verwechseln mit frischem Holz.

Grünfeucht:

Feuchte des Rundholzes unmittelbar nach dem Einschlag, entspricht etwa dem Feuchtegehalt im lebendem Baum

Guajakholz:

Der Guajakbaum (Guajacum officinale), ein zur Familie der den Rutazeen nahe verwandten Zygophyllazeen gehöriger Baum von den westindischen Inseln, liefert sowohl ein wertvolles Nutzholz wie ein medizinisch wichtiges Harz. Das Holz des Stammes und der Äste enthält in zahlreichen feinen Kanälen reichliche Mengen (etwa 20 bis 25 %) von Harz, das am lebenden Baume zum Teil freiwillig ausquillt. Das Stammholz, das in großen, mehrere Zentner schweren Blöcken als Pockholz, Franzosenholz, Heiligenholz (lat. Lignum guajaci s. sanctum, frz. Bois de gayac, engl. Guaiacum wood) in den Handel kommt, erreicht eine Dicke bis zu 3 dm und ist eines der schwersten, härtesten und dichtesten Hölzer, das im Wasser untersinkt und wegen des unregelmäßigen Verlaufs der Fasern nur schwierig gespalten werden kann. Nach Entfernung des schmalen weißen oder hellbräunlichen Splintes erkennt man auf dem harzglänzenden Querschnitt des dunkelgrünlich braunen oder schwarzbraunen, zuweilen gelblichen schwarzgestreiften Holzes mit der Lupe die gefüllten Harzgänge. Beim Erwärmen und Anzünden verbreitet das Holz einen angenehmen benzoëartigen Geruch. Es wird häufig zu Gegenständen, die eine große Festigkeit haben sollen, besonders zu Kegelkugeln Zapfenlagern für Maschinen, Hämmern, Werkzeugstielen, Preßwalzen usw. verarbeitet. - Die bei der Bearbeitung abfallenden Späne kommen mit zu dem geraspelten Guajakholz, das als Lignum guajaci einen Artikel des Drogenhandels bildet und teils für sich, häufiger mit anderen Hölzern vermischt unter der Bezeichnung Holztee (Species lignorum) als Blutreinigungsmittel benutzt wird. - Das Guajakharz (lat. Resina guajaci, frz. Résine de gayac, engl. Guaiacum resin) kommt in zwei Sorten zum Verkehr, von denen das selbst ausgeflossene in Tropfen oder Tränen oder in kleinen, rundlichen Stückchen (in lacrymis) die wertvollere ist. Das geringwertigere G. in Massen (in massis) wird gewonnen, indem man die gefällten Stämme durchbohrt und ihren Harzgehalt durch Feuer zum Ausfließen bringt, Späne und Astholz dagegen mit Wasser auskocht. Diese Sorte zeigt im Inneren viele kleine Hohlräume und ist mit Splittern und Rindenstückchen vermengt. Das Harz ist braungelb oder grünlich, vom spez. Gew. 1,230 - 1,240, sehr hart und spröde, die beste Sorte auf dem Bruche glasglänzend und von bitterscharfem, kratzendem Geschmack. Es löst sich in Äther, 90 grädigem Weingeist, Chloroform, Kreosot, Nelkenöl vollständig, in anderen ätherischen und fetten Ölen gar nicht oder nur teilweise. Erhitzt oder auf Kohlen geworfen, gibt es einen der Benoë ähnlichen Geruch. Das gepulverte Harz und dessen frisch bereitete weingeistige Lösung besitzen die Eigenschaft, unter dem Einflusse der Luft oder anderer oxydierender Stoffe, gewisser Metallsalze und organischer Stoffe eine erst grüne, dann prachtvoll blaue Färbung anzunehmen, die durch reduzierende Mittel wieder aufgehoben werden. Die Ursache der Färbung ist eine amorphe, etwa 70 % des Harzes ausmachende Säure, die Guajakonsäure. Außerdem sind noch 10 % kristallisierbare Guajakharzsäure vorhanden. Offizinell wird das Harz teils als Tinktur, teils in Emulsion innerlich gebraucht. Das meiste Guajakharz kommt von Jamaika über England in den Handel.

Gummiadern:

Mit meist dunklen Kernstoffen angefüllte Zellreihen oder feine Spalten, die sich auffällig abzeichnen und bei bestimmten Hölzern häufiger vorkommen können, wie z.B. bei Kirsche, Zebrano und Dibetou. Sie sind auf dem Querschnitt meist als 1 mm breite Ringe (Blutringe) oder Bögen erkennbar, die auf dem Längsschnitt als Adern oder Fladern erscheinen.

Gurt:

(Gurtung) überschneidung, überkreuzung, überblattung

Gymnospermen:

auch nacksamige Planzen genannt. Zu der Gruppe der Gymnospermen gehören alle Nadelbäume (siehe auch Angiospermen).

Güteklasse:

Bezeichnung der Qualität von Stammholz oder von Holzerzeugnissen, wie z.B. Schnittholz, Furniere oder Holzwerkstoffplatten.

Güteklasse:

Es wird unterschieden zwischen den Güteklassen I bis III. Zur Güteklasse (GK) I gehört Bauholz mit besonders hoher Tragfähigkeit; GK II ist Bauholz mit gewöhnlicher Tragfähigkeit. Diese Güteklasse wird in der Mehrzahl bei der Bemessung und Konstruktion zugrundegelegt. GK III ist Bauholz mit geringer Tragfähigkeit.

H


Hahnebalken:

Kehlbalken zum Abstützen

Hakenblatt:

gerades, schräges-Hakenblatt

Halbholz:

einmal getrennter Stamm

Halbringporig:

Zwischenstellung zwischen ring- und zerstreutporig; die Gefäße im Frühholz sind nur wenig größer als im Spätholz, auch fehlt den Frühholzgefäßen die Kranz-(ring)förmige Anordnung wie bei den typisch ringporigen Arten, Z.B. Nußbaum und Kirschbaum.

Halbrundschälen:

Furniertechnik -> Schältechnik. Der Block wird hier nicht exakt in der Mittelachse, sondern exzentrisch in die Schälmaschine eingespannt. Von anfangs tangentialer Schnittebene wandert diese allmählich zu radialer Lage und entspricht dem Messervorgang eines vollen oder halben Blockes. Auch das dadurch erzielte Furnierbild zeigt sich ähnlich dem gemesserten Furnier.

Halbtrockenes Holz:

Das Holz hat einen mittleren Feuchtegehalt von höchstens 30%, bei Querschnitten von über 200cm˛ von höchstens 35% (siehe auch Trockenes Holz und Frisches Holz).´

Hammergewicht:

Gewicht des Hammerkopfes, in der Regel als Zahl auf die Oberseite geprägt.

Harnstoffharze:

UF-Harze sind synthetische, härtbare Kunstharzklebstoffe und gehören zur Gruppe der Aminoplaste und damit zu den irreversibel aushärtenden, duroplastischen Klebstoffen. Harnstoffharze werden heute in großem Umfang in der Holzwerkstoffindustrie vor allem zur Herstellung von Spanplatten der Verleimqualität V 20 eingesetzt. Harnstoffharze sind günstig die Verleimungen aber nicht wasserfest. Die technische Herstellung von Harnstoff erfolgt meist aus Ammoniak und Kohlendioxid.

Hartholz:

Bezeichnung für alle Laubhölzer, engl. Hardwoods.

Harvester:

Zur Holzernte eingesetzte, moderne Maschine.

Harz:

(lat. Resina, frz. Résine, engl. Resin). Unter diesem Namen faßt man in der Wissenschaft zahlreiche pflanzliche Ausscheidungsprodukte zusammen, die in der Hauptsache aus stickstofffreien Verbindungen von Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff (Harzsäuren, Ester) bestehen und in Wasser unlöslich, in Alkohol, Äther, Schwefelkohlenstoff hingegen in der Regel löslich sind. Als besondere Unterabteilungen werden von ihnen die Gummiharze (Gummigutti, Asa foetida, Ammoniakgummi, Galbanum, Myrrhe, Weihrauch), das sind Gemische von Harzstoffen mit Gummi, und die Balsame (Terpentin, Kopaiva-, Gurjun-, Mekka-, Peru-, Tolubalsam, Storax), Lösungen von Harzstoffen in ätherischen Ölen, unterschieden. Zu den eigentlichen Harzen gehören u. a. Schellack, Kopal, Mastix, Benzoë, Drachenblut, Dammar, Elemi, Sandarak, Guajak- und Akaroidharz sowie vor allem das Fichtenharz. Die einzelnen Harze, Gummiharze und Balsame sind unter ihrem besonderen Namen besprochen worden.

Harze:

Die in den Harzgängen (Harzkanälen) zahlreicher Nadelhölzer gebildete Substanz; auch in Form von Harzansammlungen, wie z.B. in Taschen, Adern, Narben, aber auch bei Baumverletzungen auftretend.

Harzersatz:

(Kunstharz) wird durch Erhitzen von Formaldehyd mit Phenolen (oder Kresolen) und einer Kontaktsubstanz (Alkalien, Säuren, Gerbextrakt, Kasein) als eine harzartige Masse dargestellt, die in Alkohol oder Azeton löslich ist, sich, wenn auch unvollkommen, mit Fußbodenölen mischt oder mit Universalfarben verreiben läßt und glänzende, durchscheinende, rasch trocknende Anstriche gibt. Ein derartiges Erzeugnis der Bakelit-Gesellschaft wird als Bakelit, im Gemisch mit Kumaronharz (s. d.) als Albertole bezeichnet. - Ein anderer H. der Chemischen Fabrik Nördlinger entsteht durch Behandlung von Holzteeröl mit Schwefelsäure, ein weiterer von Bartling und Haege durch Erhitzen von Lignit mit Kali und Soda. - Schließlich ist auch eingedickte Sulfitlauge als Harzersatz benutzt worden.

Harzflecken:

Durch Harze oder harzartige Ausscheidungen verursachte, meist braune und oft länger klebrig bleibende Flecken, die auch nach einer Oberflächenbehandlung bei bestimmten Laub- und Nadelhölzern auftreten können, wie z. B. bei Keruing (siehe auch: Harzkanäle).

Harzgalle:

Harzgefüllte Hohlräume im Baumstamm harzreicher Holzarten (Fichte, Kiefer, Lärche). Werden diese Hohlräume bei der Bearbeitung durch Ansägen oder Hobeln geöffnet, fließt das klebrige Harz aus. Dann müssen Sie entweder mechanisch durch Auskratzen der Harzgallen und Abschaben der Oberfläche oder durch Abwaschen mit Lösungsmitteln säubern.

Harzgallen:

Die im Holz der harzführenden Nadelhölzer bisweilen vorkommende, mit flüssigem oder festen Harz gefüllten flachen Hohlräume. Sie liegen stets innerhalb eines Jahrringes. Ihre Form auf Schnittflächen ist im Querschnitt schmal-bogenförmig, im Tangentialschnitt oval und im Radialschnitt länglich-streifig.

Harzgänge:

Röhrenartige, mit Harz oder harzähnlichen Substanzen angefüllte Hohlräume, die meist in Faserrichtung verlaufen. Aufgrund ihrer geringen Durchmesser werden sie erst durch austretende Harztropfen, Flecken oder durch eine stark abweichende Harzfärbung erkennbar. Sie können in Nadel- und Laubhölzern vorkommen, bei letzteren im Querschnitt auch zu Ringen geordnet.

Harzkanäle:

Röhrenartige, mit Harz oder harzähnlichen Substanzen angefüllte Hohlräume, die meist in Faserrichtung verlaufen. Aufgrund ihrer geringen Durchmesser werden sie erst durch austretende Harztropfen, Flecken oder durch eine stark abweichende Harzfärbung erkennbar. Sie können in Nadel- und Laubhölzern vorkommen, bei letzteren im Querschnitt auch zu Ringen geordnet.

Harzkitte:

aus Harzrückständen, meist unter Zusatz von Kautschuk oder Guttapercha, durch Auflösen in Schwefelkohlenstoff, hergestellt, dienen zum Verkitten solcher Gegenstände, bei denen besondere Haltbarkeit gewünscht wird.

Harztaschen:

Die im Holz der harzführenden Nadelhölzer bisweilen vorkommende, mit flüssigem oder festen Harz gefüllten flachen Hohlräume. Sie liegen stets innerhalb eines Jahrringes. Ihre Form auf Schnittflächen ist im Querschnitt schmal-bogenförmig, im Tangentialschnitt oval und im Radialschnitt länglich-streifig.

Harzöl:

(Harzgeist). Das bei der Destillation von Leuchtgas aus Fichtenharz in Menge von 20 - 25 % erhaltene rohe H. dient zur Herstellung einiger technisch wichtiger Stoffe. Der bei 120 - 130° übergehende Harzgeist (Pinolin) kann als Beleuchtungsmittel sowie als Ersatz für Terpentinöl gebraucht werden, nachdem er vorher durch Schütteln mit Natronlauge entsäuert und mit Dampf destilliert worden ist. Durch weitere Destillation des Rohöls bis zu 280° wird ein bräunlichgrünes dickeres Öl (fixes Öl oder Patentöl) hergestellt, das, mit Schmierseife gemischt, als Patentwagenfett, englische Wagenschmiere sowie unter der unzutreffenden Bezeichnung Paraffinfett in den Handel kommt.

Haselwuchs:

Zahlreiche kleine V-förmige Einbuchtungen der Jahrringe, besonders deutlich auf gespaltenen Tangentialflächen erkennbar. Kommt gelegentlich bei bestimmten Koniferen vor (z.B. Fichte aus Hochgebirgslagen) und ergibt auf Radial- und Tangentialschnitten eine dekorative Zeichnung.

Hauptdach:

Bezeichnung der Dachfläche, i. d. R. größte Dachfläche (Satteldach)

Haupttragwerk:

Alle Bauteile, die erforderlich sind, um die Standsicherheit eines Gebäudes sicherzustellen.

Hausbock:

Tierischer Holzschädling. Die Larve des Hausbocks kann bis zu 30mm lang werden, hat eine elfenbeinfarbige Haut mit rotbraunen Beißzangen und frisst seine Gänge im Splintholz von Nadelbäumen. Der Käfer selber ist schwarz und produziert ovale Fluglöcher.

Hausbock:

Der Hausbock, auch Hausbockkäfer genannt, befällt generell trockenes Nadelholz. Bei Kiefernholz wird der Befall nur im Splint beobachtet, während Reifholz im gesamten Holzquerschnitt befallen wird. Die Fluglöcher haben eine Größe von ca. 4 x 6 mm. Durch diese Fluglöcher kann die Standsicherheit des Bauteils gefährdet werden. Der Hausbock gehört zu den Trockenholzinsekten. Ist die Vermeidung von Insektenbefall durch den baulichen Holzschutz nicht möglich, muss das Holz durch chemische Holzschutzmaßnahmen geschützt werden

Hausschwamm:

Der Hausschwamm ist eine Pilzart. Generell benötigen Pilze ein feuchtes Klima (Holzfeuchte u > 20 %), der Hausschwamm jedoch bildet sich bei feuchtem Holz und kann auch nach der Trocknung weiterwachsen.

HB:

Abkürzung für "Holzhärte nach Brinell"

Hebefeier:

Richtfest bayr.

Heftzwinge:

Am Ansatz des Werkzeuges als "Schutzkappe" gegen das Platzen auf das "Heft" aufgebrachter (Stahl-) Ring, marktgängiges Zubehör.

Heizkörperrosette:

Entstandene Löcher um die Heizkörperrohre, werden mit diesen Rosetten abgedeckt. Sie sind in den gleichen Holzarten wie Parkett erhältlich.

Heizwert:

Anzahl der Kalorien der bei völliger Verbrennung von Material je Mengeneinheit des Materials freiwerdenden Wärme.

Heizwert:

Anzahl der Kalorien der bei völliger Verbrennung von Material je Mengeneinheit des Materials freiwerdenden Wärme

Hemicellulosen:

Holzpolyosen, weitverbreitete Gruppe von Polysaccariden, amorphe Struktur. Neben Cellulose und Lignin ein Hauptbestandteil der Zellwand.

Herz:

Auch juveniles Holz bezeichnet. Das im Zentrum des Stammes, in unmittelbarer Nähe der Markröhre, gebildete Holz (nicht zu verwechseln mit der Markröhre oder dem Mark selbst). Gekennzeichnet durch breite Jahrringe mit annormalen Eigenschaften. Kommt bei Laub- und Nadelholz vor und im ungünstigsten Fall bis zu 10 Jahrringe erfassen.

Herzbrett:

mittleres Brett aus dem Stamm

Hexenschnitt:

Traufabschnitt am Kehl- oder Gratsparren

Hickoryholz:

(Hickeryholz). Das Holz verschiedener Arten der Gattung Carya, die in Nordamerika vorkommen und zu den Walnußgewächsen gehören. Am häufigsten trifft man das Holz von Carya alba, das auch in großer Menge eingeführt und in der Kunsttischlerei verarbeitet wird. Es ist weniger fein und glänzend als das gewöhnliche Nußbaumholz, aber hart und schwer, zäh und dauerhaft. - Die angenehm schmeckenden Früchte desselben Baumes, die unter dem Namen Hickorynüsse oder Vexiernüsse (weil der Kern sehr schwer herauszubekommen ist) bekannt sind, dienen zur Ölbereitung. Andere Arten sind Carya olivaeformis und Carya porcina.

Hieb:

Synonym für Holzeinschlag.

Hirnholz:

Die beim einem (Stamm-) Querschnitt sichtbare Seite. Aufsicht auf die Faserquerschnitte.

Hirnholzpartien:

Die beim einem (Stamm-) Querschnitt sichtbare Seite. Aufsicht auf die Faserquerschnitte.

Hirnschnitt:

Quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geführter Schnitt. Er ist für die mikro- und makroskopische Bestimmung des Holzes am besten geeignet. Auf der Querschnittsfläche zeigen sich Jahrringaufbau, Längsparenchym und Holzstrahlen am deutlichsten.

HOAI:

Die Höhe des einem Architekten aus einem Architektenvertrag (Werkvertrag) gegenüber dem Bauherren zustehenden Vergütungsanspruchs, bestimmt sich nach der Verordnung über die Honorare für Leistungen der Architekten und Ingenieure, kurz: HOAI. Die HOAI ist eine sogenannte "Rechtsverordnung" und damit unmittelbar geltendes Recht. Einer vertraglichen Vereinbarung der Geltung der HOAI bedarf es nicht. Unzulässig ist eine von den Vorschriften der HOAI abweichende Honorarvereinbarung . Eine Vereinbarung der VOB als Bestandteil des Architektenvertrages ist nicht möglich, da sich die VOB auf Bau- und nicht auf Architektenleistungen bezieht.

Hobeldiele:

gespundetes, gehobeltes Fußbrett (trocken)

Hobeldielen:

Hobeldielen gibt es in 18/19,5/22,5/28 mm Stärke. Diese Dielen sind sauber gehobelt, aber nicht oberflächenbehandelt und nicht versiegelt. Sie sind eine preiswerte Alternative für die Verlegung im Innenbereich. Hobeldielen gibt es in 3 Güteklassen( nach der Qualität sortiert).

Hobeln:

Gehobelt wird, um sägerauhe Holzoberflächen zu glätten und um Kanten zu entschärfen. Der Fachmann spricht von ťAbmessernŤ oder ťPutzenŤ. Hobeln ist nicht ganz so einfach, wie es aussieht. Wie beim Sägen muß auch beim Hobeln das Holz gut mit Schraubzwingen befestigt werden. Der Hobel wird flach an der hinteren Brettkante aufgesetzt. Rechtshänder umgreifen dabei mit der linken Hand den Griff und mit der rechten das Hobelende. Mit Schwung wird der Hobel dann bis über die vordere Brettkante hinausgeschoben. Der Bewegungsablauf sollte gleichmäßig und durchgehend sein. Der Hobel muß auf dem Holz gleiten. Es darf nicht rucken, stokken oder gar hüpfen.

Hochwald:

Hochwald wird mit Samen, Pflanzung oder Stecklingen begründet. Im schlagweisen Hochwald bestehen Bestände verschiedenen Alters. Die Verjüngung ist nur eine Phase des Bestandeslebens.

Hohlkehle:

Formal vertiefte Profilform, im historischen Sinne von gleichmäßiger Halbkreisform. Die Bezeichnung bleibt auch bei flacheren Hohlformen bestehen.

Holunderholz:

das Holz von älteren Stämmen des Sambucus nigra, wird wegen seiner Festigkeit von Tischlern und Drechslern sehr gesucht und namentlich gern zu langen hölzernen Stricknadeln verarbeitet.

Holz:

Das Zellgewebe des Baumes (ausgenommen der Markröhre) innerhalb des Kambiums.

Holzbalkendecke:

Holzbalkendecken bestehen aus Holzbalken, die in eine Richtung in einem bestimmten Achsabstand auf die Wände aufgelagert werden. Bei einem Sparrendach werden die Sparrenfüße an die Holzbalkendecke so angeschlossen, dass die entstehenden Horizontalkräfte aus Windbelastung in die Holzbalken eingeleitet werden und der Holzbalken somit als Zugstab herangezogen wird. Um die Decke als aussteifendes Element zur Abtragung von Windlasten in die darunter liegenden Wände heranziehen zu können, müssen auf die Decke Holzwerkstoffplatten (KRONOPLY OSB) aufgenagelt werden. Die Scheibenwirkung ist mit den Bemessungsregeln nach DIN 1052-1, Abschnitt 11.3 nachzuweisen und die Plattendicke entsprechend zu dimensionieren. Gestalterisch gibt es die Möglichkeit, die Deckenbalken sichtbar zu lassen. Bei allen Konstruktionen ist jedoch darauf zu achten, dass die erforderlichen Brandschutzbestimmungen nach der Landesbauordnung eingehalten werden und die entsprechende Feuerwiderstandsklasse durch eine Konstruktion nach DIN 4102-4 erreicht wird. Wird die Decke unter einem nicht ausgebauten Dachgeschoss vorgesehen, ist zusätzlich eine Wärmedämmung einzubauen. Abhängig von der Nutzung der Räume sind verschiedene Größen für den Trittschall- und Luftschallschutz einzuhalten, die durch unterschiedliche Maßnahmen und Konstruktionen erreicht werden können.

Holzbeizen:

sind Lösungen von Farbstoffen oder Chemikalien, welche dazu dienen, dem Holze eine andere, meist dunklere Färbung zu verleihen und auf diese Weise geringwertigen Hölzern das Aussehen teurerer zu geben. Sie bilden unter dem Namen H. für Nachahmung von Ebenholz, Nußbaum, Jakaranda, Mahagoni u. a. eine wichtige Handelsware. Neben einfachen Anilinfarben benutzt man auch getrennte Lösungen von Metallsalzen und Farbstoffen, die haltbare Niederschläge (Lacke) ergeben, z. B. Blauholz mit Kaliumdichromat, Alizarin mit Metallsalzen, Gerbstoff mit Eisenlösung, oder endlich auch einfache Chemikalien, wie Kaliumpermanganat für Braun, Vanadinsäure für Schwarz.

Holzbild:

Alle Farb- und Strukturmerkmale, die zusammen das Aussehen einer Holzart ergeben.

Holzessig:

(Holzsäure, lat. Acetum pyrolignosum, frz. Acide ligneux, Vinaigre de bois, engl. Pyroligneous acid). Zur besseren Ausnutzung des Holzes ersetzt man die Meilerverkohlung mehr und mehr durch ein Verfahren der Trockendestillation, wobei neben 20 - 30 % Kohle reichliche Mengen Leuchtgas entstehen, die wieder zur Heizung der Retortenöfen dienen. Das hierbei erhaltene flüssige Destillat trennt sich beim Stehen von selbst in zwei Schichten, eine untere, den Holzteer, und eine obere, den rohen Holzessig, die beide Handelswaren bilden. Der rohe H., eine braune, saure, unangenehm teerig und rauchig riechende und schmeckende Flüssigkeit, besteht neben Wasser aus Essigsäure, Holzgeist, Azeton und kleinen Mengen von Phenolen (Guajakol), die hier nur die Rolle von Verunreinigungen spielen. Die Menge der einzelnen Bestandteile ist, je nach den Holzarten, der Destillationseinrichtung und der mehr oder weniger guten Leitung der Feuerung verschieden. Die meiste Essigsäure enthält das Destillat von Buchen- und Birkenholz. Im allgemeinen wechselt der Gehalt zwischen 5 und 9 % Essigsäure. - Der rohe H. dient für sich als fäulniswidriges Mittel, zur Konservierung von Holz und zum Bestreichen von Fleischwaren (kalte Räucherung), ferner für Färberei- und Druckereizwecke, zur Darstellung des zu gewissen Farben erforderlichen holzessigsauren Eisens (vgl. Essigsäure) und zur Erzeugung reiner Essigsäure (s. d.). Durch Umdestillieren des rohen H. in der Weise, daß nur drei Viertel vom Ganzen abgezogen werden, erhält man den gereinigten oder rektifizierten H., der in der Medizin und als Desinfektionsmittel verordnet wird.

Holzfaser:

Die Faser ist die kleinste mit bloßem Auge erkennbare Einheit im Aufbau des Holzes. Fasern verlaufen in Wuchsrichtung.

Holzfaserplatten:

Holzwerkstoffe aus Holzfasern, die durch Hacken, Schleifen und Kochen von Restholz gewonnen, mit Kunstharz gebunden und zu Platten gepreßt werden. Es gibt • Hartfaserplatten, • MDF (Mitteldichte Faserplatten) und • Weichfaserplatten

Holzfaserplatten:

Bei der Herstellung von Holzfaserplatten (auch Weichfaserplatten) werden lange Holzfasern und Füllstoffe mit Hilfe von Wasser, Druck und hoher Temperatur verpresst. Um Holzfaserplatten wasserabweisend herzustellen, kann eine Bitumen-Emulsion beigefügt werden. Diese Platten werden zur Schall- und Wärmedämmung herangezogen und eignen sich sowohl für den Innenausbau als auch für die Dachschalung.

Holzfehler:

Abweichungen im Wuchs, in der Beschaffenheit un in den Eigenschaften vom gesunden Holz.

Holzfeuchte:

Alte Bezeichnung: Holzfeuchtigkeit. Die Masse des Wassers in den Zellhohlräumen des Holzes, bezogen auf die wasserfreie (darrtrockene) Holzmasse, ausgedrückt in Prozent.

Holzfeuchte:

Die Holzfeuchte u wird in Masse-% gemessen. Klassifiziert wird sie nach DIN 4074-1 in trocken (u <= 20%); halbtrocken (20% < u <= 30 % (35%)); und frisch (u > 30% (35%)). Die Werte in Klammern gelten für Holzquerschnitte über 200 cm˛. Der Feuchtegehalt hat verschiedene Bedeutungen: Zum einen arbeitet das Holz bei ständigem Wechsel der Feuchte; außerdem begünstigt eine hohe Holzfeuchte Pilz- und Insektenangriff. Zum anderen bewirkt eine Zunahme der Holzfeuchte eine Abnahme der Festigkeit und beeinträchtigt die Güte von Leimverbindungen.

Holzfeuchtegradient:

Feuchteunterschiede über einen Holzquerschnitt; bei der Trocknung eines Brettes beispielsweise nimmt der Feuchtegehalt vom feuchteren Innenbereich zur trockeneren Brettoberfläche hin ab.

Holzfußboden:

Holzfußboden besteht aus echtholzfurnierten, dünnen Bodenbrettern. Er ist die günstige Alternative zu Fertigparkett. Holzfußboden kann grundlegend renoviert werden. Dieser Boden besitzt eine dem Teppichboden entsprechende Stärke. Auch er wird "schwimmend" verlegt.

Holzgeist:

(Methylalkohol, Methyloxydhydrat, Karbinol, lat. Alkohol methylicus, frz. Esprit hydroxylique, Alcool méthylique, engl. Pyroligneous spirit, Wood naphta, Methylated spirit) ist ein Bestandteil des Holzessigs (s. d.), aus welchem er durch wiederholte fraktionierte Destillation und weitere Reinigung fabrikmäßig gewonnen wird. Der für gewöhnlich im Handel vorkommende H. ist stets noch etwas wasserhaltig, und die geringeren Sorten enthalten auch noch andere flüchtige Beimengungen, die jedoch für manche seiner Verwendungen nicht störend sind. Man verkauft ihn wie den Spiritus nach Prozenten Tralles, gewöhnlich 95 bis 98 %. - Der H., CH3.OH, ist eine dem gewöhnlichen Alkohol (Äthylalkohol, Weingeist) ähnliche farblose, brennbare, sehr flüchtige Flüssigkeit von eigentümlichem geistigen Geruch und brennendem Geschmack, die sich mit Wasser, Weingeist, Äther, Fetten und ätherischen Ölen in allen Verhältnissen mischt. Er siedet bei 65° und verbrennt mit bläulicher, nicht leuchtender Flamme. Zum Unterschiede von Äthylalkohol wird die Flamme durch Zusatz von Borax grün gefärbt, während freie Borsäure auch der Weingeistflamme eine grüne Farbe verleiht. Das spez. Gew. beträgt 0,797. Die Hauptverwendung findet der H. jetzt zur Darstellung von Jodmethyl (Methyljodür), des Ausgangsstoffes verschiedener Anilinfarben. In England benutzt man ihn, wegen der hohen Spiritussteuer, ganz allgemein anstatt des Spiritus zum Brennen und zur Bereitung von Lacken, ferner wie auch in Deutschland zum Denaturieren von Spiritus. Die vorübergehend zur Umgehung der Spiritussteuer früher beobachtete Einführung als Trinkbranntwein ist wegen der hohen Giftigkeit (Erblindungsgefahr), schon 8 g können tödlich wirken, verboten. Das Branntweinmonopolgesetz vom 26. Juli 1918 verbietet nicht nur die Verwendung von Methylalkohol zu Nahrungs- und Genußmitteln, sondern auch für Heil-, Vorbeugungs- und Kräftigungsmittel, Riechmittel und Mittel zur Reinigung, Pflege oder Färbung der Haut, des Haares, der Nägel oder der Mundhöhle. Unter methylalkoholhaltige Flüssigkeiten fallen z. B. Spritol und Spritogen.

Holzhärte:

Zur Bestimmung der Holzhärte wird in einem Meßgerät (siehe auch "Brinell") eine Stahlkugel von 10 mm Durchmesser mit 500 N bei langsam steigendem Druck in das Holz gedrückt. Aus dem mehr oder weniger großen Eindruck errechnet sich die Holzhärte oder Brinellhärte. Buche (34 N/mm˛) und Eiche (34 - 41 N/mm˛) gelten z.B. als harte Hölzer, Robinie oder einige tropische Hölzer als sehr harte Hölzer. Für die Parkettherstellung werden harte bis sehr harte Hölzer verwendet.

Holzingenieur:

Bezeichnung der Absolventen der früheren Ingenieurausbildung in Rosenheim, heute lediglich umgangssprachliche Bezeichnung für Diplom-Ingenieure der Fachrichtungen Holztechnik sowie Holzbau & Ausbau (siehe auch Holzingenieur.de).

Holzinhaltsstoffe:

Gelegentlich auch Holzextraktstoffe oder akzessorische Bestandteile bezeichnet. Diejenigen Stoffe im Holz, die nicht zu den Strukturelementen der Zellwand gehören, d.h. alle Stoffe außer Cellulose, Hemicellulosen und Lignin (z.B. ätherische Öle, Gerbstoffe, Harze, Farbstoffe, wasserlösliche Stoffe, mineralische Einlagerungen usw.). Meistens enthält das Kernholz erheblich mehr Inhaltsstoffe als das Splintholz. Sie bestimmen weitgehend Geruch und Farbe der Hölzer, ihre pH-Werte und ihre natürliche Resistenz gegenüber Insekten und Pilzen.

Holzkitt:

Holzkitt wird zur Ausbesserung von kleinen Kratzern oder kleinen Fugen verwendet. Er ist in den jeweiligen Holzarten erhältlich.

Holzkohle:

(lat. Carbo ligni, frz. Charbon de bois, engl. Char coal). Dieser wichtige und viel benutzte Stoff besteht aus dem größten Teile des im Holze vorhandenen Kohlenstoffes nebst den Aschenbestandteilen des Holzes, und entsteht bei der unvollständigen Verbrennung des Holzes in Meilern oder Retorten. In letzteren ist die Ausbeute natürlich größer, da bei den Meilern ein Teil des Holzes für die Unterhaltung des Brandes geopfert werden muß, dafür bedürfen aber die Destillationsgefäße einer mehrstündigen äußeren Feuerung. Die Destillation ergibt höchstenfalls etwa 27 % Kohle vom Gewicht des lufttrockenen und 28 - 32 % des vorher stark ausgetrockneten Holzes, die Meilerverkohlung, wenn sie sorgfältig geführt wird, etwa 20 bis 23 %. Die Kohlenbrennerei, die viel Umsicht erfordert, erfolgt im allgemeinen derart, daß eine aus Scheiten aufgebaute Holzpyramide überall, bis auf eine Öffnung an der Spitze, mit einem Mantel von Rasen und Erde umgeben und von der Mitte heraus angezündet wird. Die nötige Luft findet ihren Eingang durch Löcher, die zu unterst ringsum in den Mantel gestoßen sind, der Brand beginnt von oben und pflanzt sich im Innern allmählich seit- und abwärts fort. Zur rechten Zeit wird die obere Öffnung zugeschlagen, und dafür von Zeit zu Zeit durch Einstoßen neuer Löcher auf halber Höhe Luft geschafft. Der Brand geht somit immer dem Luftstrome entgegen, die brennbaren Gase, die sich aus dem Holze entwickeln, dienen zugleich zu dessen Verkohlung, herausbrechende Flammen werden immer sogleich unterdrückt. Der fertig gebrannte Haufen wird nicht der freiwilligen Abkühlung überlassen, da die Kohlenmasse dabei noch zu sehr schwinden würde, sondern hier und da aufgebrochen, wobei man die mit Haken herausgezogenen glimmenden Stücke mit Wasser oder Sand ablöscht. Im übrigen sind die Vorgänge bei der Verkohlung in Meilern und Retorten die nämlichen, nur daß im letzteren Falle die brennbaren Gase wegen Luftmangel unverbrannt bleiben und zu anderweiter Verwendung abgeleitet werden. Beim Anfeuern entweicht zunächst, wenn die Hitze erst wenig über den Siedepunkt gestiegen ist, Wasserdampf. Beim Steigen der Hitze beginnt die Zersetzung des Holzes, Wasserstoff und Sauerstoff werden ausgetrieben und verbinden sich ebenfalls zu Wasser. Auch der Kohlenstoff, obwohl beständiger als jene beiden anderen Elemente, wird zum Teil in die Zersetzung mit hineingerissen und liefert eine große Anzahl gasförmiger und dampfförmiger Verbindungen, von denen die letzteren durch Abkühlung zu Teer und Holzessig verdichtet werden können. Auf diese Weise gehen bei der Destillation von den etwa 40 % Kohlenstoff des Holzes 13 % in den flüchtigen Stoffen fort. Die H. hat vor dem Holze in wirtschaftlicher Hinsicht bedeutende Vorzüge, einesteils durch die große Leichtigkeit und Beförderungsmöglichkeit im Vergleich zu dem viermal schwereren Holz und dann hauptsächlich dadurch, daß sie im kleinsten Raume die größte Heizkraft einschließt und das reinste Feuer ohne Rauch und fast ohne Flamme liefert. Die harten Hölzer geben auch härtere Kohlen mit größerer Heizkraft, mit Ausnahme der Eiche, deren Kohle wenig taugt. Die Kohlen der Weichhölzer sind leichter brennbar und werden in größerer Menge dargestellt, während zur Destillation nur harte Hölzer benutzt werden, weil sie die höchste Ausbeute an Holzessig geben. Die H. werden hauptsächlich als Brennstoff, als Reduktionsmittel bei der Metallgewinnung und als absorbierendes Mittel angewandt, in geringeren Mengen zur Herstellung von Schießpulver, als Schleifpulver, zu Zeichenkohle usw. In erster Beziehung werden sie besonders von Metallarbeitern, Schmieden und Schlossern benutzt, und wenn diese sich neuerdings auch oft mit Steinkohlen behelfen, so kann doch bei Verarbeitung des Stahls die H. nicht entbehrt werden. Zu hüttenmännischen Zwecken, zum Ausschmelzen des Eisens, Zinks, Zinns und Bleies aus den Erzen war H. früher das einzige Mittel, während jetzt, namentlich bei Eisenhochöfen, meistens Koks benutzt werden muß. Die leichtflüssigen Metalle werden schon reduziert, wenn ihre Oxyde mit Kohlenpulver gemischt und in Tiegeln geglüht werden, und in ganz analoger Weise wird der Phosphor (s. d.) aus seinem Oxyde, der Phosphorsäure, durch Kohle abgeschieden. - Die Kohle zeigt, wenn sie beim Verkohlen ungestört bleibt, noch völlig die Gestalt und Struktur des Holzes, nur ist sie kleiner und in so hohem Grade porös, einem höchst feinen Schwamm vergleichbar geworden, daß sie große Mengen von Gasen zu verschlucken und aus Flüssigkeiten fremde Stoffe auszuscheiden vermag. Auf dieser absorbierenden Eigenschaft beruht die vielseitige technische Verwendung der gepulverten H. als Desinfektionsmittel, um Miasmen und Faulgerüche in Wohnräumen und Kloaken zu beseitigen, zum Reinigen von Wasser, welches organische Zersetzungsprodukte, Metallsalze usw. enthält, und zum Entfärben von Flüssigkeiten, sofern die Färbung von besonderen, abscheidbaren Bestandteilen herrührt. Die absorbierende Kraft der H. wird im allgemeinen durch die der Tierkohle (s. d.) übertroffen, doch eignet sie sich für manche Verwendungen, so namentlich zum Entfuseln des Spiritus, besser, wobei man entweder die Spiritusdämpfe durch einen Behälter mit grob gepulverter Kohle streichen oder den ablaufenden Sprit durch Kohlenpulver durchsickern läßt. Alle Kohle, die zu Zwecken der Absorption dienen soll, muß entweder frisch gebrannt oder gleich im frischen Zustande luftdicht verpackt worden sein, da sie sich in freier Luft mit Gasen und Riechstoffen sättigen und dann unwirksam sein würde. Man kann aber einer unwirksam gewordenen Kohle die absorbierende Eigenschaft im vollen Maße durch Ausglühen wieder verleihen. Zu allen derartigen Zwecken dient Weichholzkohle, da sie die stärkste Porosität und Absorptionskraft hat. Am kräftigsten wirkt die Kohle von Pappelholz, dann folgt die von Lindenholz und hierauf die von Nadelhölzern.

Holznagel:

Fugen- / Nagel quadratisch, vieleckig, rund / 2 - 3 cm

Holzpflaster:

Holzpflaster ist ein Hirnholzparkett. Durch seine sehr robusten Elemente hat das Parkett ein rustikales Erscheinungsbild.

Holzrahmenbau:

Konstruktionstechnik zum Bau von Holzhäusern mit feingliedrigem Traggerippe und innenliegender Wärmedämmung und beidseitiger Beplankung.

Holzrahmenbauweise:

Holzbauweise mit massiven Holzrahmen

Holzrahmenbauweise:

Der Holzrahmenbau basiert auf der nordamerikanischen Timber-Frame-Bauweise und ist als standardisiertes Bausystem zu betrachten. Kennzeichnend sind die Standard-Tafelelemente, bestehend aus Ständern im üblichen Rastermaß von 62,5 cm und Fuß- und Kopfschwelle. Diese Holzrahmen werden mit Holzwerkstoffplatten (beispielsweise KRONOPLY OSB und KRONOTEC MDF) beplankt, die die Gebäudeaussteifung gewährleisten. In Bereichen mit Durchbrüchen für Fenster und Türen müssen zusätzliche Maßnahmen zur Sturzausbildung getroffen werden. Dazu können mehrere Hölzer übereinandergelegt und miteinander vernagelt sein. Ein Stahlträger oder der Hohlkastenträger, im Holzrahmenbau wegen der Materialverwandheit und den guten Wärmedämmeigenschaften zu bevorzugen ist, werden eingesetzt, wenn besonders hohe Lasten abzutragen sind. Die Holzbauteile werden aus Konstruktionsvollholz hergestellt, um mögliche Schwindungen und Verwerfungen zu minimieren.

Holzscheit:

Mit der Axt aus dem Holzstamm zerteilte Holzstücke für die Befeuerung von Kaminen und Kaminöfen.

Holzschliff:

Faserstoff für die Erzeugung holzhaltiger Papiere, gekennzeichnet durch hohe Ausbeute bei der Zerfaserung von Holz mit Hilfe von Steinschleifern.

Holzschrauben:

In der DIN 571 geregelte Sechskantholzschrauben werden meistens bei einschnittigen holz-Verbindungen verwendet. Im Hirnholz dürfen sie jedoch nicht als tragend berechnet werden. Bemessen werden dürfen die Sechskantholzschrauben auf Abscheren und Herausziehen. Das Holz ist in diesem Fall vorzubohren. Im Bereich des Gewindes mit 0,7 x ds, im Bereich des Plattenschaftes mit ds, wobei ds der Schaftdurchmesser ist. Die Mindestanzahl der Sechskantholzschraube nach DIN 571 beträgt wie bei den Nägeln bei einem Schaftdurchmesser < 10 mm mind. vier Schrauben, bei einem Schaftdurchmesser > 10 mm mind. zwei Schrauben. Erhältlich sind Sechskantholzschrauben mit Schaftdurchmessern ab 4 mm. Diese Schrauben werden gern zur Verschraubung von Außenwandeckverbindungen genutzt. Wichtig ist, dass die Holzschrauben nur gemeinsam mit Unterlegscheiben eingesetzt werden dürfen.

Holzschutz:

Holzschutzmittelbehandlung von Holz zum Schutz gegen Holzfäule und Insektenbefall.

Holzschutz, biologischer:

Im biologischen Holzschutz werden wasserlösliche mindertoxische Bohrsatzimprägnierungen verwendet. Diese Imprägnierungen müssen den Anforderungen der DIN 68 840 entsprechen und bauaufsichtlich zugelassen sein. Weiterhin werden beim biologischen Holzschutz die natürlichen Feinde der Schädlinge zur Bekämpfung eingesetzt.

Holzschutz, chemisch:

Der chemische Holzschutz ist dann anzuwenden, wenn durch den konstruktiven Holzschutz keine geeigneten Schutzmöglichkeiten erzielt werden können. Chemische Holzschutzmittel enthalten in der Regel Gifte und sind daher sparsam und unter besonderer Beachtung des Einsatzgebietes des Holzes (Bsp. Wohnraum) einzusetzen. Unter Berücksichtigung der Gefährdungsklassen ist auszuwählen, ob ein chemischer Holzschutz erforderlich ist.

Holzschutz, konstruktiv:

Aufgrund der Umweltbelastung durch chemische Holzschutzmittel hat der konstruktive Holzschutz oberste Priorität. Um das Holz vor Schädlingen zu schützen, muss darauf geachtet werden, dass anfallendes Wasser schnell wieder abfließen bzw. verdunsten kann. Dies kann erreicht werden, indem gefährdete Bauteile durch konstruktive Maßnahmen geschützt werden. Diese Maßnahmen können sein: Dachüberstände, die Anordnung von Wassernasen, die Abdeckung von Verbindungsstellen, die Ausschaltung von Spritzwasser, die Anordnung von Folien und die Sicherstellung von genügender Luftzirkulation in Feuchträumen.

Holzschutzmittel:

Nicht eindeutig festgelegter Begriff für Präparate zum Schutz von Holz (einschließlich Oberflächenanstriche und Feuerschutzmittel); im engeren Sinne werden darunter wasserlösliche, ölige, lösemittelhaltige, pastenförmige oder gasförmige Produkte zur vorbeugenden und/oder bekämpfenden Behandlung von Holz oder Holzwerkstoffen gegen Pilze, Insekten oder Meerwasserschädlinge verstanden. Man unterscheidet zwischen wasserbasierten Holzschutzsalzen und lösungsmittelhaltigen Holzschutzölen.

Holzschädlinge:

Unterschieden wird bei den Holzschädlingen in Bakterien, Pilze und Insekten. Alle Schädlinge beeinflussen auf unterschiedliche Art die Holzstruktur.

Holzskelettbau:

Der Holzskelettbau zeichnet sich durch ein tragendes Holzskelett mit Primär- und Sekundärtragsystem aus. Als das Primärtragsystem werden die Bauteile bezeichnet, die zur Abtragung vertikaler Lasten herangezogen werden, wie z.B. Stützen, während das Sekundärtragsystem auf dem primären aufliegt und die vertikalen und horizontalen Lasten auf das primäre Tragsystem abträgt. Die Aussteifung wird im Gegensatz zum Holzrahmenbau nicht über Scheiben ohne Trennung in tragende und raumabschließende Teile gewährleistet, sondern über Aussteifungskreuze aus Stahl, eingespannte Stützen, oder durch Druck- und Zugstäbe aus Holz etc. Dies hat eine große Transparenz des Bauwerkes zur Folge. Möglich ist auch die Bereitstellung eines massiven Kerns oder die Ausbildung eines Rahmens. Die Skelettstruktur und das zugrundeliegende Raster sind auch nach Fertigstellung des Bauwerkes noch erkennbar. Übliche Rastermaße sind 120/120 cm, 120/360 cm, 125/125 cm, 360/360 cm, 480/480 cm. Hierbei ist zu beachten, das größere Raster die Gestaltungsfreiheit erhöhen. Ebenso wird der Holzverbrauch durch größere Spannweiten erhöht. Außerdem reduzieren sich die Knotenpunkte, die im Ingenieurholzbau allgemein sehr kostenintensiv sind.

Holzskelettbauweise:

Konstruktionstechnik zum Bau von Holzhäusern. Die tragende Holzkonstruktion steht im Rastermaß (Anordnung meist im rechten Winkel), das auch im fertigen Haus erkennbar bleibt. Die Wände bestehen überwiegend aus nicht tragenden Ausfachungen.

Holzstaub:

(Holzmehl, engl. Flocks) wird in der Weise hergestellt, daß man sehr dünne Hobelspäne weicher Hölzer mit Seifenwasser, besser Natronlauge, kocht, mit Wasser sorgfältig auswäscht, darauf sehr fein vermahlt und beliebig färbt. Er dient zur Bereitung der Samttapeten und wird mit einem geruchlosen, Insekten verscheuchenden Klebstoff auf dem Papier befestigt. Vor dem früher benutzten Wollstaub hat er den Vorzug, um 50 % leichter und 10 % billiger zu sein. Ein besonders zubereitetes Holzmehl dient in der Bäckerei bisweilen unter dem Namen Streumehl (s. d.) zum Bestreuen der Unterseite von Broten.

Holzstrahlen:

Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der Lupe erkennbare Linien ("Strahlen") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel", teils so breit, daß sie das Holzbild, wie bei den Eichen, wesentlich beeinflussen (siehe: Schnittrichtungen, Stockwerkbau).

Holztafel:

Holztafeln bestehen aus Stützen, Rähmen und Beplankungen. In statischer Hinsicht werden die Tafeln nach DIN 1052 als Verbundquerschnitt gerechnet. Sie dienen sowohl der Abtragung vertikaler Lasten als auch als aussteifendes Element bei Windbeanspruchung in Tafelebene.

Holzteeröl:

(lat. Oleum picis, frz. Huile de goudron végétale, engl. Tar oil) wird durch Destillation des Holzteers gewonnen und ist frisch destilliert ziemlich farblos, nimmt aber bei längerem Lagern eine gelbe bis rotbraune Farbe an. Es besteht aus Kohlenwasserstoffen wie Benzol, Toluol und Phenolen, hat ein spez. Gew. von etwa 0,970 und kann durch fraktionierte Destillation in Schwer- und Leichtöl geschieden werden. Das Holzkreosot (s. d. bei Kreosot) wird namentlich aus Buchenholzteer gewonnen. Benutzt wird H. in der Volksmedizin bei Hautkrankheiten, in der Tierheilkunde bei Räude.

Holztreppen:

vorzugsweise aus Massivholz (für tragende Teile: Nadelhölzer, Eiche; für Trittstufen und Handläufe: auch Rotbuche, Ahorn, Esche und ausländische Harthölzer) oder aus verleimten Hölzern, als • Blocktreppe mit Stufen aus massivem Holz: einseitig oder beidseitig auf Tragbalken befestigt, • aufgesattelte Treppe: Trittstufen mit Hilfe von Zwischenstücken auf die Tragbalken aufgesetzt, • eingeschobene Treppe: Trittstufen ohne Setzstufen in Wangen eingeschoben, • gestemmte Treppen: Tritt- und Setzstufen in gestemmte bzw. gefräste Nuten der Wangen eingelassen, • Wendel- oder Spindeltreppen: mit Spindel oder gekrümmten Wangen oder Tragbalken.

Holztrocknung:

Man unterscheidet bei der Holztrocknung die natürliche und die künstliche Holztrocknung. Die natürliche Holztrocknung wird dadurch gewährleistet, dass genügend vertikale Schächte unter dem Stapel vorgehalten werden, um für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen. Wird dieses vernachlässigt, kann es zu einem Feuchtegefälle und unterschiedlichen Schwindmaßen im Holz kommen, die zu Verwerfungen und Verkrümmungen führen können. Bei der natürlichen Holztrocknung kann eine Holzfeuchte nicht unter u = 18 % erreicht werden. Die künstliche Holztrocknung wird meistens dann vorgenommen, wenn Bretter für Leimholz verwendet werden sollen. Dem zum Zeitpunkt der Verleimung bestehenden Feuchtegehalt ist wegen der Beständigkeit der Leimverbindung und der Vorsorge gegen Rissbildung durch nachträgliches Schwinden besondere Bedeutung beizumessen.

Holzverbindung:

Hauptformen sind: Zapfen, Blatt, Kamm, Versatz, Klauen, Verzinken

Holzwerkstoffplatte:

Holzwerkstoffplatten sind plattenförmige Bauteile, die durch Verpressen von zerkleinerten Holzteilen wie Furnieren, Stäben, Stäbchen, Fasern, Spänen, Holzwolle unter Zugabe von Bindemitteln (z. B. Leim) entstehen. Zu den Holzwerkstoffplatten gehören u.a. Sperrholz, Flachpress- und Holzfaserplatten.

Holzwespe:

Tierischer Holzschädling. Die Larve der Holzwespe hat eine weißliche Färbung mit drei paar Brustfüße und einen dunkelgefärbten Stachel am Hinterleib. Die durchschnittliche Länge der Larve beträgt 30mm, kann aber auch erheblich größer werden. Sie ist vorwiegend in Laubholz anzutreffen. Die blauschwarze Wespe wird etwa 30mm lang und hinterlässt ein rundes Flugloch von bis zu 7mm Durchmesser.

Holzwolle:

(Holzfaden, Holzfaser, Wollin, lat. Lana ligni, frz. Charpie de bois, engl. Wood wol), eine aus weichem Holz gefertigte Fasermasse, kommt in zwei Sorten in den Handel, solche, die zu der sogenannten Holzweberei oder zur Herstellung von Holztuch benutzt wird, und solche, die wie Werg aussieht und aus regellos durcheinander gewirrten Fasern besteht. Die Herstellung erfolgt aus Kiefern- oder Fichtenholz mittels besonderer Maschinen in der Weise, daß die auf dem Schlitten der Maschine dem Holz zunächst befindlichen verstellbaren Ritzmesser das zu verarbeitende Material der Länge nach in einzelne Fasern von der gewünschten Breite (1 - 4 mm) zerschneiden, welche dann durch das nachfolgende Spannmesser in der ganzen Breite abgetrennt werden und als Holzwolle unter die Maschine fallen. Zur Verringerung des Volums preßt man sie dann zu Würfeln von 80 cm Kantenlänge zusammen. Die H. wird als vorzügliches Packmaterial und, ihrer großen Elastizität wegen, als Polsterungsmaterial benutzt. Auch als Streumaterial für Stallungen hat man sie empfohlen, und schließlich verwendet man sie allein oder in Verbindung mit Watte zu billigen Verbänden, zu Damenbinden usw.

Holzwolleleichtbauplatte:

Holzwolleleichtbauplatten (HWL-Platten) bestehen aus langfaseriger Holzwolle, die mit Magnesiabinder, Zement oder Baugips gebunden ist. Sie werden bei hoher Temperatur gepresst und anschließend getrocknet. Die Holzwolle wird gegen Schädlingsangriff vorbehandelt. HWL-Platten nach DIN 1101 haben als schwerentflammbare Baustoffe (B1) gute brandschutztechnische Eigenschaften (vgl. hierzu die DIN 4102-4).

Holzzeug:

(Holzstoff, Holzschliff, frz. Matičre de bois, engl. Wood pulp), das wichtige Material der Papierfabriken, wird mit Hilfe besonderer, von Wasser ständig benetzter Schleifsteine aus dem von Rinde und Aststellen befreiten, vielfach vorher noch gedämpften Holze hergestellt, darauf durch Pressen oder Zentrifugen zum Teil entwässert, vielfach durch Chlor gebleicht und getrocknet. Zur Vermeidung der durch Kleinlebewesen oder Gerbstoffe bisweilen verursachten Flecke und Verfärbungen muß reines, eisenfreies Wasser und gesundes, zweckmäßig vorher sterilisiertes Holz genommen werden.

Hookesches Gesetz:

Ein Gesetz, das für elastische Matrialien besagt, daß innerhalb des elastischen Bereichs die Dehnung der Spannung proportional ist (siehe Elastizitätsmodul).

Humiriholz:

ist das Holz eines zur Familie der Humiriazeen gehörigen amerikanischen Baumes, Humiria balsamifera. Das H. von Guyana nennen die Franzosen ťbois rougeŤ, das von Jamaika ťbois ŕ flambeauŤ. Es hat eine bedeutende Dichte, ist vollkommen homogen, von gleichmäßig rotbrauner, dem Mahagoni ähnlicher Farbe und besitzt lebhaften Glanz und leichte Spaltbarkeit. Aus der Rinde gewinnt man durch Einschnitte einen ziemlich dicken, nach Storax riechenden Balsam von roter Farbe, welcher Houmiri oder Touri genannt wird und in den Ursprungsländern medizinische Verwendung findet.

Huonfichtenholz:

(engl. Huon pine, Huron pine), ein schönes feinfaseriges, gelbes Holz von der aus Vandiemensland und Viktoria stammenden Konifere Dacrydium Franklini, wird in der Kunsttischlerei benutzt.

Hutewald:

Mit Buchen und Eichen locker bestandenes Waldstück, das als Weide für Schweine, Ziegen, Schafe und Rinder genutzt wurde.

hydroskopisch:

Feuchtigkeit anziehend

Hygrometer:

Gerät zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte (siehe auch Psychrometer).

Hygroskopischer Bereich:

Holzfeuchtebereich unterhalb der Fasersättigungsfeuchte; hier enthält das Holz nur gebundenes Wasser.

Hygroskopizität:

Wasseranziehende Eigenschaft des Holzes. Holz ist befähigt, Wasser sowohl in Dampfform als auch in flüssiger Form (mehr oder weniger begierig) aufzunehmen, aber auch unter bestimmten Bedingungen an die Luft wieder abzugeben. An der Luft stellt sich zu einer bestimmten Temperatur und der dazu vorhandenen relativen Luftfeuchte eine ganz bestimmte Ausgleichsfeuchte im Holz ein. Diese ist nicht von der Holzart abhängig.

Hyphen:

Mikroskopisch feine Pilzfäden, bestehend aus den langgestreckten, durch Querwände gegliederten Zellen der Pilze, die das Substrat (z.B. Holz) durchziehen und dabei bestimmte Bestandteile des Holzes enzymatisch auflösen und als Nahrung aufnehmen. Die Gesamtheit der Hyphen im Substrat nennt man Mycel.

Hängewerk:

Tragwerk / -balken, -pfosten, -strebe, -säule, -sprengwerk, -ständer, -zapfen href="http://www.zimmerforum.de">www.zimmerforum.de

Härter:

Komponente, welche bei Mehrkomponenten-Reaktionsklebstoffen das Aushärten bewirkt

Härtung:

Das Verfestigen der Klebschicht zwischen den zu verklebenden Fügeteilen. Das Abbinden beruht entweder auf physikalischen oder auf chemischen Vorgängen: Physikalisches Abbinden erfolgt z.B. durch Abwandern von Dispersions- oder Lösemitteln (wie bei Weißleimen) oder durch Abkühlen (wie bei Schmelzklebern); zu den chemischen Abbindevorgängen, die auch als Härtung, Aushärtung oder Vernetzung bezeichnet werden, gehören Gerinnung (z.B. Blutalbuminklebstoffe), Polykondensation (z.B. Harnstoff-, Melmain-, Phenolharze) und Polyaddition (z.B. Polyurethanklebstoffe).

GLOSSAR: H - G GLOSSAR: I - Z

reklama web advertising
Suche nach dem Verzeichnis des Ladens :

Designprojekte Möbel. Designprojekte Haus

Information

Copyright © 1999 - 2008 NirGos holding gmbh - Holzhaus bau. Holzmöbel fabrik, Latex matratzen kaufen. Turen, materialien holz industrie